Spielberichte

„Wir waren nicht konsequent genug“: Grafenstein rettet nach 0:2 gegen Dellach noch einen Punkt

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TSV Grafenstein
SV Dellach/Gail

In der Kärntner Liga hat der TSV Grafenstein gegen den SV Dellach/Gail nach einem 0:2 noch ein 2:2 geholt. Das Ergebnis erzählt aber nur einen Teil dieses Nachmittags. Trainer Alexander Stroj blieb nach dem Schlusspfiff bei einer nüchternen Einordnung: Seine Mannschaft fand zwar Räume vor, spielte viele Situationen aber nicht sauber fertig und ließ damit genau jene Konsequenz vermissen, die aus solchen Spielen mehr machen kann.

Zwei Fußballspieler im Zweikampf

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Vor der Pause fehlte die letzte Konsequenz

Dass Grafenstein zur Pause 0:1 hinten lag, passte aus Sicht des Trainers genau in dieses Bild. Stroj schilderte, dass Dellach „sehr effizient“ auftrat, über weite Strecken tief stand und nur phasenweise höher attackierte. Gerade darin sah er für seine Mannschaft eigentlich eine brauchbare Ausgangslage. „Wir hatten genug Räume, um das gut zu bespielen, waren aber über die meiste Zeit nicht konsequent genug beim Fertigspielen unserer Situationen“, sagte er. Kurz vor dem Seitenwechsel folgte dann die Strafe: Martin Jantschgi brachte die Gäste in der 43. Minute mit 1:0 in Führung. Für Grafenstein war das ein Rückschlag, weil der Gastgeber nach dem Chancenverhältnis davor selbst eher eine Führung erwartet hatte.

Der Stangenschuss und das 0:2

Auch nach dem Wechsel blieb der Eindruck bestehen, dass in dieser Partie mehr für die Hausherren möglich gewesen wäre. Stroj verwies dabei auf den frühen Moment nach Wiederbeginn: Als Grafenstein nach einem Stangenschuss dem Ausgleich nahe war, fiel im Gegenzug das 0:2. Das erzielte Maximilian Wastian in der 62. Minute. Für den Trainer war das eine dieser Szenen, in denen ein Spiel in beide Richtungen kippen kann.

Grafenstein kommt zurück und bleibt doch unzufrieden

Das Spiel kippte aber noch einmal. Nur zwei Minuten nach dem 0:2 brachte Lukas Rabitsch den TSV mit dem 1:2 sofort zurück, und in der 75. Minute glich Nico Sorger zum 2:2 aus. Damit war die Partie wieder offen, und Stroj hatte in der Schlussphase sogar das Gefühl, dass noch mehr drin gewesen wäre. „Nach dem 2:2 und einer Viertelstunde zum Spielen war es wieder eher auf unserer Seite“, sagte er. Genau deshalb blieb bei ihm trotz der Aufholjagd ein gemischter Eindruck zurück. „Unterm Strich sind die 90 Minuten ein gerechtes Ergebnis, trotzdem sind Leistung und Resultat für unsere Ansprüche zu wenig.“

Ein Punkt, der die größeren Probleme nicht verdeckt

Stroj beließ es nicht bei der reinen Analyse dieses Nachmittags, sondern spannte den Bogen auch über die bisherige Saison. Er sprach von einem „roten Faden“, weil seine Mannschaft immer wieder mit Ausfällen der Schlüsselspieler zu kämpfen hat und wir es aktuell nicht schaffen diese Ausfälle konstant zu kompensieren. „Wir schaffen es nicht, auf unsere 100 Prozent zu kommen“, sagte der Grafensteiner Trainer. Ganz abgeschrieben sehen will er sein Team dennoch nicht: „Es ist nichts verloren, wir haben 4 Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze.“ Gleichzeitig wollte er den Gegner ausdrücklich nicht kleinreden. Dellach sei ein „guter, unangenehmer Gegner“ mit sehr hoher individueller Qualität. Für Grafenstein bleibt damit ein Punkt, der nach dem 0:2 zwar noch erarbeitet wurde, die eigenen Probleme aber nicht verdeckt.

Kärntner Liga: Grafenstein : Dellach/G - 2:2 (0:1)

  • 75
    Nico Sorger 2:2
  • 64
    Lukas Rabitsch 1:2
  • 62
    Maximilian Wastian 0:2
  • 43
    Martin Jantschgi 0:1