In der Unterliga West hat der SV Union Lind eine zähe Saison hinter sich und liegt nach 26 Runden auf Rang elf. Trainer Ibel Alempic blickt offen auf viele Verletzte, zehn Remis und zu wenig Kontinuität zurück – im Sommer folgt der Umbruch. Die klare Baustelle heißt Trainingsbeteiligung, dazu soll der Kader breiter werden. „Wir müssen zuerst die Basics hinbekommen – vor allem das Training – und den Kader verbreitern, dann können wir über die Tabelle reden“, sagt Alempic und gibt die Marschrichtung für die Vorbereitung vor.

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Wenn Ibel Alempic auf das abgelaufene Spieljahr zurückschaut, wird schnell klar, wo es gehakt hat. „Die vorige Saison war für uns schwer. Wir hatten viele Ausfälle durch schwere Verletzungen, der Kader war geschwächt und wir waren nicht konstant“, fasst der Lind-Coach zusammen. Die Folge war eine auffällige Remis-Serie: „Wir haben zehn Unentschieden gespielt – mindestens die Hälfte hätten wir gewinnen müssen.“ Immer wieder tat es am Ende weh: „In den letzten Minuten haben wir zu oft Gegentore bekommen. Mit mehr Konzentration und besserer Abstimmung hätten wir sicher mehr Punkte gehabt.“ Auch die Liga-Einschätzung ist deutlich: „Die Liga war sehr ausgeglichen, im Frühjahr ist die Qualität insgesamt runtergegangen.“
Der Blick geht trotzdem nach vorne – und der Sommer bringt Bewegung. „Wir sind wieder in einem großen Umbruch. Wir haben im Sommer einige Spieler verloren, auch junge. Unser langjähriger Kapitän Rene Löschnig ist in die 1. Klasse gewechselt – das war ein Rückschlag“, sagt Alempic. Gleichzeitig arbeitet Lind an der Basis: „Wir sind aktiv am Transfermarkt, haben drei Neuzugänge und bekommen einige Spieler nach Verletzungen zurück. Wir wollen den Kader stabilisieren.“ Namen will der Trainer bewusst nicht nennen: „Spieler kommen und gehen, der Verein bleibt. Wir arbeiten mit denen, die da sind, bedanken uns bei allen, die da waren, und schauen nach vorne.“ Seine Priorität ist Stabilität und Kontinuität bei den Spielern.
Dass Kontinuität im Training wirkt, sieht Alempic im eigenen Kader. „Bei uns ist aufgefallen: Wer regelmäßig trainiert, macht die größten Schritte.“ Paradebeispiel ist Timo Huber. „Timo hat mit 15 in der Kampfmannschaft angefangen, ist weitgehend verletzungsfrei geblieben und hat sich einen Stammplatz erarbeitet. Er ist ein Motor unserer Mannschaft geworden“, lobt der Coach. Sorgen bereiten weiter Langzeitverletzte: „Nace Begus und Daniel Ebner haben Kreuzbandrisse und fallen lange aus. Bei Gabriel Brandner hoffen wir, dass er wieder einsteigen kann. Auch ein junger Spieler soll nach seinem Kreuzbandriss zurückkommen.“ Den stärksten Eindruck im Frühjahr hinterließ für Alempic übrigens URC Thal/Assling: „Die haben sich sichtbar gesteigert, viele andere Teams hatten große Schwankungen.“
Neben dem Tagesgeschäft spricht Alempic die großen Themen im Oberkärntner Unterhaus an. „Nicht nur wir, viele Vereine im Drautal und in Oberkärnten haben es schwer, weil es immer weniger Spieler gibt. Wenn die großen Zentren in Villach, Spittal oder Klagenfurt keine Basis anbieten, leiden die kleinen Vereine. Ich hoffe, dass sich das verbessert und wir den Fußball nicht aussterben lassen.“ Ein besonderes Anliegen ist ihm der Dank an die Unparteiischen: „Ich möchte ein ausdrückliches Lob an die Schiedsrichter aussprechen. Trotz weniger Personal und einer älter werdenden Truppe machen sie ihren Job sehr gut, es gab kaum Affären.“ Der Plan für Lind steht: „Kader verbreitern, Verletzte zurückholen, Trainingsbeteiligung rauf – dann wollen wir uns einen sicheren Platz erarbeiten.“