In der 1. Klasse Nord feierte der ATSV W.E.B Auersthal einen 3:1-Heimsieg gegen den SC Orth/Donau. Nach einer kontrollierten ersten Hälfte und zwei Treffern vor der Pause brachte ein später Treffer aus der Distanz die Entscheidung. Co-Trainer Karl Pikal sprach von einer kompakten, effizienten Vorstellung und hob das 3:1 hervor. 'Das war ein sehenswertes Tor aus 35 Metern', sagte er – der passende Schlusspunkt unter einem Arbeitssieg, in dem Auersthal lange die Kontrolle behielt. Vor der Pause trafen Simon Pammer und Ivan Popovic, nach dem Seitenwechsel legten die Gäste kurz zu, ehe Tunahan Bagirtlak den Deckel draufmachte.

Foto von Ben Hershey auf Unsplash
Der Beginn gehörte den Hausherren, ohne dass es Chancen im Minutentakt gab. Karl Pikal brachte es nachher so auf den Punkt: 'Wir haben die erste Halbzeit kontrolliert. Es gab auf beiden Seiten wenige Torchancen, aber wir waren sehr effizient – aus drei Chancen machen wir zwei Tore.' Genau so lief es auch auf der Anzeigetafel ab. In Minute 34 traf Simon Pammer zum 1:0, in Minute 42 legte Ivan Popovic das 2:0 nach. Mit dieser Führung ging es in die Kabinen. Auersthal stand kompakt, arbeitete geschlossen gegen den Ball, ließ hinten wenig zu und hatte insgesamt mehr vom Spiel, auch wenn es kein Feuerwerk an Möglichkeiten war.
Nach dem Seitenwechsel kam kurz Unruhe auf. 'Nach der Halbzeit war ein bisschen Schlendrian drinnen, die Orther sind aufgekommen', gab Pikal offen zu. In dieser Phase fiel auch der Anschlusstreffer: In Minute 54 verkürzte Sebastian Damböck auf 2:1. Auersthal wackelte, fiel aber nicht. Stattdessen sorgte ein später Geniestreich für Ruhe. 'Die Szene zum 3:1 war hervorragend, ein sehenswertes Tor aus 35 Metern von Tunahan Bagirtlak. So etwas sieht man nicht alle Tage, er hat den Torwart überhoben', schwärmte der Co-Trainer. In Minute 78 fiel dieses 3:1 – für Pikal 'das entscheidende Tor', das dem Spiel endgültig die Richtung gab und Orths Aufbegehren stoppte.
Was gab letztlich den Ausschlag? Für Karl Pikal war es das gemeinsame Arbeiten in allen Reihen. 'Unsere größte Stärke war heute die Kompaktheit der Mannschaft. Das war eine gute Leistung', bilanzierte der Co-Trainer. Ganz ohne rosa Brille schaute er aber bereits nach vorn: 'Im Spielerischen sehe ich noch Verbesserungsbedarf, wir müssen mehr Torchancen herausspielen.' Den Gegner ordnete er nüchtern ein: 'Orth hat uns nicht überrascht, wir wussten, wie sie spielen.' Ein Sonderlob ging noch an den Unparteiischen: 'Der Schiedsrichter war sehr, sehr gut.'
In der Tabelle steht Auersthal derzeit auf Rang neun, Orth auf sechs – der Abstand ist überschaubar, solche Siege geben wichtiges Selbstvertrauen für die nächsten Runden.