Spielberichte

Arno Paul Kozelsky: „Wir drücken ihm fest die Daumen“ – SC St. Veit siegt 2:1 gegen SVG Bleiburg

SC St. Veit
SVG Bleiburg

Im Duell der Kärntner Liga zwischen SC St. Veit und SVG Bleiburg richtete Trainer Arno Paul Kozelsky den Blick nach dem Abpfiff weniger auf Zahlen als auf die Emotionen und die unmittelbare Lage seiner Mannschaft. Auch wenn er das 2:1 als gerechtes Resultat einordnete und sein Team „einen Ticken besser“ sah, stand vor allem die schwere Verletzung eines St.-Veit-Spielers kurz vor der Pause im Vordergrund – die Diagnose ist noch offen, die Hoffnung groß. Kozelsky sprach von einer kämpferischen Partie zweier Teams, die zu Saisonbeginn jeweils zweimal verloren hatten, und hob das leidenschaftliche Verteidigen sowie die Überlegenheit im Ballbesitz hervor, mahnte aber zugleich mehr Ruhe am Ball an. Die Stimmung in St. Veit ist geprägt von Erleichterung über den Sieg und von geschlossener Unterstützung für den verletzten Mitspieler.

Trainingsball in Weiß, Blau und Orange. Im Hintergrund trainieren Spieler bei Flutlicht

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Sorge um verletzten Mitspieler und ein klares Team-Statement

„Die Situation mit unserem Spieler kurz vor der Halbzeit hat das Spiel maßgeblich beeinflusst. Wir wissen noch nicht genau, was die Diagnose ist, aber wir hoffen das Beste, dass es nicht so schlimm ist.“ Die Anteilnahme der Mannschaft fasste Kozelsky deutlich zusammen: „Die Botschaft von der ganzen Mannschaft und vom ganzen Verein ist, dass er so schnell wie möglich wieder fit wird und aus dem Krankenhaus entlassen wird. Und wir drücken ihm ganz fest die Daumen, dass alles wieder gut wird.“ Für den Trainer war dies „eigentlich das Hauptding am heutigen Tag“ – sportliche Analysen traten hinter dem Gesundheitszustand des Spielers zurück.

„Ergebnis gerecht“: Kampf, Ballbesitz und ein Tick mehr

Zur Einordnung des Spiels sagte Kozelsky: „Im Großen und Ganzen ist das Ergebnis gerecht. Es war ein hervorragendes Spiel, in dem wir wahrscheinlich den Ticken besser waren.“ Beide Teams wirkten laut seiner Beobachtung vom schwierigen Saisonstart geprägt: „Es waren zwei Mannschaften, die zu Beginn jeweils zweimal verloren haben – das hat man gemerkt.“ Aus seiner Sicht lag St. Veit über weite Strecken vorn: „Beim Ballbesitz und den Spielanteilen hatten sicher wir mehr. Der SVG Bleiburg hat auf Konter und schnelles Umschalten gesetzt, das haben wir als Mannschaft wegverteidigt. Mit unserem Ballbesitz haben wir leider ein bisschen zu wenig gemacht.“

Leitplanken, Lernfelder – und die prägenden Momente

Inhaltlich sah der Coach Bestätigung für einstudierte Abläufe und zugleich klare Ansatzpunkte: Der Führungstreffer zum 1:0 fiel in der 14. Minute (Torschütze: Alexander Hofer) nach einem einstudierten Angriff, „eines unserer Ziele“. Vor der Pause kassierte St. Veit den Ausgleich (28., Torschütze: Nejc Steharnik), und kurz nach Wiederbeginn stellten die Gastgeber auf 2:1 (47., Torschütze: Maximilian Trappitsch). Für den Weg nach vorn fordert Kozelsky mehr Souveränität im eigenen Ballbesitz: „Zu verbessern ist vor allem die Ruhe im Spiel – dem Gegner haben wir oft zu viele Geschenke gemacht.“ Der Grundkurs bleibt offensiv: „Unser Fokus liegt auf dem Spiel mit dem Ball, und das müssen wir noch ein bisschen verbessern. Aber es war bereits der Weg in die richtige Richtung.“ Unterm Strich stand für ihn eine geschlossene Defensivleistung mit viel Herz, gepaart mit dem Willen, die Balance zwischen Ballbesitz und Effizienz weiter zu schärfen.

Kärntner Liga: SC St. Veit : Bleiburg - 2:1 (1:1)

  • 47
    Maximilian Trappitsch 2:1
  • 28
    Nejc Steharnik 1:1
  • 14
    Alexander Hofer 1:0