In der Kärntner Liga hat der SC Launsdorf am Samstag den TSV Grafenstein mit 3:1 besiegt und damit in der Tabelle vorbeigezogen. Aus Sicht von Grafenstein-Trainer Alexander Stroj war die Partie schon nach dem frühen 0:2 schwer belastet. Dazu kam für ihn ein Spiel auf einem Platz, der seiner Mannschaft kaum den gewohnten Fußball erlaubte.

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Der Spielverlauf gab dem Grafensteiner Trainer früh recht. Bereits in der 7. Minute brachte Lukas Pietsch die Launsdorfer in Führung, nur vier Minuten später legte Zan Luka Pohlin das 2:0 nach. Stroj sagte offen: "Nach dem frühen 2:0 war das fast schon gegessen." Zwar kam Grafenstein in der 19. Minute durch Dominic Oraze noch einmal auf 2:1 heran, doch die Hoffnung hielt nicht lange. Schon in der 24. Minute stellte Fabian Christian Gangl den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Damit war zur Pause beim Stand von 3:1 die Richtung vorgegeben, aus der die Gäste laut ihrem Trainer nie mehr wirklich herauskamen.
Vieles drehte sich in Strojs Analyse nicht nur um die Tore, sondern um die Bedingungen und die Art des Spiels. "Wir haben die ganze Woche probiert, uns auf diesen sehr zerstückelten Platz einzustellen, aber das war nicht wirklich von Erfolg gekrönt", erklärte er. Aus seiner Sicht ließ die Partie kaum geordnete Kombinationen zu: "Wir haben unsere spielerische Überlegenheit nicht annähernd auf den Platz bekommen. Wenn jeder zweite Ball verspringt, geht das in den Abläufen einfach nicht." Dazu kam für ihn, dass Grafenstein an diesem Tag " schlecht verteidigt" habe. Gerade diese Mischung aus schwierigem Untergrund und unsauberem Abwehrverhalten machte das Auswärtsspiel für die Gäste so unangenehm.
Stroj machte keinen Hehl daraus, dass Launsdorf genau das besser konnte, was in dieser Begegnung gefragt war. "Sie haben um jeden Ball gefightet", sagte der Grafenstein-Coach, der den Gastgebern ausdrücklich gratulierte. Noch deutlicher wurde er bei der Erklärung des Unterschieds: "Sie sind dieses Spiel auf den zweiten Ball gewohnt und haben das um einiges besser umgesetzt als wir." Für ihn war genau das der entscheidende Punkt, weil das Spielfeld nach seiner Einschätzung wenig anderes zuließ. Entsprechend fiel sein Urteil klar aus: Launsdorf habe "im Rahmen der Möglichkeiten unglaublich gut umgesetzt" und deshalb "verdient und auch in dieser Höhe verdient gewonnen".
Ganz ohne den personellen Aspekt kam Strojs Einordnung dennoch nicht aus. Er verwies auf die Ausfälle von Raunegger und Walzl in der Offensive, die für seine Mannschaft schwer zu ersetzen seien, und brachte das knapp auf den Punkt: "Wenn beide fehlen, haben wir einfach ein Riesenthema." Weitere Nebenschauplätze wollte er gar nicht erst aufmachen. Zur Leistung des Unparteiischen sagte er nur: "Es gab nichts Erwähnenswertes." Weil nach dem 3:1 bis zur Pause kein weiterer Treffer mehr fiel und auch die zweite Hälfte torlos blieb, stand die Niederlage früh fest. In der Tabelle hält Launsdorf nun bei 19 Punkten, Grafenstein bleibt bei 17. Für den TSV bleibt vor allem die Erkenntnis, dass man für solche Spiele besser Lösungen finden muss, wenn der eigene Fußball nicht wie gewohnt funktioniert.