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„Die rote Karte war heute entscheidend“: Köttmannsdorf gibt 1:0-Führung in Unterzahl noch aus der Hand

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Köttmannsdorf
St. Michael/Lav.

In der Kärntner Liga hat ASKÖ Köttmannsdorf gegen FC St. Michael/Lav. trotz einer 1:0-Führung noch 1:2 verloren. Trainer Patrick Rene Striednig sah den Knackpunkt in der 52. Minute, als Jonas Lehmann Rot sah. Bis dahin habe seine Elf ein taktisch kluges Spiel gezeigt, danach sei es in Unterzahl extrem schwer geworden, den Vorsprung gegen einen Gegner mit mehr Ballbesitz zu halten.

Fünf Bälle in Gelb/Violett auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Offene erste Halbzeit, dann der Bruch nach der Pause

Die Partie entwickelte sich aus Sicht von Striednig zunächst genau so, wie es Köttmannsdorf geplant hatte. St. Michael hatte zwar mehr vom Ball, doch die Gastgeber wollten den Gegner bewusst kommen lassen und dann mit schnellem Umschaltspiel gefährlich werden. „Es war in der ersten Halbzeit ein sehr offenes Spiel mit mehr Ballbesitz für St. Michael, aber das haben wir taktisch so angelegt“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Deshalb sprach er zur Pause beim Stand von 0:0 auch von einem „genau ausgeglichenen“ Spiel. Das Bild änderte sich allerdings kurz nach Wiederbeginn deutlich. In der 52. Minute musste Jonas Lehmann mit Rot vom Feld, und damit stand Köttmannsdorf plötzlich vor einer ganz anderen Aufgabe als noch in den ersten 45 Minuten.

Mischkounig bringt Köttmannsdorf nach vorne, St. Michael dreht es spät

Trotz Unterzahl gelang den Gastgebern in dieser schwierigen Phase sogar die Führung. In der 61. Minute traf Marco Mischkounig zum 1:0, und Striednig hob die Entstehung des Tores besonders hervor. „Das war eine wunderschöne Kombination zwischen Modritsch und Mischkounig, die Mischkounig souverän abgeschlossen hat. Wirklich ein sehenswertes, herausgespieltes Tor“, sagte er. Umso bitterer war für Köttmannsdorf, dass dieser Treffer am Ende nicht reichte. In der 78. Minute kam St. Michael durch Adnan Shabani zum Ausgleich. Der Trainer beschrieb die Szene als Angriff über die linke Seite mit anschließender Flanke. Nur vier Minuten später folgte der nächste Rückschlag: Luca Schüssler traf zum 2:1 für die Gäste. Nach Sicht des Köttmannsdorfer Trainers ging diesem Treffer ein Defensivfehler voraus, der in Unterzahl besonders schwer wog.

„Ich muss meine Mannschaft in Schutz nehmen“

In seiner Analyse stellte sich Striednig klar vor seine Mannschaft. „Ich muss meine Mannschaft heute wirklich in Schutz nehmen. Bis zur Roten Karte war es ein taktisch sehr kluges und intelligentes Spiel“, betonte er. Für ihn war der Unterschied zwischen beiden Teams insgesamt „sehr, sehr gering“. Den Ausschlag habe am Ende die Szene in der 52. Minute gegeben. „Mit einem Mann weniger war es extrem schwer, extrem kraftaufwendig, gegen elf Spieler zu bestehen“, sagte der Trainer. Dazu seien aus seiner Sicht „zwei unnötige Defensivfehler“ gekommen, die die Niederlage ermöglicht hätten. Den Gästen sprach er vor allem im Abschluss die größere Konsequenz zu: „Sie waren im Abschluss einfach konsequenter als wir.“ Zur Leistung des Schiedsrichters wollte Striednig keinen Kommentar abgeben, hielt aber gleichzeitig fest, dass für ihn die Rote Karte der entscheidende Punkt dieser Partie war. Für Köttmannsdorf bleibt damit nach zehn Runden der Kärntner Liga ein weiteres Spiel, in dem nach ordentlicher Leistung keine Punkte angeschrieben wurden.

Kärntner Liga: Köttmanns. : St. Michael/L. - 1:2 (0:0)

  • 82
    Luca Martin Schüssler 1:2
  • 78
    Adnan Shabani 1:1
  • 61
    Marco Mischkounig 1:0