In der Kärntner Liga hat ATUS Ferlach am Freitagabend FC-WR Nußdorf/Debant mit 5:0 besiegt und die Partie schon in der Anfangsphase auf seine Seite gezogen. Trainer Mario Verdel machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, worin für ihn der Schlüssel lag: „Wenn du nach drei Minuten gleich 2:0 führst, hast du das Spiel im Griff.“ Genau so lief dieser Abend für die Gastgeber.

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Ferlach machte vom Anpfiff weg genau das, was sich der Trainer vorgestellt hatte. „Wir haben mit sehr aggressivem Offensivpressing begonnen und wurden belohnt“, sagte Mario Verdel. Diese Aussage passte zum Verlauf der ersten Minuten, denn die Heimischen waren sofort da und setzten die Gäste früh unter Druck. Schon in der 1. Minute fiel das 1:0 durch Erik Kovac. Verdel schilderte die Entstehung so, dass nach einem Ballgewinn im Pressing zunächst ein Eckball heraussprang, den seine Mannschaft dann per Kopf zur Führung nutzte. Viel besser hätte der Abend für Ferlach also kaum beginnen können. Und es ging gleich weiter: Nach dem Anstoß zum 1:0 kam Ferlach rasch wieder in Ballbesitz, spielte laut Verdel „einen super Pass in die Tiefe“ und erhöhte in der 3. Minute durch Hannes Marcel Schwarz auf 2:0. Damit war die Richtung der Partie früh vorgegeben, zur Pause blieb es bei dieser Führung.
Dass das Spiel nach dem Blitzstart nicht abflachte, war aus Ferlacher Sicht ein weiterer wichtiger Punkt. Verdel sprach davon, dass seine Mannschaft auch nach dem Seitenwechsel den Druck noch einmal erhöhte. „Nach der Pause haben wir den Druck auf den Gegner erhöht und konnten noch weitere drei Tore schießen“, sagte der Trainer. Genau das schlug sich auch im Spielstand nieder. In der 66. Minute stellte Michael Krainer auf 3:0, in der 75. Minute erhöhte Nicolas Manuel Modritz auf 4:0, und in der 88. Minute setzte Daniel Jobst mit dem 5:0 den Schlusspunkt. So wurde aus einer schon früh kontrollierten Partie am Ende ein klarer Heimsieg. Auffällig war dabei nicht nur die Höhe des Ergebnisses, sondern auch, dass Ferlach das Spiel über die gesamte Distanz auf seiner Seite hielt und den Vorsprung nicht bloß verwaltete, sondern weiter ausbaute.
Für Verdel war das deutliche Ergebnis deshalb auch mehr als nur eine Frage der frühen Tore. Er hob vor allem das Gesamtbild hervor und stellte die Mannschaftsleistung in den Vordergrund. „Besonders gut funktioniert hat das Kollektiv an diesem Tag. Wenn du 5:0 gewinnst und es fünf verschiedene Torschützen gibt, spricht das für eine kompakte Mannschaftsleistung“, sagte der Ferlach-Coach. Genau darin lag aus seiner Sicht der Wert dieses Abends: Nicht ein einzelner Spieler entschied die Partie, sondern eine geschlossene Vorstellung, in der sich Erik Kovac, Hannes Marcel Schwarz, Michael Krainer, Nicolas Manuel Modritz und Daniel Jobst in die Torschützenliste eintrugen. Auch den Gegner wollte Verdel nach dem frühen Rückstand nicht überhart beurteilen. „Die Leistung des Gegners ist schwer einzuschätzen, weil es sehr schwer wird, das Spiel noch zu drehen, wenn du nach drei Minuten 0:2 zurückliegst“, meinte er. Dazu kam, dass es laut Verdel „ein sehr faires Spiel“ war. Für Ferlach bleibt damit ein klarer Sieg, der vor allem durch Intensität, frühe Konsequenz und eine geschlossene Leistung zustande kam.