Spielberichte

„Die klaren Chancen hatten wir“ – SV Raika Greifenburg atmet mit 2:0 auf

SV Greifenburg
SV Malta

In der Unterliga West hat SV Raika Greifenburg am 4. Spieltag gegen SV Malta mit 2:0 gewonnen und sich nach einem schwierigen Saisonstart ein wichtiges Erfolgserlebnis geholt. Sportlicher Leiter Michael Neuwirther sah eine hektische und lange offene Partie, in der seine Mannschaft nach der Pause den längeren Atem hatte. „Die klaren Chancen hatten wir“, sagte er nach dem Spiel.

Fußballtor

Foto von Mike Robinson auf Unsplash

Nervöser Beginn, aber bis zur Pause voll im Spiel

SV Raika Greifenburg musste sich nach den Worten von Michael Neuwirther erst in diese Partie hineinarbeiten. „Wir starteten schwierig, mit viel Nervosität in die Partie, konnten das Spiel aber offen gestalten“, schilderte der sportliche Leiter den Beginn. Genau diese Nervosität passte für ihn auch ins Gesamtbild der letzten Wochen, in denen nach dem Trainerwechsel noch nicht alles leicht von der Hand geht. Trotzdem blieb SV Raika Greifenburg in einer hektischen Begegnung dran und ließ sich nicht früh aus dem Rhythmus bringen. Neuwirther sprach von Chancen auf beiden Seiten, betonte aber auch: „Die klaren Chancen hatten wir.“ So entwickelte sich eine Begegnung, die vor der Pause ausgeglichen blieb und mit einem 0:0 in die Kabinen ging, obwohl der Gastgeber nach eigener Wahrnehmung die besseren Möglichkeiten hatte. Dazu kam, dass SV Raika Greifenburg laut Neuwirther stark ersatzgeschwächt in dieses Spiel gegangen war und sogar zwei Nachwuchsspieler zum Einsatz kamen, ihre Sache aber sehr gut machten. Umso wichtiger war es aus seiner Sicht, dass die Mannschaft in dieser Phase ruhig blieb und sich nicht von der eigenen Lage zusätzlich aus der Bahn werfen ließ.

Nach der Pause kippt das Spiel auf die Seite von SV Raika Greifenburg

Die entscheidende Wendung sah Michael Neuwirther dann klar in der zweiten Halbzeit nach der roten Karte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er SV Malta vor allem im Mittelfeld als sehr stark erlebt, nach der Pause aber übernahm SV Raika Greifenburg die Partie deutlich sichtbarer. Der Führungstreffer zum 1:0 fiel in der 61. Minute durch Stefan Weisinger per Elfmeter. Für SV Raika Greifenburg war das die Phase, in der sich der höhere Aufwand endlich auf der Anzeigetafel niederschlug. Neuwirther sprach davon, dass seine Mannschaft „einige hochkarätige Chancen“ herausspielte, diese zunächst aber nicht alle nutzte. Erst tief in der Nachspielzeit machte Sven Obergantschnig mit dem 2:0 alles klar. So brachte SV Raika Greifenburg den Vorsprung über die 90 Minuten und durfte am Ende einen Sieg mitnehmen, den Neuwirther als verdient einstufte.

Viel Respekt für SV Malta, noch mehr Lob für Einsatz und Mentalität

Bemerkenswert war nach dem Spiel, dass Michael Neuwirther den Gegner trotz der Niederlage ausdrücklich starkredete. „SV Malta ist eine sehr gute Mannschaft. Sie haben eine klare Spielidee, sehr gute Fußballer und spielen attraktiven Fußball“, sagte er. Vor allem im Mittelfeld habe SV Malta jene Qualitäten gezeigt, die SV Raika Greifenburg erwartet hatte. Umso höher wertete Neuwirther, dass seine Mannschaft dagegenhielt und nach seiner Einschätzung „sehr wenig zugelassen“ habe. Den Hauptgrund für den Heimsieg suchte er deshalb weniger im spielerischen Bereich als vielmehr in den Grundtugenden. „Sehr gut funktioniert haben Einsatz, Kampf, Wille, Mentalität“, sagte er. Diese Linie zog sich für ihn durch die ganze Partie. Besonders hob er zwei Spieler hervor, die für ihn sinnbildlich für den Auftritt standen: „Zwei überragende Spieler waren Sven Obergantschnig und Florian Michorl. Die zwei rissen die Mannschaft heute von Anfang bis zum Schluss mit.“ Über Sven Obergantschnig sagte Neuwirther außerdem, der Routinier sei gefühlt in seiner zwanzigsten Saison noch immer der wichtigste Mann für die Mannschaft und habe mit seinem Einsatz wie mit seinem späten 2:0 ein starkes Zeichen gesetzt.

Spielerisch noch Luft nach oben, der Sieg soll nun Ruhe bringen

Trotz des 2:0 machte Michael Neuwirther nach dem Schlusspfiff kein Geheimnis daraus, dass bei SV Raika Greifenburg noch nicht alles auf dem Niveau ist, das man sich intern vorstellt. „Spielerisch ist noch einiges an Luft nach oben. Man merkt einfach, dass wir sehr nervös sind nach dem schlechten Saisonstart“, erklärte er. Dazu komme, dass sich die Mannschaft aufgrund einiger Ausfälle das Leben in den ersten Runden selbst schwer gemacht hat. Der August ist für uns standesgemäß aufgrund der Urlaubszeit immer extrem schwierig. Der Sieg gegen SV Malta war für ihn deshalb nicht das Ende der Arbeit, sondern eher ein Schritt in die richtige Richtung. Passend dazu fiel auch sein Ausblick nüchtern und bodenständig aus. „Ganz wichtig ist es in so einer Situation, ruhig zu bleiben und gut zu arbeiten“, sagte Neuwirther. Auch die Verletzungssorgen sollen sich nach seiner Einschätzung in den nächsten ein bis zwei Wochen etwas entspannen, wenn mehrere Spieler zurückkehren. Unterm Strich bleibt für SV Raika Greifenburg ein Sieg, der vor allem über Mentalität, Laufbereitschaft und Geduld zustande kam.

Unterliga West: SV Greifenburg : SV Malta - 2:0 (0:0)

  • 94
    Sven Obergantschnig 2:0
  • 61
    Stefan Norbert Weisinger 1:0