In der Unterliga West hat SV WEB-STAPLER Arnoldstein dem Tabellenführer URC Thal/Assling am Samstag wenig entgegengesetzt und am Ende klar mit 0:5 verloren. Für Trainer Markus Hanser lag der Grund vor allem in der konzentrierten Vorstellung seiner Mannschaft: Thal/Assling habe die Partie von Beginn an kontrolliert, auf schwierigem Platz viel Druck gemacht und sich nur bei der Chancenverwertung nicht früher belohnt.

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Hanser hatte seine Mannschaft vor dem Spiel als Favorit gesehen, weil Thal/Assling als Tabellenführer anreiste und Arnoldstein aus seiner Sicht mitten im unteren Tabellendrittel steckt. Entscheidend war für ihn aber weniger die Ausgangslage als die Art, wie sein Team die Aufgabe annahm. „Wir haben das von der ersten Minute weg unheimlich konzentriert gelöst“, sagte der Trainer nach dem Spiel. Gerade weil der Platz nach seiner Einschätzung „wirklich in keinem guten Zustand“ war und Fußballspielen in der Mitte schwer machte, wertete er den Auftritt hoch. Nach zwölf Minuten fiel das 0:1: Arnoldstein wollte hinten herausspielen, es gab ein Missverständnis, Ludovico Costan gewann den Ball und legte für Dominik Klaus Kofler auf, der zur Führung einschoss. Kurz vor der Pause erhöhte Costan dann selbst auf 0:2, nachdem sich Kofler durchgesetzt und hereingespielt hatte. Für Hanser war dieses zweite Tor schon mehr als nur ein guter Zeitpunkt.
Schon beim 0:1 hatte der Coach das Gefühl, dass die Partie in die richtige Richtung läuft. „Wenn wir gegen einen abstiegsgefährdeten Gegner das 1:0 machen, ist schon viel getan“, meinte Hanser und verwies darauf, dass Arnoldstein aus seiner Sicht nach vorne nur wenig investierte. Beim 0:2 kurz vor der Halbzeit sei er sich dann „eigentlich sicher“ gewesen, dass seine Mannschaft die Partie für sich entscheiden würde. Als größte Stärke nannte er „die Aggressivität und das Passspiel“, obwohl die Bedingungen alles andere als einfach waren. Vor allem über Samuel Schönegger und Pascal Kofler habe Thal/Assling viel Druck entwickelt. Hanser sprach auch davon, dass immer wieder Möglichkeiten vorhanden gewesen seien, um das Spiel schon deutlich früher zu entscheiden. Genau an diesem Punkt setzte er trotz des klaren Resultats auch seine Kritik an, denn zufrieden war er mit dem Offensivspiel im letzten Drittel noch längst nicht.
Nach dem Seitenwechsel sorgte Dominik Klaus Kofler mit seinem zweiten Treffer in der 49. Minute zum 0:3 endgültig für klare Verhältnisse. Spätestens da war das Spiel in den Händen der Gäste, die ihre Überlegenheit später auch noch im Ergebnis klar sichtbar machten. In der Schlussphase schraubten Julian Leiter in der 83. Minute und Luis Felder drei Minuten später den Endstand auf 0:5. Dass es am Ende so deutlich wurde, passte für Hanser zum gesamten Eindruck des Nachmittags. „Den Gegner habe ich überraschend destruktiv erlebt“, sagte er und erklärte damit auch, warum seine Mannschaft so viel Kontrolle hatte. Ganz ohne Mahnung ging der Trainer aber nicht aus dem Spiel: „Mit der Chancenauswertung bin ich überhaupt nicht zufrieden. Der letzte Pass ist immer noch zu ungenau.“ Unter dem Strich stand damit ein souveräner Auswärtssieg des Spitzenreiters, verbunden mit der klaren Ansage des Trainers, dass trotz fünf Treffern in der Offensive noch mehr drinnen gewesen wäre.