In der Unterliga West blickt die WSG Radenthein auf eine wechselhafte Saison zurück. Nach 26 Runden steht Rang sieben und das Gefühl, eine stabile Basis zu haben – aber auch klare Baustellen. Co-Trainer Patrick Markus Unterlerchner fasst es geradeheraus zusammen: "Es war ein Auf und Ab." Als härtesten Prüfstein nennt er Thal/Assling, gegen das es laut ihm ein 0:8 und 0:6 setzte. Der Tenor aus Radenthein: Stimmung top, an Abschluss und Defensive wird gezielt gearbeitet.

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Unterlerchner zeichnet ein ehrliches Bild der vergangenen Monate. "Es war ein Auf und Ab. Wir hatten einige gute Spiele und auch Partien, in denen wir nicht überzeugt haben." Woran es aus seiner Sicht vor allem hapert, sagt er ohne Umschweife: "Bei uns ist vor allem der Torabschluss ein Thema, und auch in der Defensive." Damit ist die Richtung für die Vorbereitung klar. Radenthein hatte über weite Strecken genug Phasen, in denen das Team im Spiel war, sich aber zu selten belohnte und hinten einzelne Situationen nicht sauber zu Ende verteidigte. Der Co-Trainer will genau dort den Hebel ansetzen: mehr Konsequenz vor dem Tor, weniger offene Räume hinten – Schritt für Schritt, nicht mit der Brechstange.
Während es sportlich noch Spielraum gibt, stimmt das Miteinander rundum. "Die Stimmung bei uns ist Weltklasse. Jeder kommt mit jedem gut aus, wir sind ein richtig cooler Haufen. Es macht richtig Spaß", betont Unterlerchner. Dieses Wir-Gefühl reicht in Radenthein über den Platz hinaus, die Fans werden ausdrücklich mitgenommen. Gleichzeitig verweigert sich der Co-Trainer der einfachen Erzählung vom einen Heilsbringer: "Keiner ragt übertrieben heraus, ich will keinen hervorheben; sportlich wie menschlich passt es bei allen." Dass intern keiner auf den Status pocht, erleichtert die tägliche Arbeit. So entsteht jenes Fundament, auf dem sich Trainingsinhalte auch dann durchziehen lassen, wenn Ergebnisse mal ausbleiben. Genau diese Mischung aus Zusammenhalt und Ehrlichkeit soll jetzt den nächsten Schritt ermöglichen.
Personell erwartet Unterlerchner ruhige Wochen. "Da ist mir nichts bekannt, ich glaube, die Mannschaft bleibt gleich." Auch im Betreuerteam wird nicht gerüttelt: "Wir gehen den Weg mit dem Stamm, den wir jetzt haben, und so passt das sehr gut." Ein kleines Fragezeichen gab es zum Schluss der Saison: "Der Einzige, der am Schluss der Saison verletzt war, war Max Unterwandling. Wir hoffen, dass er zum Trainingsstart wieder fit ist." Beeindruckt hat die Radentheiner vor allem ein Gegner: "In unserem Fall auf jeden Fall Thal/Assling. Wenn man 8:0 und 6:0 verliert, muss man anerkennen, dass das der brutalste Gegner war. Die Laufbereitschaft, schnelle Spieler, zweikampfstark – wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen." Für die neue Phase ist der Plan simpel und bodenständig: vorne klarer werden, hinten kompakter stehen und das, was die Truppe ausmacht, hochhalten – den Spaß miteinander.