In der Unterliga West hat ATUS VFI-Center Nötsch am Samstag beim SV Malta mit 2:1 gewonnen. Die Gäste gerieten früh in Rückstand, drehten die Partie aber noch vor der Pause durch zwei Treffer von Nicolas Francis Janschitz. Trainer Thomas Gilgenreiner sprach danach trotzdem nicht von einem souveränen Abend, sondern von einem Spiel, das "bis zur letzten Minute eine Zitterpartie" blieb.
Thomas Gilgenreiner sah seine Mannschaft zunächst sogar ordentlich im Spiel. "Wir sind gut in die Partie gestartet und haben gut gespielt", sagte der Trainer nach dem Auswärtssieg. Umso ärgerlicher war aus seiner Sicht das 0:1 in der 6. Minute, als SV Malta durch Marcel Rudolf Schönherr in Führung ging. Gilgenreiner sprach von einem Gegentor, das "eigentlich überraschend" gefallen sei, und führte es auf einen Einwurf, einen Seitenwechsel und eine Unachtsamkeit seiner Mannschaft zurück. Entscheidend war für ihn aber die Reaktion danach. ATUS VFI-Center Nötsch ließ sich laut seinem Trainer nicht aus der Ruhe bringen, spielte weiter und drehte die Partie noch in der ersten Halbzeit. Beim Ausgleich in der 21. Minute traf Nicolas Francis Janschitz zum 1:1. Nur sechs Minuten später war Janschitz wieder zur Stelle und stellte auf 2:1. Damit hatte Nötsch die Partie noch vor der Pause gedreht.
Mit dem 2:1 zur Pause war die Partie aus Sicht von ATUS VFI-Center Nötsch aber längst nicht entschieden. Gerade diesen Punkt machte Gilgenreiner im Gespräch sehr deutlich. Auf die Frage, wann das Spiel in seine Richtung gekippt sei, antwortete er knapp: "Eigentlich gar nie." Genau so habe sich der zweite Durchgang angefühlt. SV Malta lief nach der Pause an, die Gäste mussten viel verteidigen und der Vorsprung blieb bis zum Schluss knapp. "Es war bis zur letzten Minute eine Zitterpartie", sagte Gilgenreiner, und diese Aussage beschreibt den Verlauf nach dem Seitenwechsel ziemlich genau. Der Trainer sprach von einer echten Kampfpartie, in der seine Mannschaft "sehr gut verteidigt", "gekämpft", "gefightet" und am Ende alles hineingeworfen habe, um das 2:1 über die Zeit zu bringen. Dass es kein ruhiger Nachmittag mehr wurde, lag für ihn auch an der Art des Gegners. SV Malta sei "gut, sehr kämpferisch" gewesen und habe seine Mannschaft damit immer wieder unter Druck gesetzt.
Entsprechend fiel auch das Lob des Trainers für die eigene Mannschaft aus. Die größte Stärke sei gewesen, "bis zum letzten Moment mit dem Kopf immer dabei" zu sein. Gilgenreiner hob hervor, dass sich seine Spieler "in jeden Schuss, in jede Aktion reingehauen" hätten und bis zum Abpfiff gelaufen seien. Genau dieses Durchhaltevermögen war für ihn der Schlüssel, weil die Partie nach der Pause offen blieb und jeder Fehler teuer hätte werden können. Ganz ohne Kritik wollte er den Auftritt aber nicht stehen lassen. "Das Einzige, was zu kritisieren ist, ist, dass wir die paar Konter besser fertigspielen müssen. Dann wäre es nicht so lang zum Zittern gewesen", sagte Gilgenreiner. Damit sprach er einen Punkt an, der zum Spiel passt: ATUS VFI-Center Nötsch nahm die drei Punkte mit, musste dafür aber bis zum Ende arbeiten. In der Tabelle steht die Mannschaft nach drei Runden damit bei neun Punkten und ganz oben. Der Sieg in Malta war keiner für die Galerie, sondern einer, den sich ATUS VFI-Center Nötsch mit viel Einsatz holen musste.