Spielberichte

"Wir haben nicht aufgegeben" – Sirnitz holt in der Nachspielzeit noch das 2:2

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SGA Sirnitz
SAK Klagenfurt

In der Kärntner Liga hat die SGA Sirnitz am Freitagabend gegen den SAK Klagenfurt nach einem späten Treffer noch ein 2:2 geholt. Trainer Bernhard Rekelj sprach danach von einem insgesamt gerechten Remis, auch wenn der Ausgleich erst ganz am Ende fiel. Vor allem eines gefiel ihm an diesem Abend: Seine Mannschaft gab nach dem Rückstand nicht auf und wurde dafür in der Nachspielzeit noch belohnt.

Rote Schalensitze einer Fußballtribüne

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Sirnitz trifft nach geduldiger Anfangsphase

Die Partie brauchte zunächst nicht viele große Möglichkeiten, um ihren Verlauf anzudeuten. Rekelj sah den Gegner in der Anfangsphase häufiger am Ball, ohne dass daraus wirklich klare Chancen entstanden. "Der Gegner war in den ersten 25 Minuten mehr im Ballbesitz, aber nicht zwingend", sagte der Sirnitzer Trainer nach dem Spiel. Seine Mannschaft setzte dann den ersten echten Wirkungstreffer. In der 23. Minute brachte Florian Pechmann die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Rekelj sprach von einer "wunderschönen Aktion über die Seite" und beschrieb eine Hereingabe, die mit dem ersten Kontakt direkt verwertet wurde. Für Sirnitz war diese Führung die passende Antwort auf eine Phase, in der der SAK zwar mehr vom Ball hatte, daraus aber zu wenig machte.

Der SAK dreht das Spiel, Sirnitz kommt ganz spät zurück

Bis kurz vor der Pause sah vieles danach aus, dass Sirnitz diesen Vorsprung mit in die Kabine nehmen würde. Dann fiel aber doch noch das 1:1. Mark Serbec traf in der Nachspielzeit der ersten Hälfte für die Gäste, was Rekelj als unglücklich beschrieb. Nach dem Seitenwechsel blieb der Druck auf Seiten des SAK hoch. Rekelj sagte, der Gegner sei "besser aus der Kabine gekommen" und habe in dieser Phase auch verdient geführt. In der 62. Minute machte Sinan Samardzic das 2:1 für die Klagenfurter. Auch dieses Tor ordnete der Sirnitzer Trainer nicht kleinlaut, sondern anerkennend ein. Er sprach von einer "sehr schönen Aktion über die Seite" und einem sehenswerten Abschluss. Sirnitz lag damit hinten, hatte das Spiel aber noch nicht verloren.

Alles nach vorne geworfen und noch belohnt

Gerade die Schlussphase war es, die Rekelj nach dem Abpfiff besonders hervorhob. Sirnitz zog sich nicht zurück, sondern versuchte mit aller Kraft, noch einmal zurückzukommen. "Wir haben nicht aufgegeben. Wir haben alles nach vorne geworfen", sagte der Trainer. In der Nachspielzeit wurde dieser Aufwand doch noch belohnt. Nach einem Standard landete der Ball bei Andreas Pechmann, der zum 2:2 einschob und in Minute 90+2 für den späten Ausgleich sorgte. Rekelj nannte den Zeitpunkt des Treffers zwar "in der letzten Minute etwas glücklich", blieb in seiner Einordnung aber klar. "Im Großen und Ganzen geht das Unentschieden in Ordnung", meinte er. Weil Sirnitz nach dem 1:2 weiter dranblieb, fühlte sich dieser Punkt am Ende nicht nur spät, sondern aus seiner Sicht auch verdient an.

Rekelj hebt die Mannschaft und die Innenverteidigung hervor

Dass Sirnitz gegen einen Gegner aus der Spitzengruppe bestehen konnte, war für Rekelj nicht nur eine Frage des Ergebnisses. Er zeigte sich mit der Leistung seiner Mannschaft insgesamt zufrieden und wollte den Abend nicht allein auf den Last-Minute-Ausgleich reduzieren. "Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft", sagte der Trainer. Über den SAK verlor er ebenfalls klare Worte: "Das ist eine sehr gute Mannschaft. Sie ist spielstark, schnell, arbeitet im Kollektiv und hat eine klare Spielidee." Umso wichtiger war für ihn, dass seine Mannschaft über weite Strecken dagegenhielt. Neben einem Pauschallob für die gesamte Mannschaft nannte er dabei Gwenger und Bilanzija ausdrücklich als Spieler, die in der Innenverteidigung eine sehr ordentliche Leistung geboten haben. So bleibt für Sirnitz unter dem Strich ein Abend, an dem nach eigener Führung, dem Ausgleich kurz vor der Pause und dem Rückstand nach dem Seitenwechsel doch noch etwas Zählbares herausschaute.

Kärntner Liga: Sirnitz : SAK - 2:2 (1:1)

  • 92
    Andreas Pechmann 2:2
  • 62
    Sinan Samardzic 1:2
  • 46
    Mark Serbec 1:1
  • 23
    Florian Pechmann 1:0