In der Kärntner Liga hat der SC St. Veit am Freitagabend gegen ASKÖ Köttmannsdorf einen klaren 4:0-Heimsieg eingefahren. Trainer Arno Paul Kozelsky sah von Beginn an eine dominante Vorstellung seiner Mannschaft und machte nach dem Schlusspfiff vor allem die Überlegenheit im Ballbesitz und die Qualität im Angriff als entscheidenden Unterschied aus. Schon zur Pause war die Partie beim Stand von 3:0 klar in Richtung der Gastgeber gekippt.

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Für Kozelsky hatte der Abend genau so begonnen, wie man sich das als Heimtrainer wünscht. "Wir sind gut in die Partie gestartet, hatten gleich nach einer Minute eine hundertprozentige Chance, waren dominant und spielbestimmend", sagte der St. Veiter Coach. Seine Mannschaft habe von Anfang an versucht, die eigene Idee mit dem Ball auf den Platz zu bringen, und genau das sei über weite Strecken gelungen. Weil St. Veit laut Trainer schon vor dem ersten Treffer gute Möglichkeiten hatte, war das 1:0 in der 24. Minute durch Maximilian Gert Rupitsch nicht einfach nur der erste Treffer des Abends, sondern die verdiente Belohnung für eine starke Anfangsphase. "Wichtig war sicher, dass wir das 1:0 gemacht haben", sagte Kozelsky. Nach dieser Führung sei vieles leichter geworden, weil seine Elf weiter ruhig blieb, den Ball laufen ließ und sich immer wieder in gute Positionen brachte.
Auch nach dem Führungstor blieb St. Veit das aktivere Team und legte noch vor dem Seitenwechsel zweimal nach. In der 42. Minute erhöhte David Armin Hude auf 2:0, in der Nachspielzeit der ersten Hälfte stellte Maximilian Gert Rupitsch mit seinem zweiten Treffer des Abends auf 3:0. Für Kozelsky spiegelte dieser Zwischenstand genau das Spiel wider. "Nach dem 1:0 hat man gesehen, dass uns alles ein bisschen leichter gefallen ist und wir trotzdem Chance um Chance kreiert haben", sagte er. Direkt nach der Pause wurde die Aufgabe für die Gäste zusätzlich schwer, weil Michael Jakopitsch die Rote Karte sah und Köttmannsdorf damit in Unterzahl weitermachen musste. St. Veit kontrollierte die Partie danach weiter und setzte in der 65. Minute den nächsten Treffer nach, als David Armin Hude ebenfalls seinen zweiten Torerfolg des Abends erzielte. Dass am Ende trotzdem "noch ein, zwei Tore mehr" möglich gewesen wären, sprach der Trainer trotz des klaren Resultats ebenfalls offen an.
Was dem Trainer besonders gefiel, war nicht nur die Zahl der Tore, sondern die Art, wie seine Mannschaft zu ihnen kam. "Wir sind zurzeit sehr variantenreich in der Offensive", sagte Kozelsky und hob vor allem das Spiel über die Außen hervor. Dort komme seine Mannschaft im Eins-gegen-Eins oft durch, dazu sei die Strafraumbesetzung im Moment gut. Gleichzeitig gefiel ihm, dass St. Veit diesmal "hinten sehr kompakt" gestanden sei und gegen den Ball besser gearbeitet habe als in den vergangenen ein bis zwei Spielen. Den Gästen sprach er trotz des klaren Ergebnisses Respekt aus. Köttmannsdorf habe die Räume eng gemacht und sei "in Umschaltsituationen auch gefährlich" gewesen. Auch mit der Leistung des Schiedsrichterteams war Kozelsky einverstanden: "Im Großen und Ganzen war die Leistung richtig in Ordnung, ein sehr unauffälliges Spiel der drei Unparteiischen." Unter dem Strich bleibt für ihn ein klarer Befund: "Der Unterschied war auf jeden Fall die Qualität in der Offensive. Im Ballbesitz waren wir dem Gegner überlegen." Mit elf Punkten aus fünf Spielen bleibt St. Veit damit in der Spitzengruppe der Liga und nimmt aus diesem 4:0 nicht nur das Ergebnis, sondern auch ein deutliches Plus an Selbstvertrauen mit.