Spielberichte

„Mit Fortdauer des Spiels sind wir immer stärker geworden“ – Rapid Lienz fährt gegen Greifenburg ein 3:0 ein

Rapid Lienz
SV Greifenburg

In der Unterliga West hat Rapid Lienz am Samstagabend gegen SV Raika Greifenburg mit 3:0 gewonnen. Trainer Georg Peter Rohracher sah zunächst eine enge Partie, ehe seine Mannschaft mit zunehmender Spieldauer immer klarer das Kommando übernahm. Ein Eigentor kurz vor der Pause und zwei Treffer von Antonel Cabraja brachten den Osttirolern in Runde drei einen Heimsieg, den der Trainer vor allem mit dem geschlossenen Auftritt seiner Mannschaft erklärte.

Ersatzspieler auf der Bank am Spielfeldrand

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Lange auf Augenhöhe, dann kippt die Partie vor der Pause

Der Beginn verlief aus Sicht der Gastgeber noch nicht so flüssig, wie es das Endergebnis vielleicht vermuten lässt. Rohracher sprach davon, dass sich seine Mannschaft erst hineinfinden musste: „Die ersten 20, 30 Minuten haben wir uns schwergetan, in den gegnerischen Sechzehner zu kommen.“ Auch den Gegner sah der Trainer in dieser Phase ordentlich im Spiel. SV Raika Greifenburg sei „am Anfang ziemlich auf Augenhöhe, kämpferisch“ gewesen, sagte Rohracher. Erst mit Fortdauer der ersten Hälfte wurde Rapid Lienz zwingender. In der 39. Minute fiel dann das 1:0 nach einer Standardsituation, als ein Eckball in einem Eigentor von Daniel Thalmann endete. Rohracher ordnete die Szene so ein: „Das 1:0 war nach einer Standardsituation, nach einem Eckball. Jaka Corn setzte den Gegenspieler unter Druck und konnte nur mehr ins eigene Tor klären.“ Nur drei Minuten später legte Rapid Lienz nach. Antonel Cabraja traf in der 42. Minute zum 2:0, und der Trainer geriet bei dieser Aktion ins Schwärmen: „Das 2:0 war ein Traumtor.“ Mit diesem Doppelschlag kurz vor der Pause hatten sich die Hausherren eine Führung erarbeitet, die zum Spielverlauf aus Sicht des Trainers immer besser passte.

Nach dem 1:0 übernahm Rapid Lienz klar das Kommando

Für Rohracher war der Knackpunkt nicht nur das erste Tor selbst, sondern vor allem die Wirkung dieses Treffers auf den weiteren Verlauf. „Nach dem 1:0 haben wir das Spiel übernommen“, sagte der Trainer. Genau das zeigte sich auch auf der Anzeigetafel, denn kurz nach dem Seitenwechsel stellte Antonel Cabraja in der 56. Minute auf 3:0 und machte den Vorsprung noch deutlicher. Rohracher beschrieb, dass seine Mannschaft mit jeder Minute sicherer wurde: „Je länger das Spiel gedauert hat, umso überlegener waren wir bei Ballbesitz beziehungsweise Chancen.“ Gerade dieser Satz erklärt den Abend der Lienzer ziemlich gut. Was anfangs noch mühsam anlief, entwickelte sich Schritt für Schritt in die Richtung der Heimelf. Rohracher hob dabei nicht nur die Offensivaktionen hervor, sondern den gesamten Auftritt: „Das mannschaftliche Auftreten inklusive der Ersatzspieler war vorbildlich.“ Dazu passte auch, wie er die Umsetzung der Vorgaben schilderte: „Wir haben die Positionen gehalten. Wir haben den Ball laufen lassen. Wir haben die Zweikämpfe angenommen.“ Aus seiner Sicht war das genau jene Mischung, die man sich „in den letzten Wochen so vorgenommen“ habe.

Breiter Kader als Trumpf, dazu ein fairer Abend ohne Diskussionen

Wenn Rohracher den Unterschied zwischen den beiden Mannschaften auf einen Punkt herunterbrechen sollte, dann landet er klar bei der Kadertiefe. „Der Unterschied war sicher die Breite von unserem Kader“, sagte der Trainer ohne langes Zögern. Er begründete das auch konkret: „Wir haben in der 60. Minute von der Ersatzbank noch einmal richtig Qualität bringen können und sind mit Fortdauer des Spiels dann immer stärker geworden.“ Damit erklärte er auch, warum SV Raika Greifenburg zwar dagegenhielt, am Ende aber nicht mehr entscheidend zurückkam. „Sie haben sich gewehrt, aber am Ende hat es nicht gereicht, weil wir von der Bank noch einmal nachlegen konnten“, so Rohracher. Bemerkenswert war aus seiner Sicht außerdem, dass die Partie sauber über die Bühne ging. „Es war keine strittige Situation. Die Schiedsrichter haben das perfekt im Griff gehabt“, sagte der Rapid-Lienz-Trainer und sprach von einer „fairen Partie von beiden Seiten“. Zum Schluss hob er noch einen jungen Verteidiger aus seiner Mannschaft hervor: „Unser junger Verteidiger (Vergeiner Ole) hat eine Talentprobe abgeliefert und sehr brav gespielt.“

Für Rapid Lienz bedeutet der 3:0-Heimsieg den zweiten Punktgewinn in dieser jungen Saison. Insgesamt hält man nun bei vier Zählern nach drei Spielen, während SV Raika Greifenburg bei einem Punkt hält. Vor allem aber nimmt die Heimelf aus diesem Abend das Gefühl mit, dass sie über die Dauer einer Partie zulegen kann.

Unterliga West: Lienz : SV Greifenburg - 3:0 (2:0)

  • 56
    Antonel Cabraja 3:0
  • 42
    Antonel Cabraja 2:0
  • 39
    Eigentor durch Daniel Thalmann 1:0