Neuer Drive bei der Unterliga Ost-Truppe des ASKÖ Bauunternehmung Granit St. Michael ob Bleiburg: Seit rund eineinhalb Monaten steht Michael Hubert Zidej an der Seitenlinie, die Stimmung ist gut, Verletzte gibt es keine. Nach Platz 11 zum Abschluss blickt der Coach dennoch klar nach vorne. Sein Hauptthema ist die körperliche Basis: mehr Intensität, mehr Kompaktheit, konsequente Teamarbeit. Zudem sollen junge Spieler eingebunden werden.

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In St. Michael/Bl. hat sich die Tonlage spürbar verändert. Michael Hubert Zidej ist seit rund eineinhalb Monaten im Amt und hat bei Amtsantritt gleich den Ton gesetzt. „Die Stimmung ist sehr gut“, hält der Trainer fest und schiebt eine für jeden Trainingsplan wichtige Zusatzinfo hinterher: „Aktuell gibt es keine verletzten Spieler.“ Das verschafft dem neuen Coach Handlungsspielraum, denn er will nicht viel reden, sondern arbeiten. „Ich bin als Trainer neu dazugekommen vor circa eineinhalb Monaten und deshalb wird sich auch etwas ändern in Zukunft“, sagt Zidej. Der Blick zurück fällt nüchtern aus: In einer Saison, die von Schwankungen geprägt war und letztlich auf Rang 11 endete, geht es dem Coach weniger um die Tabelle als um belastbare Grundlagen. Genau dort nimmt er seine Mannschaft mit: Schritt für Schritt, Trainingseinheit für Trainingseinheit.
Woran Zidej als Erstes dreht, macht er unmissverständlich klar. „In der Physis haben wir den größten Hebel, denn wir waren körperlich nicht bereit“, sagt der Trainer. Das ist kein Vorwurf, sondern eine Arbeitsanweisung. Der Coach hat die Schraube am Trainingsniveau bereits angezogen: „Ich habe die Intensität im Training erhöht.“ Inhaltlich gibt es dafür einen festen Rahmen. „Es geht über die Kompaktheit. Heutzutage muss eine Mannschaft als Team funktionieren. Natürlich gibt es auch Einzelspieler, aber nur gemeinsam kann man gewinnen.“ Fachlich weiß Zidej, was seine Elf kann: „Im Positionsspiel und im Spielaufbau hat vieles gut funktioniert. Nur haben wir das nie über neunzig Minuten gebracht, weil wir körperlich nicht in der Lage waren.“ Genau dort setzt er mit klaren Abläufen, wiederholten Belastungen und der Idee, die gute Ballarbeit auch in Minute 80 noch zuverlässig auf den Platz zu bringen, an.
Parallel zur Trainingsarbeit laufen in St. Michael/Bl. die Kadergespräche. Konkrete Namen nennt Zidej noch nicht, die Richtung schon: „Es wird Abgänge und Neuzugänge geben, aber es ist noch nicht alles finalisiert.“ Der Fahrplan ist langfristig gedacht. „Unser Fokus liegt darauf, junge Spieler zu bekommen. Nicht positionsspezifisch, sondern wir wollen junge und Eigenbauspieler einbauen“, erklärt der Coach. Dass er dabei den Blick konsequent nach innen richtet, betont er mehrfach: „Über Gegner möchte ich nicht sprechen, ich konzentriere mich auf meine Mannschaft.“ Dieser rote Faden passt zum Gesamtbild der abgelaufenen Spielzeit, die mit 31 Punkten auf Rang 11 zu Buche steht. St. Michael/Bl. war phasenweise ordentlich unterwegs, ließ aber über die Distanz nach. Mit einem verletzungsfreien Kader, klaren Trainingsschwerpunkten und der Einbindung junger Kräfte will Zidej die Basis legen, damit die guten Phasen künftig länger tragen.