In der Unterliga West hat ASKÖ Gmünd das Heimspiel gegen SV Malta mit 1:0 für sich entschieden. Nach einem torlosen ersten Durchgang blieb die Partie bis in die Schlussphase hinein offen, ehe Nermin Hasancevic in der 90. Minute den Unterschied machte. Für Obfrau Tamara Krammer lag der Schlüssel vor allem in einer starken Defensivarbeit und in einem Moment Qualität ganz am Ende.

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Wer nur auf das späte 1:0 schaut, übersieht, wie eng diese Begegnung über weite Strecken war. Krammer schilderte das Spiel als Partie, die "großteils auf sportlich gleicher Höhe, sehr intensiv und auch körperbetont" geführt wurde. Damit war der Ton für den Abend beschrieben: kein Spiel, in dem sich eine Mannschaft früh absetzen konnte, sondern eines, das lange völlig offen blieb. Zur Pause passte das 0:0 genau ins Bild. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich daran zunächst wenig, weil Malta dagegenhielt und Gmünd laut Krammer zwar "ein paar mehr Spielnuancen" hatte, daraus aber vorerst noch keinen zählbaren Vorteil machen konnte.
Dass die Entscheidung erst ganz am Ende fiel, verlieh dem Treffer besonderes Gewicht. In der 90. Minute war es Nermin Hasancevic, der die Partie zugunsten der Gastgeber auflöste. Krammer hob dabei nicht nur den Abschluss hervor, sondern vor allem die Entschlossenheit in dieser Aktion: "Nachdem er zwei Spieler ausgespielt hat, hat er die Chance gesucht und aus gut zwanzig Metern ein wunderbares Tor erzielt." Mehr brauchte es an diesem Abend nicht. Gerade weil davor wenig zwischen den beiden Teams lag, bekam diese Szene umso mehr Bedeutung. Aus einem Spiel, das lange torlos geblieben war, wurde so in letzter Minute doch noch ein Heimsieg für Gmünd.
Mindestens ebenso wichtig wie der späte Treffer war aus Sicht der Gmünder aber die Arbeit gegen den Ball. "Der entscheidende Unterschied war bestimmt unsere Defensivarbeit, die sehr gut funktioniert hat", sagte Krammer und legte damit den Schwerpunkt ihrer Analyse klar fest. Schon zuvor hatte sie betont: "Besonders gut hat unsere Verteidigung funktioniert, sie hat sehr stark gespielt." Diese Aussagen erklären auch, warum Malta aus der insgesamt ausgeglichenen und intensiven Partie nichts mitnehmen konnte. Diskussionen rund um das Spiel sah Krammer übrigens keine. "Viel zu diskutieren gibt es nicht, das Schiedsrichtertrio war in Ordnung", sagte sie über die Leitung der Begegnung. Besonders froh war sie, dass es dem Tormann von Malta, Sasha Thaler wieder gut geht, nachdem er mit der Rettung ins Krankenhaus musste.
Für Gmünd ist dieser 1:0-Erfolg damit einer von der geduldigen Sorte. Die Mannschaft musste an diesem Abend nicht glänzen, um sich in einem engen Spiel durchzusetzen, sondern blieb stabil und wartete auf den einen Moment, der schließlich doch noch kam. Gerade solche Siege können im Verlauf einer Saison wertvoll werden, weil sie zeigen, dass auch zähe Partien aufgehen, wenn die Basis stimmt. In der Tabelle der Unterliga West steht Gmünd nach sechs Runden mit 15 Punkten an der Spitze. Der Sieg gegen Malta war kein lauter Auftritt, aber einer, der genau zu Krammers Einordnung passt.