Es hatte für den SC Landskron gegen den SC St. Veit zur Pause noch wie der sichere Sieger ausgesehen, am Ende aber mit 2:4 verloren. St. Veit lag nach einer schwachen ersten Hälfte bereits 0:2 zurück, fand nach dem Seitenwechsel aber komplett in die Partie. Trainer Arno Paul Kozelsky brachte es nach dem Schlusspfiff auf den Punkt: „Von der 46. Minute an haben wir das gespielt, was wir können.“

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Aus Sicht der Gäste begann die Partie alles andere als gut. Schon in der 4. Minute brachte David Gräfischer Landskron mit 1:0 in Führung, und genau dieser frühe Rückstand setzte St. Veit laut Kozelsky sofort zu. „Wir haben in der ersten Halbzeit nicht gut in die Partie gefunden, viele Eigenfehler gemacht, waren wenig geduldig und haben nach vorne unsere Qualität nicht ausspielen können“, sagte der Trainer. Damit beschrieb er eine erste Hälfte, in der sein Team kaum zu seinem Spiel fand und immer wieder den Rhythmus verlor. Landskron war in dieser Phase das bessere Team, hatte laut Kozelsky sehr gute Einzelspieler in seinen Reihen und machte die Sache richtig gut. Kurz vor der Pause erhöhte Gräfischer dann auch noch auf 2:0. Kozelsky sprach von zwei stark herausgespielten Treffern und meinte vor allem zum zweiten Tor: „Das war ein super Tor, muss ich wirklich sagen.“ Für St. Veit war der Rückstand deshalb auch verdient.
Was in der Kabine besprochen wurde, war nach dem Wiederbeginn sehr schnell zu sehen. St. Veit kam völlig verändert aus der Pause, und schon in der 49. Minute gelang Moritz Leitner der Anschlusstreffer zum 2:1. Genau dieser Moment war für Kozelsky der Punkt, an dem er an die Wende glaubte. „Gleich nach der Pause, als wir den Anschlusstreffer erzielt haben und ich die Energie unserer Mannschaft gespürt habe, war für mich klar, dass wir das Spiel noch drehen können.“ In der Folge wurde St. Veit immer druckvoller und belohnte sich in der Schlussphase. Erst traf David Armin Hude in der 77. Minute zum 2:2, dann schnürte Leitner mit seinen Treffern in der 79. und 86. Minute noch den Dreierpack und setzte auch den Schlusspunkt. Aus einem 0:2 machte St. Veit so binnen einer starken zweiten Hälfte ein 4:2.
Der große Pluspunkt seiner Mannschaft lag für Kozelsky diesmal ganz klar im Kopf. „Unsere größte Stärke ist, dass wir nach einem 0:2 wieder zurückkommen, wieder an uns glauben und am Ende auch wieder belohnt werden“, sagte der St. Veit-Trainer. Genau das erklärt auch, warum die Gäste dieses Auswärtsspiel noch drehen konnten. Gleichzeitig wollte Kozelsky den Sieg aber nicht einfach nur genießen, sondern sprach sehr offen über die Dinge, die ihm nicht gefallen haben. „Wir sind jetzt schon zum zweiten Mal in der ersten Hälfte 0:2 in Rückstand geraten, und das wird nicht immer funktionieren, dass wir dann so eine zweite Halbzeit spielen“, stellte er klar. Für ihn ist deshalb trotz der vier Tore nach vorne noch genug Arbeit da. St. Veit müsse konsequenter werden und es dem Gegner deutlich schwerer machen, zu Treffern zu kommen. Dass Landskron über weite Strecken der ersten Halbzeit überlegen war, sprach der Trainer ebenfalls klar an. Umso höher war für ihn der Wert dieser Wende. Strittige Szenen gab es aus seiner Sicht keine, auch das Schiedsrichterteam bewertete er als „sehr, sehr gut“. Unterm Strich nimmt St. Veit damit nicht nur drei Punkte aus Landskron mit, sondern bleibt auch an der Spitze – verbunden mit der Erkenntnis, dass diese Moral ein großes Pfund ist, eine bessere erste Hälfte aber trotzdem Pflicht wird.