In der Kärntner Liga hat SAK Klagenfurt am Samstag ein frühes 0:1 gegen ATUS Ferlach noch in einen 3:1-Heimsieg gedreht. Aus Sicht von Co-Trainer Simon Sadnek lag der Schlüssel in der klaren Steigerung nach der Pause, aber auch im Lauf seiner Mannschaft. „Aufgrund unseres Laufes springt der Ball zurzeit auf die richtige Seite“, sagte er nach dem fünften Erfolg in Serie, der nach einer schwachen Anfangsphase alles andere als selbstverständlich war.

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Der Nachmittag begann für die Klagenfurter denkbar unangenehm. Schon in der 6. Minute brachte Hannes Marcel Schwarz die Gäste mit 1:0 in Führung, nachdem Ferlach nach Sadneks Schilderung mit nur wenigen Kontakten von der eigenen Hälfte bis vor das Tor gekommen war. „Wir sind total überrascht worden“, sagte der Co-Trainer, der den Treffer als „sehenswert“ bezeichnete. Der SAK wirkte davon zunächst deutlich beeindruckt. „Wir waren in den ersten dreißig Minuten klar die schlechtere Mannschaft, haben überhaupt nicht ins Spiel gefunden“, hielt Sadnek fest. Umso wichtiger war aus seiner Sicht das 1:1 in der 34. Minute. Sinan Samardzic brachte den Ball von der Seite zur Mitte, dort verwertete Mark Serbec zum Ausgleich. Dieses sauber herausgespielte Tor half den Gastgebern spürbar, weil sie so noch mit einem brauchbaren Gefühl in die Pause gingen.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild aus Klagenfurter Sicht merklich. Sadnek sprach davon, dass seine Mannschaft „ein bissl frischer, ein bissl munterer“ gewesen sei und nun die besseren Spielanteile hatte. In dieser Phase fiel in der 62. Minute auch das 2:1 durch Zan Kumer, das dem SAK die Richtung vorgab, ohne die Partie schon zu entscheiden. Denn Ferlach blieb laut Sadnek voll im Spiel und kam beim Stand von 2:1 nach einer Standardsituation noch zu einer großen Ausgleichschance. „Wir haben den Ball schon im Tor gesehen“, sagte er offen. Gerade deshalb ordnete er die Begegnung als „Partie auf Messerschneide“ ein. Erst als Massimo Leon Prutej in der 87. Minute das 3:1 nachlegte, war die Sache wirklich entschieden.
Dass der SAK am Ende trotzdem wieder als Sieger vom Platz ging, erklärt Sadnek nicht nur mit einzelnen Aktionen, sondern vor allem mit dem Zustand der Mannschaft. „Ich glaube, die größte Stärke ist, dass wir ein eingeschworener Haufen sind“, sagte er und verwies auf den Zusammenhalt sowie auf die Mischung aus jungen und arrivierten Spielern. Auch die Harmonie innerhalb des Kaders sei derzeit klar zu spüren. Der fünfte Sieg in Serie passt zu dieser Einschätzung und hält die Klagenfurter mit 19 Punkten in der Spitzengruppe der Kärntner Liga. Ganz ohne Kritik wollte Sadnek den Nachmittag aber nicht stehen lassen. „Es sollte nicht passieren, dass man so früh mit 0:1 in Rückstand gerät“, betonte er. Für die nächsten Wochen fordert er deshalb einen wacheren Beginn, mehr Aktivität und bessere Zweikampfführung. Mit der Leistung des Unparteiischen hatte er dagegen kein Thema: „Es war alles in Ordnung.“ Den Gegner wertete er ausdrücklich auf: „Ferlach ist eine tolle Mannschaft. Ich sehe sie ganz locker unter den Top fünf.“