Bei ATUS VFI-Center Nötsch ist die Saison in der Unterliga West mit Rang neun und 35 Punkten nach 26 Runden zu Ende gegangen. Trainer Thomas Gilgenreiner blickt nüchtern, aber positiv zurück: ein starker Herbst, ein zäheres Frühjahr, am Ende ein solider Mittelfeldplatz. „Die Saison ist relativ gut verlaufen“, sagt er – und betont zugleich den Weg: Weiterentwickeln, zusammenbleiben, die Erfahrungen mitnehmen. Der Fokus liegt nun auf einem stabilen Start in die neue Spielzeit und auf Konstanz über beide Halbserien.

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Wenn Thomas Gilgenreiner die Saison in Worte fasst, fällt zuerst die klare Trennlinie zwischen Herbst und Frühjahr. „Im Herbst haben wir über unsere Verhältnisse gespielt, im Frühjahr ein bissl darunter“, erklärt der Coach. Über weite Strecken habe seine Mannschaft im ersten Teil der Saison mehr vom Spiel gehabt und sich auch belohnt, danach blieb es zäher. Eine Negativserie zog sich durch Teile des Frühjahrs, ohne dass Nötsch auseinanderfiel. „Es war trotzdem ein gutes Teamgefüge, alle haben an einem Strang gezogen“, betont Gilgenreiner. Wichtig sei gewesen, dranzubleiben und den Kopf oben zu behalten. „Gott sei Dank haben wir noch einen guten Abschluss gehabt“, sagt er – der Lohn ist ein stabiler Mittelfeldrang, der zum Bild einer in sich gefestigten Truppe passt.
Die zähere Phase im Frühjahr erklärt der Trainer auch mit angeschlagenen Spielern. „Wir haben im Frühjahr einige angeschlagene Spieler gehabt. Die werden wahrscheinlich bis zum Saisonstart halbwegs fit werden“, schildert Gilgenreiner. Positiv: Abseits dieser Wehwehchen blieb der Kern beisammen, die Stimmung sei gut. „Eigentlich sehr positiv. Wir arbeiten an der Mannschaft, wir wollen uns weiterentwickeln“, so der Tenor. Schmerzliche Abgänge gab es dennoch: „Michael Schwenner hat die Karriere beendet, Simon Limpl hat uns verlassen.“ Neuzugänge? „Haben wir noch keine“, sagt der Coach offen. Nötsch setzt damit vorerst auf Kontinuität, auf Training und Feinschliff. Die Idee dahinter: Stabilität halten, Fitness zurückgewinnen, den Konkurrenzkampf neu beleben – damit der Schwung aus dem Herbst in der nächsten Saison länger trägt.
Ein Gegner hat im Frühjahr besonders Eindruck hinterlassen. „Thal war sehr, sehr gut – fußballerisch und bei den Abschlüssen“, lobt Gilgenreiner. Dass es darüber hinaus „keine großen Überraschungen“ gab, passt zum Saisonbild: Nötsch hielt in einer dichten Liga zuverlässig mit, musste aber in den schwächeren Wochen Lehrgeld zahlen. Entscheidend bleibt für den Trainer das Miteinander. „Es war ein gutes Teamgefüge, obwohl wir eine Negativserie gehabt haben.“ Daraus leitet er den Auftrag ab: „Wir schauen, dass wir uns weiterentwickeln und hoffen auf eine gute neue Saison.“ Mit 35 Punkten und Platz neun ist die Basis gelegt. Kommen die Angeschlagenen zurück und bleibt die Trainingsarbeit so konsequent, soll es 2026/27 früher und länger wie im starken Herbst laufen.