In der Unterliga West musste sich URC Thal/Assling am Samstag beim SV AQUA-DOC Rothenthurn mit 0:1 geschlagen geben. Nach einem 0:0 zur Pause entschied Thomas Walker die Partie in der 55. Minute. Trainer Markus Hanser sah den Unterschied dabei weniger im Spielerischen, sondern vor allem in den Zweikämpfen, in der Robustheit des Gegners und in der fehlenden Abgezocktheit seiner jungen Mannschaft.

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Für Markus Hanser war von Beginn an klar, was seine Mannschaft in Rothenthurn erwarten würde. Er sprach nach der Partie vom "üblichen schweren Auswärtsspiel" und bezeichnete die Gastgeber als "Mitfavorit in der Unterliga West für den Meistertitel". Genau so entwickelte sich die Begegnung dann auch: eng, kampfbetont und für seine Elf schwer zu bespielen. Zur Pause stand es noch 0:0, und aus Sicht des Trainers war seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel sogar besser ins Spiel gekommen. "Wir waren nach der Pause die stärkere Mannschaft und hatten das Spiel eigentlich im Griff", sagte Hanser. Umso mehr ärgerte ihn dann das Gegentor. In der 55. Minute traf Thomas Walker zum 1:0, und Hanser schilderte die Entstehung des Treffers sehr deutlich: "Der Innenverteidiger ist sicher vierzig Meter durchs Mittelfeld durchgelaufen, und wir haben weder ein taktisches Foul versucht zu machen noch war unser Zweikampfverhalten gut." Gerade weil Thal/Assling die Partie zu diesem Zeitpunkt offen gehalten hatte, wog dieser Gegentreffer besonders schwer.
Die eigentliche Erklärung für die Niederlage lieferte Hanser danach. "Im Zweikampf waren wir viel zu wenig abgezockt", sagte der Trainer, und genau darin sah er den entscheidenden Unterschied zwischen beiden Mannschaften. Rothenthurn sei robuster gewesen, zweikampfstärker und in solchen Situationen einfach weiter. Hanser machte dabei keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft in dieser Hinsicht noch lernen müsse. Viele Spieler seien jung, einige sogar noch unter 20 Jahre alt, und genau in solchen Partien zeige sich, was auf diesem Niveau dazugehört. "Spielerisch halten wir mit jeder Mannschaft mit, absolut", betonte er zwar, doch ebenso klar fügte er hinzu, dass es eben auch darum gehe, cleverer zu verteidigen, Zweikämpfe anders anzunehmen und in manchen Situationen konsequenter zu handeln. "Das gehört zum Fußball dazu", sagte Hanser. Für ihn war die Niederlage deshalb nicht in erster Linie eine Frage der spielerischen Qualität, sondern eine Frage der Reife.
Dass URC Thal/Assling in dieser Partie nicht alles aufbieten konnte, sprach Hanser ebenfalls an. Mit Kapitän Dominik Kofler fehlt laut Trainer jener Spieler, der vorne viel von der Spielweise vorgibt, und dieser Ausfall sei mit Blick auf die nächsten sechs Wochen schon spürbar. Dennoch wollte Hanser die Niederlage nicht nur an dieser Personalie festmachen. Er hob vielmehr noch einmal hervor, dass Rothenthurn nach dem 1:0 noch zu einigen Möglichkeiten gekommen sei. Dass es am Ende bei einem knappen 0:1 blieb, lag für ihn vor allem am eigenen Schlussmann. "Ein großes Lob an unseren Tormann. Er war für mich der beste Mann am Platz und hat uns vor einer höheren Niederlage gerettet", sagte Hanser. Auch die Platzverhältnisse sprach er an, vor allem die Rasenhöhe und die kaum sichtbaren Linien, beim Schiedsrichter blieb er aber fair und meinte, die Leistung sei "im Großen und Ganzen in Ordnung" gewesen. Trotz der ersten Niederlage zog er deshalb keinen Alarm. "Im Endeffekt war es ein verdienter Sieg von Rothenthurn", hielt Hanser fest, schob aber sofort nach: "Ich bin trotzdem absolut zufrieden mit dem Start, den wir gehabt haben." Jetzt soll die Woche genutzt werden, um gegen WSG Radenthein wieder ein besseres Ergebnis zu holen.