In der Unterliga West hat der FC Union Raiffeisen Sillian Heinfels am Samstag den SV Union Lind mit 3:2 niedergerungen. Die Gäste führten zweimal, standen nach dem Eigentor in der 87. Minute aber trotzdem mit leeren Händen da. Trainer Ibel Alempic sprach danach von einem Spiel auf Augenhöhe, in dem vieles nach Plan gelaufen sei. Ausschlaggebend seien am Ende nicht fehlende Chancen, sondern „Eigenfehler in den entscheidenden Momenten“ gewesen.

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Für Lind begann die Partie mit einem Erfolgserlebnis. Julian Anether brachte die Gäste in der 30. Minute mit 1:0 nach vorne und gab damit jenem Plan recht, von dem Alempic später sprach. Lange hielt die Führung aber nicht, weil Marco Helmut Ortner in der 38. Minute für Sillian ausglich. Mit dem 1:1 ging es auch in die Pause. Nach Seitenwechsel legte Lind sofort wieder vor, diesmal durch Christoph Zöhrer in der 48. Minute. Doch auch darauf fand der Gastgeber eine Antwort, denn Thomas Pranter stellte in der 56. Minute auf 2:2. Als vieles schon auf eine Punkteteilung hindeutete, brachte ein Eigentor von Sebastian Daniel Glantschnig in der 87. Minute die Entscheidung zum 3:2 für Sillian.
Gerade deshalb tat die Niederlage den Gästen weh, weil Alempic mit dem Auftritt seiner Mannschaft in weiten Teilen einverstanden war. „Wir wollten den Gegner zustellen, die Räume abdecken und den guten Spielern weniger Platz lassen. Das haben wir gemacht“, sagte der Lind-Trainer. Aus seiner Sicht lief die Partie über lange Strecken sogar so, wie sie vorbereitet worden war. „Eigentlich ist das Spiel nach unserem Plan gelaufen. Wir haben die Räume hinter der Abwehr bekommen und das gut ausgenutzt.“ Dass Lind zweimal in Führung ging, passte zu dieser Einschätzung. Für Alempic lag das Problem deshalb nicht in der Anlage des Spiels, sondern in jenen Momenten, in denen sein Team die Ordnung verlor. „Nur leider haben uns einige Eigenfehler den Plan zerstört.“
Alempic widersprach auch der Vorstellung, dass Sillian an diesem Abend klar besser gewesen sei. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Keiner war besser, keiner war schlechter“, sagte er und legte den entscheidenden Unterschied sehr nüchtern offen: „Wer weniger Fehler gemacht hat, hat die Partie gewonnen.“ Dazu passte auch seine Erklärung für das späte 2:3. Der Trainer sprach von fehlender letzter Konzentration, möglicherweise auch von Müdigkeit, die in den entscheidenden Situationen das Stellungsspiel beeinflusst habe. Insgesamt hielt er dennoch fest: „Eigentlich hat vieles gut funktioniert. Trotz der Niederlage war es eine sehr gute Leistung der Mannschaft, schade, dass wir nicht mit einem Punkt belohnt wurden.“ Den Schiedsrichter bewertete Alempic dabei ausdrücklich positiv und sah in dessen Leistung keinen Aufreger.
Zum Schluss wollte der Trainer noch einen Punkt loswerden, der ihm wichtig war und über das nackte Ergebnis hinausging. Für Alexander Preissl fand Alempic noch eine besondere Würdigung. „Er ist eine Spielerlegende und vor allem menschlich eine besondere Person, die dem Verein sehr viel gibt“, sagte der Lind-Coach. Er sprach davon, dankbar zu sein, mit ihm arbeiten zu dürfen, und wünschte sich „mehr solche Spieler im Fußball“. So blieb nach dem 2:3 zwar der Ärger über die verpasste Belohnung, zugleich aber auch das Gefühl, dass Lind in dieser Partie vieles richtig gemacht hat. In der Tabelle stehen die Kärntner nach sechs Runden bei sieben Punkten, und an die gezeigte Leistung will Alempic trotz des späten Rückschlags anknüpfen.