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Annabichler SV: Neue Saison, neue Spieler, gleiche Erwartung - „Gemeinsam stärker als je zuvor!“

Annabichler SV

Beim Unterliga Mitte-Klub Annabichler Sportverein steht vor dem Saisonstart weniger die Vergangenheit als der Umbau des Kaders im Mittelpunkt. „Wichtig ist es, für die neue Saison einen breiten Kader zu haben, um den Konkurrenzkampf hoch zu halten und dadurch alle Spieler weiterzuentwickeln“, sagt Florian Görgei, Trainer des Annabichler Sportvereins, im Gespräch mit Ligaportal. Weil er seit dieser Saison als Cheftrainer arbeitet, wollte Görgei die vergangene Spielzeit nicht im Detail bewerten. Dafür skizziert er umso klarer, worauf es jetzt ankommt: Konkurrenz im Kader, Zusammenhalt und ein sauberer Übergang von der 1b in die Kampfmannschaft.

Abstoß: Nahaufnahme auf Ball und Schuhe

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Viele Wechsel, klare Aufgabe

Der Sommer bringt beim ASV einige Bewegung. Neben einigen Abgängen sind vor allem Arnold Gross und Pascal Hausegger zu erwähnen. Die Annabichler verlieren mit ihnen zwei Stürmer aus der letzten Saison, hinzu kommt mit Sebastian Kraxner ein Mittelfeldspieler, den Görgei ebenfalls als wichtige Stütze nennt. Fabio Primig hat sich zudem für eine neue Herausforderung beim ASK Klagenfurt entschieden. Für das Trainerteam bedeutet das vor allem eines: Die neue Gruppe muss rasch zusammenfinden. „Das Wichtigste ist, aufgrund der vielen Neuzugänge und natürlich auch aufgrund der Abgänge das Team zu formen und den Zusammenhalt zu stärken – nicht nur in der Mannschaft, sondern auch im Verein“, sagt Görgei.

Genau daran arbeitet der ASV in der Vorbereitung. Entscheidend ist für Görgei nicht nur die Qualität der einzelnen Spieler, sondern auch die Konkurrenzsituation im Training. Ein breiter Kader soll helfen, die Intensität hochzuhalten und gleichzeitig jungen Spielern eine echte Perspektive zu geben. Dass derzeit 18 bis 20 Spieler pro Einheit am Platz stehen, sieht er als gutes Zeichen. Längere Verletzungsausfälle gibt es aktuell keine.

Erfahrung für eine junge Mannschaft

Bei den Neuzugängen setzt der Verein auf einen Mix aus Routine, Rückkehrern und Entwicklungspotenzial. Im Tor kommt mit Florian Lampichler ein erfahrener Mann, von dem sich Florian Görgei nicht nur auf dem Feld, sondern auch in der Kabine Führungsqualitäten erwartet. Christof Reichmann bringt ASV-Vergangenheit, überragende Qualität und reichlich Erfahrung mit und stößt aus Wölfnitz dazu. Aus Oberglan kommen mit Sergej Lazic, Nikolaus Ziehaus und Tomas Tatschl gleich drei Neue, die laut Görgei nicht nur hervorragende Fußballer sind, sondern auch menschlich perfekt in die Kabine passen.

Gerade bei Ziehaus und Tatschl hilft die frühere Verbindung zum Verein. Dazu kommt mit Jamie Frank ein 15-jähriges Talent aus der WAC-Akademie, bei dem der ASV bewusst auf Geduld setzt. Und vorne soll Andreas Tatschl von der SV Donau Klagenfurt für Tore sorgen. „Andreas Tatschl soll trotz seines jungen Alters unser Torgarant sein und wir freuen uns sehr, dass wir ihn verpflichten konnten“, sagt Görgei. "Bewusst haben wir in der Offensive mit Andi und Jamie diesen jungen Weg genutzt und gewählt", erklärt der Trainer des Annabichler SV. Kurz vor Schluss kam außerdem noch Timo Sampl dazu, den der Trainer als jungen Spieler mit Regionalliga-Erfahrung beschreibt.

Die Richtung ist damit klar: Der Verein will die Jugend forcieren und Spielern aus der 1b sowie aus der U17 Einsätze geben, wenn Trainingsleistung und Präsenz stimmen. Diese Durchlässigkeit habe sich bereits in den Testspielen gezeigt.

Trainerteam als Schaltzentrale

Neben dem Kader wurde auch im Betreuerstab nachjustiert. Mit Maximilian Pichler als Co-Trainer im Team, den Görgei als wichtige Ergänzung mit großer Expertise beschreibt. Die 1b wird von Dietmar Frank betreut, der als Bindeglied zur Kampfmannschaft fungieren soll und menschlich perfekt in den Annabichler Weg passt. Unterstützt wird der sportliche Bereich um Mario "Chede" Frank außerdem von Dieter Schmied. Görgei betont, dass im Hintergrund viel abgestimmt wird und die tägliche Kommunikation funktioniert. Sehr lobenswert: "Insbesondere Mario Frank hat in den letzten Wochen intensiv am Kader gearbeitet und sogar in seinem Urlaub mit seiner Frau auf Dubai die Fäden gezogen" - erklärt der Trainer des ASV.

Auch abseits der aktuellen Mannschaft sieht er gute Voraussetzungen. Er verweist auf die Arbeit der vergangenen Jahre mit Florian Oberrisser, Johannes Meschnig, Dieter Schmied und Wilhelm Sandner, die junge Spieler forciert hätten. Dass nun mehrere Talente an die Kampfmannschaft herangeführt werden, sei kein Zufall. Mit Martin Janeschitz in der neuen Nachwuchsleitung erwartet man sich zusätzliche Impulse.

Konstanz statt großer Ansagen

Sportlich formuliert Görgei kein Tabellenziel, wohl aber einen klaren Anspruch. Zuerst soll aus der neu zusammengestellten Gruppe eine Einheit werden, daraus soll Konstanz entstehen. „Unterm Strich zählt die Gemeinschaft“, sagt er. Gerade mit einer jungen Mannschaft werde Beständigkeit nicht automatisch kommen, für unmöglich hält er sie aber keineswegs.

Der Trainer will seine Spielidee verankern, junge Spieler entwickeln und in jedem Spiel konkurrenzfähig sein. „Ich bin der Meinung, dass wir die Qualität haben, um bei jedem Gegner mitzuspielen und jeden Gegner schlagen zu können“, sagt Görgei. Genau dort liegt die Frage für die neue Saison: Wie schnell wird aus vielen neuen Gesichtern eine belastbare Mannschaft? In Annabichl hofft man, dass aus Breite, Jugend und Zusammenhalt rasch eine funktionierende Mannschaft wird.