In der Kärntner Liga hat FC Moden Illiasch Lendorf gegen SC Launsdorf ein wildes 4:3 über die Zeit gebracht. Nach einer klaren ersten Hälfte und einem 3:0 zur Pause schien die Partie früh entschieden, doch nach dem Seitenwechsel wurde es noch einmal eng. Co-Trainer Udo Gasser sagte hinterher: „Wir waren von Anfang an aggressiv, nach der Pause haben wir den Faden verloren.“

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Dass die Gastgeber am Ende noch zittern mussten, war nach der Anfangsphase kaum vorstellbar. Lendorf war sofort im Spiel und brachte genau das auf den Platz, was laut Gasser in den vergangenen Wochen zu oft gefehlt hatte. „Der wichtigste Moment war sicher gleich von Anfang an. Wir waren aggressiv und sind mit voller Sicherheit in die Zweikämpfe gegangen“, sagte der Co-Trainer. Diese Haltung schlug sich auch schnell auf der Anzeigetafel nieder. Florian Alfred Hackl traf in der 9. Minute zum 1:0, Christian Wernisch erhöhte in der 18. Minute auf 2:0 und nur zwei Minuten später stellte erneut Hackl auf 3:0. Gasser sah darin keine zufällige Phase, sondern die Folge eines klaren Auftritts: „Wir waren kompakt, wir waren aggressiv und wir wollten einfach viel mehr.“ Auch spielerisch gefiel ihm die erste Halbzeit. „Die ersten drei Tore haben wir super herausgespielt“, sagte er.
Zur Pause hatte Lendorf das Spiel scheinbar voll unter Kontrolle, doch direkt nach Wiederbeginn änderte sich das Bild. Manuel Leitgeb verkürzte in der 50. Minute auf 3:1, und genau dieser frühe Treffer setzte bei den Hausherren etwas in Bewegung, das Gasser klar benannte. „Nach der Pause haben wir einfach den Faden verloren. Der Anschlusstreffer ist gleich gekommen, dann waren wir wieder verunsichert“, erklärte er. Zwar schien die Partie nach dem 4:1 durch Florian Alfred Hackl in der 62. Minute wieder in die richtige Richtung zu laufen, doch entschieden war damit nichts. Launsdorf blieb dran, Samuel Tamegger machte in der 73. Minute das 4:2 und Fabian Christian Gangl brachte die Gäste in der 81. Minute mit dem 4:3 endgültig zurück. Aus einer klaren Führung wurde damit eine zähe Schlussphase. „Dann war einfach noch zu kämpfen, dass wir das 4:3 über die Zeit bringen“, sagte Gasser.
Gerade diese Gegensätze machten die Partie für den Lendorfer Co-Trainer so deutlich. Vor der Pause sah er vieles von dem, was seine Mannschaft auszeichnen soll. „In der ersten Halbzeit war einfach das da, was wir in den letzten Wochen vermisst haben: die Aggressivität, das Spiel unter Kontrolle zu haben, die Präsenz auf dem Platz“, sagte Gasser. Nach dem Seitenwechsel sei dann aber auch jene Unsicherheit wieder spürbar geworden, die das Team zuletzt begleitet habe. Gleichzeitig verlor er bei aller Kritik an der eigenen zweiten Hälfte den Gegner nicht aus dem Blick. „Man muss Launsdorf ein großes Lob aussprechen. Sie haben nie aufgegeben“, sagte er. Für Gasser passte deshalb auch die Einordnung des gesamten Abends. „Das waren einfach zwei verschiedene Hälften. Die erste Halbzeit waren wir besser und die zweite Halbzeit waren sie besser.“ Genau deshalb, so sein Fazit, sei dieses 4:3 auch „genau das Ergebnis, das der Spielverlauf hergegeben hat“.
Unter dem Strich stand für Lendorf trotzdem das, was an diesem Abend in erster Linie zählte: drei Punkte und ein Heimsieg gegen einen direkten Konkurrenten aus der oberen Tabellenhälfte. Mit dem Erfolg hält Lendorf nach 13 Runden bei 19 Punkten und liegt damit auf Rang acht, Launsdorf bleibt mit 22 Zählern Sechster. Gasser sprach deshalb auch von einem verdienten Erfolg, ohne dabei die wackelige zweite Halbzeit zu überdecken. „Im Großen und Ganzen war es vom Charakter her und von der Mannschaftsleistung her ein verdienter Sieg“, sagte er. Über kleinere Diskussionen während der Partie wollte er bewusst nicht urteilen. „Die Entscheidungen vom Schiedsrichter möchte ich nicht kommentieren“, stellte er klar. So blieb als Hauptbotschaft dieses Abends vor allem eines stehen: Lendorf zeigte lange die richtige Richtung, machte es sich dann aber selbst noch einmal schwer.