Spielberichte

Frühes Tor und Kontrolle über 90 Minuten: Dölsach holt in Malta ein 3:1

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
SV Malta
FC Dölsach

In der Unterliga West hat der SV Malta gegen den Sportverein FC Dölsach mit 1:3 verloren. Trainer Andreas Wenger führte den Auswärtssieg vor allem auf die schnelle Anfangsphase und die Spielkontrolle zurück. Seine Mannschaft war früh tonangebend, legte mit dem 0:1 die Basis und brachte die Partie trotz einer kurzen offenen Phase nach der Pause am Ende verdient nach Hause.

Gestapelte Bälle auf Rasen

Foto von Pedram Raz auf Unsplash

Frühes 0:1 bringt Dölsach sofort auf Kurs

Dölsach war vom Anpfiff weg das aktivere Team, und genau so schilderte es Wenger auch nach dem Schlusspfiff. „Wir waren gleich spielbestimmend“, sagte der Trainer und verwies auf eine Anfangsphase, in der seine Mannschaft schnell ins Spiel fand. In der 11. Minute zahlte sich das aus. Nach einem Angriff über rechts brachte Sandro Hils den Ball auf die kurze Stange, Elias Sint-Unterholzer verlängerte perfekt und Philipp Hochegger schob zum 0:1 ein. Für Wenger war dieses frühe Tor ein ganz wichtiger Punkt, weil seine Mannschaft damit sofort vorne lag und den Takt vorgeben konnte. „Wir waren frischer, spritziger und haben in der Anfangsphase gleich das Tor gemacht, damit haben wir die Weichen für den Sieg gelegt“, sagte er. Ganz zufrieden war er mit der ersten Hälfte trotzdem nicht, weil Dölsach aus Sicht des Trainers vor der Pause noch das 0:2 nachlegen hätte können und deshalb nur mit einem knappen Vorsprung in die Kabine ging.

Nach der Pause wird Malta gefährlicher, Wibmer antwortet mit dem 0:2

Die heikelste Phase für die Gäste kam nach Wiederbeginn. Wenger sprach offen an, dass Malta mit langen Bällen und den zweiten Bällen immer wieder unangenehm wurde. Schon gegen Ende der ersten Hälfte habe seine Mannschaft damit mehr Probleme bekommen, nach der Pause sei der Druck der Gastgeber noch einmal größer geworden. „Nach der Pause hatten wir Glück, dass wir nicht das 1:1 bekommen“, sagte der Dölsach-Trainer. Umso wichtiger war aus seiner Sicht das zweite Tor in der 53. Minute. Pascal Obergantschnig spielte den Lochpass, Raphael Wibmer blieb ruhig und hob den Ball souverän in die lange Ecke zum 0:2. Mit diesem Treffer kam laut Wenger wieder mehr Ruhe hinein. „Mit dem 2:0 kam ein bisschen Sicherheit in unser Spiel zurück“, erklärte er. Ganz erledigt war die Partie damit aber noch nicht, denn Malta blieb dran und verkürzte in der 71. Minute nach einem Eckball durch Patrick Jury auf 1:2.

Obergantschnig leitet auch das 1:3 ein

Dass Malta nach dem Anschlusstreffer noch einmal im Spiel war, passte zu jenem Punkt, den Wenger trotz des Sieges kritisch ansprach. „Was nicht gut funktioniert hat, ist, dass wir zu spät den Sack zugemacht und Malta noch einmal ins Spiel kommen lassen haben“, sagte er. Genau deshalb hatte das dritte Tor für Dölsach so viel Gewicht. In der 82. Minute spielte Obergantschnig diesmal über links den entscheidenden Pass in die Tiefe, Thomas Zraunig kam von halb links und schob den Ball in die lange Ecke zum 1:3. Erst damit war die Partie endgültig entschieden. Wenger sprach danach von einer starken Gesamtleistung seiner Mannschaft und stellte weniger Einzelspieler als das Zusammenspiel in den Vordergrund. „Perfekt funktioniert hat die Mannschaftsleistung, wie wir Fußball gespielt und Torchancen herausgespielt haben“, sagte er. Diese Aussage passte gut zu allen drei Treffern, die aus sauber ausgespielten Angriffen entstanden oder vorbereitet wurden.

Respekt für Malta, Lob für die eigene Linie

Auch wenn Dölsach über weite Strecken mehr vom Spiel hatte, sparte Wenger nicht mit Anerkennung für den Gegner. „Hut ab vor Malta, vor der kämpferischen Leistung. Sie haben sich nie aufgegeben“, sagte er nach der Partie. Gerade über hohe Bälle und die zweiten Bälle habe Malta Wege gefunden, die Gäste zu beschäftigen, vor allem in jener Phase rund um den Wiederbeginn und nach dem 1:2. Dass Dölsach am Ende trotzdem mit drei Punkten nach Hause fuhr, erklärte der Trainer vor allem mit der klaren Linie seiner Mannschaft: schneller Start, Kontrolle im Spiel gegen den Ball und vorne genug Qualität, um die Chancen zu nutzen. Selbst zur Leistung des Schiedsrichters fand Wenger positive Worte. „Im Großen und Ganzen war er sehr gut. Die eine oder andere strittige Szene war dabei, aber nichts Nennenswertes.“ Unterm Strich blieb damit ein Auswärtssieg, der für den Trainer vor allem deshalb stimmig wirkte, weil seine Mannschaft die Richtung schon früh vorgab und sich dafür belohnte.

Unterliga West: SV Malta : FC Dölsach - 1:3 (0:1)

  • 82
    Thomas Zraunig 1:3
  • 71
    Patrick Christian Jury 1:2
  • 53
    Raphael Wibmer 0:2
  • 11
    Philipp Hochegger 0:1