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„Wir haben gewusst, dass wir unsere Chancen kriegen werden“ – St. Veit holt gegen Grafenstein ein 1:1

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SC St. Veit
TSV Grafenstein

Im Spitzenspiel der Kärntner Liga hat SC St. Veit gegen den TSV Grafenstein nach 0:1-Pausenrückstand noch ein 1:1 geholt. Trainer Arno Paul Kozelsky sprach danach von einem gerechten Unentschieden, weil beide Mannschaften ihre Phasen und ihre Chancen hatten. Vor allem nach der Pause kam St. Veit besser zur Geltung und belohnte sich durch den Ausgleich von Alexander Hofer.

Torwart in Blau und Schwarz stützt sich auf die Knie

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Grafenstein startet besser, St. Veit fängt sich erst nach dem Rückstand

Es war von Beginn an die Partie, die man von zwei Mannschaften aus der Spitzengruppe erwarten durfte. Kozelsky beschrieb den Einstieg der Gäste als sehr unangenehm, weil Grafenstein früh Druck machte und St. Veit mit hohem Pressing kaum Ruhe gab. „Es war ein Spiel zweier sehr guter Mannschaften. Grafenstein ist sehr aggressiv mit hohem Pressing ins Spiel gestartet und hat uns das Leben sehr schwer gemacht“, sagte der Trainer. Dazu passte auch die frühe Führung: In der 13. Minute brachte Florian Rappitsch die Gäste mit 1:0 in Front. Der Rückstand kam für die Hausherren laut Kozelsky nach einer kleinen Unachtsamkeit zustande, und er ordnete offen ein, dass die Führung für Grafenstein zu diesem Zeitpunkt verdient war. Danach fand St. Veit aber besser hinein, auch wenn die erste Halbzeit aus Sicht des Trainers noch zu kompliziert war. Mit Ball habe seine Mannschaft zwar wieder gute Ansätze gezeigt, insgesamt aber noch zu viele Fehler im Abschluss und nach dem 0:1 auch eine gewisse Verunsicherung gehabt.

Vor der Pause noch ohne Belohnung, nach dem Wechsel mit mehr Kontrolle

Ganz weg war St. Veit schon vor der Pause nicht, im Gegenteil. Kozelsky schilderte eine ausgeglichene Phase, in der Grafenstein zwar die Chance auf das 2:0 hatte, seine Mannschaft aber ebenfalls zu einer großen Möglichkeit kam. „Wir hätten ganz knapp vor der Pause den Ausgleich machen müssen. Ist nicht passiert“, sagte er. So blieb es beim 0:1 zur Halbzeit, obwohl die Partie laut dem St. Veiter Coach längst offen war. In der Kabine stellte der Tabellenführer dann etwas um, ohne den eigenen Zugang grundsätzlich zu verändern. Genau das hob Kozelsky nach dem Schlusspfiff hervor. „Wir haben gewusst, dass wir, wenn wir das neunzig Minuten so spielen, unsere Chancen kriegen werden“, erklärte er. Dieser Glaube an den eigenen Stil sei wichtig gewesen, zumal St. Veit erst eine Runde davor die erste Niederlage einstecken musste. Gerade deshalb sei es für ihn ein gutes Zeichen gewesen, dass seine Mannschaft gegen einen starken Gegner nicht von ihrer Linie abgegangen sei. „Wir haben an unserem Spielstil festgehalten. Wir haben nichts geändert, weil wir gewusst haben, dass dieser Stil zu uns passt“, sagte Kozelsky.

Hofer gleicht aus, danach bleibt das Spiel auf beide Seiten offen

Die zweite Halbzeit entwickelte sich dann genauso offen, wie es der Trainer beschrieben hatte. In den ersten Minuten nach Wiederbeginn blieb es ein Spiel mit Möglichkeiten auf beiden Seiten, in dem laut Kozelsky auch Grafenstein wieder zu einem weiteren Treffer hätte kommen können. St. Veit bekam die Partie mit zunehmender Dauer aber besser in den Griff und wurde im eigenen Ballbesitz klarer. „Zweite Halbzeit haben wir es dann wieder sehr, sehr gut gespielt, mit hoher Kontrolle im Spiel, mit viel Passqualität, mit vielen Chancen über die Seiten und mit Überzahlsituationen“, sagte der Coach. In der 63. Minute fiel dann der verdiente Lohn: Alexander Hofer traf zum 1:1 und brachte die Gastgeber zurück. Damit kippte das Spiel nicht völlig auf eine Seite, aber St. Veit blieb am Drücker. Kozelsky sprach sogar davon, dass seine Mannschaft am Ende noch „zwei, drei hundertprozentige Chancen“ gehabt habe, um die Partie ganz zu drehen. Weil aber auch Grafenstein immer wieder gefährliche Umschaltmomente fand, passte für ihn am Ende das Remis. „Beide Mannschaften haben die Chance gehabt, das Spiel aus ihrer Richtung zu entscheiden. Das ist beiden nicht geglückt, daher ist das X gerecht“, fasste er zusammen.

Respekt vor dem Gegner und ein Punkt, der für St. Veit etwas wert ist

Dass Kozelsky mit dem Ergebnis leben konnte, lag auch an der Qualität des Gegners. Er machte nach dem Spiel kein Geheimnis daraus, wie hoch er Grafenstein einschätzt. „Der Gegner ist natürlich ein sehr guter Gegner und nicht umsonst der Aufstiegsfavorit Nummer eins“, sagte er. Besonders das aggressive Anlaufen, das spätere tiefere Verteidigen nach der Führung und die immer wieder gefährlichen Umschaltsituationen hob er hervor. Umso mehr wertete er es positiv, dass seine Mannschaft gegen genau diesen Gegner nach dem Rückstand im Spiel blieb und nach der Pause wieder Kontrolle fand. Auch den Rahmen der Partie ordnete er sachlich ein. Das Spiel sei zwar etwas härter geführt worden, der Schiedsrichter habe die Linie aber auf beiden Seiten gleich ausgelegt, „und daher war das ganz okay“. Für St. Veit bleibt damit ein Punkt, der im Spitzenspiel nicht spektakulär wirkt, aber gut zum Verlauf passt: früher Rückstand, geduldige Reaktion, Ausgleich durch Hofer und am Ende ein Remis, mit dem beide Teams leben können.

Kärntner Liga: SC St. Veit : Grafenstein - 1:1 (0:1)

  • 63
    Alexander Hofer 1:1
  • 13
    Florian Rappitsch 0:1