Frauen Kärntnerliga

SV Oberglan Frauen: „Ich bin kein Typ für Einzelsportarten!“ – Oberglans Magdalena Moser im Interview

Woran misst man einen erfolgreichen Torjäger? Selbstverständlich wird sein Erfolg an den erzielten Toren gemessen. In einem Ligaportal-Interview stellt sich diesmal Magdalena Moser vor. Ihre ÖFB-Bilanz bescheinigt der Stürmerin des SV Oberglan ein makelloses Zeugnis: In 306 ÖFB-Bewerbsspielen erzielte sie beeindruckende 218 Tore. Auch in dieser Saison beweist sie ihre Treffsicherheit und stellt den gegnerischen Torfrauen regelmäßig ihre Qualitäten unter Beweis. Derzeit hält Moser bei 32 erzielten Toren und kämpft erneut um die Torjägerkrone in der Kärntner Liga-Frauenmeisterschaft.

Foto: MT-privat (Nr: 23 Magdalena Moser im Dribbling)

„Ich bin kein Typ für Einzelsportarten!“ – Oberglans Magdalena Moser im Ligaportal-Interview:

Was bedeutet dir der Fußballsport?

Ich bin kein Typ für Einzelsportarten. Im Fußball finde ich genau das, was ich suche – den Teamgeist. Zudem fordere ich mich selbst heraus, mich in den Teamsport einzubringen. Ein wenig spielt auch der Gedanke an den sportlichen Ausgleich mit.

Warum hast du damals als Mädchen mit dem Fußball angefangen?

Mit vier Jahren war ich Teil der Ballspielgruppe des SK Treibach und spielte in den folgenden Jahren bis zur U14 in der Burschenmeisterschaft mit. Als diese U14-Mannschaft aufgelöst wurde, wechselte ich zum SV Oberglan ins Frauen Team, da ich unbedingt weiter Fußball spielen wollte.

Hattest du ein fußballerisches Idol?

Darüber habe ich eigentlich nie nachgedacht. Aber nein, weder ein Fußballer noch eine Fußballerin war mein Vorbild.

Wie viele Fantrikots besitzt du?

Früher als Kind hatte ich eine kleine Sammlung, unter anderem von Neymar und Ronaldo. Mittlerweile besitze ich jedoch kein einziges Trikot mehr.

Du bist seit 2021 wieder beim SV Oberglan. Warum?

Ich habe meine Karriere in Treibach begonnen und wechselte als Jugendliche zum SVO. Danach spielte ich in der 2. Bundesliga für LUV Graz, wo ich bereits mit meiner jetzigen Teamkollegin Maya Bader zusammengespielt habe. Seit 2021 bin ich wieder für Oberglan aktiv.

Foto: MT-privat (Magdalena Moser SV Oberlgan)

An welche Titel kannst du dich erinnern?

Ich erinnere mich an einige Vizemeistertitel in der U14. Mit LUV Graz gewannen wir zwar keinen Titel, aber der dritte Tabellenrang in der 2. Bundesliga war ein großer Erfolg. In der Saison 2021/2022 feierte ich dann meinen ersten Meistertitel in der Landesliga sowie den Kärntner Cupsieg. In den folgenden zwei Jahren erreichten wir das Finale der Kärntner Landesliga, mussten uns jedoch jeweils mit dem Vizemeistertitel zufriedengeben.

Wenn du nicht als Stürmerin spielen würdest – welche Position würde dich reizen und warum?

Eine interessante Frage! Als Kind und Jugendliche spielte ich aufgrund meiner Schnelligkeit in der Verteidigung. Je älter ich wurde, desto weiter nach vorne setzten mich die Trainer ein. Letztendlich blieb ich wegen meiner Schnelligkeit und Technik als Stürmerin hängen. Aber ich würde auch gerne mal am Flügel oder im Mittelfeld spielen.

Oberglan hat viele junge und auch erfahrene Spielerinnen im Team. Wie sehen dich deine Mitspielerinnen?

Das ist die schwierigste Frage! Die jungen Spielerinnen könnten vielleicht zu mir aufschauen, weil ich bereits höherklassig gespielt habe. Wie mich die Routiniers sehen, kann ich nicht genau sagen, da wir schon länger gemeinsam auf dem Platz stehen.

Was bekommst du während des Spiels von den Fans mit?

Das hängt vom Gegner ab. Gegen Austria Klagenfurt oder Kraig sind oft viele Fans vor Ort, und das spürt man auch. Je nach Spielsituation blende ich das aber bewusst aus, um konzentriert zu bleiben.

Wo siehst du dich sportlich in fünf Jahren?

Ich hoffe, dass ich gesund und verletzungsfrei bleibe und weiterhin Tore erzielen kann. Falls sich eine Gelegenheit bietet, würde ich auch gerne noch einmal eine Klasse höher spielen. Die 2. Bundesliga hat einiges zu bieten.

An welchen Verein wirst du dich immer gerne erinnern?

Beim SK Treibach habe ich meine Kindheit verbracht und erinnere mich gerne an die Zeit in den Burschenteams. Mit Oberglan verbinde ich viele Freundschaften und Erfolge. Die Erfahrung in der 2. Bundesliga mit LUV Graz hat mich allerdings besonders geprägt.

Wie viel Zeit investierst du in deinen Sport?

Derzeit trainiere ich dreimal pro Woche mit dem SV Oberglan. Ich schließe in wenigen Wochen meine pädagogische Ausbildung an der Universität ab und konzentriere mich momentan mehr auf mein Studium. In Zukunft plane ich ein Masterstudium und eventuell eine berufsbegleitende Tätigkeit an einer Schule. Leider vermisse ich derzeit mein Schwimmtraining.

 

Klaus Slamanig