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SC Globasnitz, Trainer Karl Micheu: „Diese Niederlage bleibt in Erinnerung“

SC Globasnitz

In der Unterliga Ost steht Karl Micheu mit seinem SC Globasnitz nach 15 Spieltagen auf Rang sechs. Mit 22 Punkten und einer positiven Tendenz zieht der Trainer ein sachliches, aber optimistisches Zwischenfazit. Die Mannschaft überzeugt vor allem durch den Einsatz vieler junger Spieler aus der Region, die mutig auftreten und schnell lernen. Während die Hinrunde mit Siegen gegen mehrere starke Ligakonkurrenten erfolgreich verlief, gab es auch Partien, die Spuren hinterließen – etwa das spektakuläre 5:7, das Micheu bis heute deutlich im Gedächtnis hat.

Nahaufnahme Fußballschuhe und blaue Stutzen

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Entwicklung der jungen Spieler und mannschaftlicher Zusammenhalt

Micheu betont, wie stolz er auf die Entwicklung seiner jungen Akteure ist. Sie stammen überwiegend aus der unmittelbaren Umgebung von Globasnitz und bilden das Herzstück des Teams. „Wir haben sehr viele junge Spieler und sind mit deren Entwicklung sehr zufrieden. Das honorieren auch die Zuschauer“, sagt er. Die lokale Verwurzelung bringt spürbare Energie ins Umfeld – die Fans stehen hinter der Mannschaft, auch wenn die Ergebnisse mal schwanken. Im Winter bleibt der Kader unverändert, Transfers sind laut Micheu nicht geplant: Man wolle den eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen. Sorgfältig arbeitet das Team auch mit Langzeitverletzten, etwa mit Manuel Enze, der sich nach einem Kreuzbandriss zurückkämpft. „Er ist schon wieder im Lauftraining, aber wir gehen vorsichtig mit ihm um“, betont der Trainer. Durchdachte Belastungssteuerung und Eigenverantwortung sollen das junge Team Schritt für Schritt stabilisieren.

Disziplin, Trainingseifer und Eigenverantwortung

Während andere Mannschaften in der Winterpause Abstand vom Fußball nehmen, zeigt sich Globasnitz’ Kader laut Micheu hoch motiviert. „Unsere Spieler haben auch in der freien Zeit weiter an der Kondition gearbeitet. Da muss man der gesamten Mannschaft ein großes Lob aussprechen“, erklärt er. Besonders hebt er das Verantwortungsbewusstsein der Spieler hervor, die selbst bei Abwesenheit durch Studium oder Bundesheer individuell trainieren. Auch strukturell habe sich im Verein nichts verändert: „Alles ist beim Alten geblieben“, so Micheu. Kontinuität, Zusammenhalt und Eigeninitiative prägen das Umfeld – auf und neben dem Platz.

Erfolge und prägende Spiele

Zu den positiven Momenten zählt Micheu insbesondere zwei Siege gegen einen Ligakonkurrenten, die ihm sportlich wie emotional in Erinnerung geblieben sind. Solche Auftritte seien das Ergebnis kontinuierlicher Arbeit über die gesamte Saison. Prägend war jedoch vor allem ein Rückschlag: „Wir waren 5:2 vorne und haben in 20 Minuten noch 5:7 verloren – das vergisst man so schnell nicht als Trainer.“ Diese Partie steht sinnbildlich für die Lernkurve einer jungen Mannschaft, die trotz Führungen noch an Stabilität zulegen will.

Dennoch überwiegen Stolz und Optimismus. In der Rückrunde hofft Micheu, die gewonnenen Erkenntnisse in Konstanz umzuwandeln und Erfolge zu wiederholen. Mit einem stabilen Tabellenplatz im oberen Mittelfeld und einer klaren Linie blickt der Trainer zuversichtlich auf das Frühjahr – getragen von der Dynamik vieler junger Spieler und dem starken Rückhalt aus der Region.