Spielberichte

„Der Wille zum Sieg“: Ferlach dreht die Partie in Grafenstein nach der Pause

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TSV Grafenstein
ATUS Ferlach

In der Kärntner Liga hat TSV Grafenstein gegen ATUS Ferlach nach 1:0-Führung noch 2:3 verloren. Die Gäste glichen in einem intensiven Auswärtsspiel noch vor der Pause aus, drehten die Partie nach dem Seitenwechsel und brachten den Vorsprung trotz des schnellen Anschlusstreffers ins Ziel. Für Patrik Ciglar lag der Unterschied vor allem in einem Punkt: „Der Wille zum Sieg.“

Rote Tribünensitze

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Grafenstein legt vor, Ferlach bleibt im Spiel

Die Partie begann aus Sicht der Gäste mit einem frühen Rückstand, denn Grafenstein ging bereits in der 10. Minute durch Kyrylo Romaniuk mit 1:0 in Führung. Patrik Ciglar beschrieb die Begegnung danach als „von Beginn an ein kampfbetontes Spiel mit viel Körpereinsatz“, und genau so zog sich das Match auch weiter durch den Nachmittag. Ferlach musste sich nach dem frühen Gegentor erst wieder sammeln, blieb aber in der Partie und arbeitete sich zurück. Besonders wichtig wurde dann die Nachspielzeit der ersten Hälfte, als Maks Pori das 1:1 erzielte. Ciglar sprach beim ersten Ferlacher Treffer von einem „gut herausgespielten Tor“, und dieser Ausgleich kurz vor der Pause war für die Gäste natürlich Gold wert, weil damit vor dem Seitenwechsel wieder alles offen war.

Die zweite Halbzeit bringt die Wende

Dass Ferlach nach dem Seitenwechsel zulegen konnte, war für Ciglar kein Zufall. Der Sportliche Leiter sah in dieser Phase den entscheidenden Hebel des Spiels und sagte: „Die taktischen Anweisungen vom Trainer in der zweiten Halbzeit und die Energieleistung der ganzen Mannschaft waren entscheidend.“ Genau das zeigte sich dann auch am Ergebnis. In der 53. Minute brachte Hannes Marcel Schwarz die Gäste mit 2:1 in Führung, laut Ciglar fiel dieser Treffer per Elfmeter. Damit war die Partie endgültig gedreht, und Ferlach hatte nun das Spiel auf seiner Seite. Ciglar hob dabei keinen Einzelaspekt hervor, sondern vor allem die gemeinsame Leistung der Mannschaft: „Sehr gut funktioniert hat der Zusammenhalt, unser Energielevel war sehr hoch.“ Diese Aussage passt zu einer zweiten Hälfte, in der die Gäste den Umschwung schafften und sich für ihren Aufwand belohnten.

Schwarz legt nach, dann bleibt es noch einmal eng

Beim dritten Treffer kam noch einmal jener Charakterzug zur Geltung, den Ciglar über das ganze Spiel hinweg betonte. „Das dritte Tor ist nach einem hohen, erkämpften Ball gefallen“, sagte er über das 3:1 in der 69. Minute, für das erneut Hannes Marcel Schwarz verantwortlich war. Ferlach hatte sich damit einen kleinen Polster erarbeitet, durfte sich aber nicht lange sicher fühlen. Nur zwei Minuten später verkürzte Simon Zwittnigg für Grafenstein auf 2:3 und machte die Schlussphase damit wieder offen. Gerade diese schnelle Antwort der Gastgeber zeigte, wie umkämpft das Spiel bis zum Ende blieb. Trotzdem brachte Ferlach den knappen Vorsprung über die Zeit und nahm einen Auswärtssieg mit, der nach frühem Rückstand erst einmal erarbeitet werden musste.

Respekt für den Gegner, klare Erklärung für den Sieg

Ciglar hatte nach dem Schlusspfiff auch deutliche Worte für den Gegner übrig. Grafenstein sei „spielerisch eine sehr gute Mannschaft“ gewesen, dazu „sehr körperlich“ und mit „guten Einzelspielern“ ausgestattet. Umso mehr Gewicht bekommt aus Ferlacher Sicht dieser Erfolg, weil die Gäste in einer intensiven Partie nicht nur spielerisch, sondern auch in den Duellen bestehen mussten. Auf die Frage nach dem Unterschied zwischen beiden Teams lieferte Ciglar dann die kürzeste und zugleich prägnanteste Antwort: „Der Wille zum Sieg.“ Viel klarer lässt sich die Sicht der Gäste auf diesen Nachmittag kaum zusammenfassen. Der Schiedsrichter spielte in seiner Bewertung keine große Rolle, seine Einschätzung dazu fiel knapp aus: „Die Schiedsrichterleistung war okay.“ Für Ferlach ist dieser Sieg damit vor allem ein Hinweis darauf, dass Zusammenhalt und hohes Energielevel auch in engen Spielen den Ausschlag geben können.

Kärntner Liga: Grafenstein : Ferlach - 2:3 (1:1)

  • 71
    Simon Zwittnigg 2:3
  • 69
    Hannes Marcel Schwarz 1:3
  • 53
    Hannes Marcel Schwarz 1:2
  • 48
    Maks Pori 1:1
  • 10
    Kyrylo Romaniuk 1:0