In der 1. Klasse Nord musste der SC Kreuttal gegen den ATSV W.E.B Auersthal lange einem Rückstand hinterherlaufen, drehte die Partie nach der Pause aber in Überzahl und gewann 3:1 (0:1). Auersthal führte durch Tunahan Bagirtlak zur Halbzeit, nach einer roten Karte gegen Paul Urmann kippte das Spiel: Tobias Gaunersdorfer glich aus, Berkan Tan legte nach, Ali Kaya traf in der Nachspielzeit. Co-Trainer Karl Pikal haderte mit der Doppelbestrafung und lobte dennoch eine „sehr gute“ Auersthaler Leistung.

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Auersthal erwischte in Kreuttal genau den Auftakt, den sich ein Auswärtsteam wünscht. Aus einer kompakten Ordnung heraus nutzten die Gäste ihre erste echte Möglichkeit: In Minute 24 schloss Tunahan Bagirtlak trocken ab und stellte auf 0:1. „In der ersten Halbzeit waren wir für mich die bessere Mannschaft. Wir sind 1:0 in Führung gegangen“, sagte Co-Trainer Karl Pikal. Mehr ließ Auersthal vor der Pause kaum zu. Pikal sah lediglich eine heikle Szene auf der anderen Seite: „Kreuttal hatte eigentlich nur eine Torchance – und die haben wir ihnen selbst ermöglicht.“ Zur Pause stand es 0:1, Kreuttal hatte mehr Ball, fand aber noch nicht die Lücke, während Auersthal das Ergebnis mit viel Laufarbeit und klarem Plan absicherte.
Nach dem Seitenwechsel drehte sich die Partie rund um eine Szene, die Auersthal aus der Bahn brachte. In der 53. Minute sah Paul Urmann Rot, dazu gab es Strafstoß gegen die Gäste. „Die rote Karte plus Strafstoß war für mich nicht nachvollziehbar. Da wirst du doppelt bestraft“, erklärte Pikal. Zumindest blieb der Schaden zunächst aus seiner Sicht begrenzt: „Der Elfer gegen uns wurde verschossen.“ Trotzdem kostete die Unterzahl immer mehr Kraft. „Die rote Karte hat uns das Genick gebrochen. Wir haben lange durchgehalten, aber es hat extrem Kräfte gekostet“, so Pikal. Kreuttal blieb am Drücker, und als bei Auersthal die Beine schwerer wurden, schlug der Tabellenzweite eiskalt zu: Zuerst glich Tobias Gaunersdorfer in der 74. Minute aus, nur drei Minuten später stellte Berkan Tan auf 2:1. Pikal vermerkte außerdem ein hart geführtes Spiel: „Es waren viele Zweikämpfe dabei, teilweise nicht fair geführt und nicht immer mit Gelb geahndet.“
In der Schlussphase warf Auersthal trotz Unterzahl alles nach vorne und bekam noch seine Momente, um zurückzukommen. „Wir hatten beim 2:1 noch zwei, drei echte Sitzer auf den Ausgleich“, ärgerte sich Pikal. Mit dem Risiko öffneten sich hinten Räume, und Kreuttal setzte in Minute 90+3 durch Ali Kaya den Deckel drauf – 3:1. Pikal wollte seiner Mannschaft dennoch nichts vorwerfen: „Im Großen und Ganzen war es von uns ein wirklich sehr gutes Spiel.“ Für ihn lag der Unterschied weniger in der Spielanlage als in der personellen Situation: „Ich habe eigentlich keinen Unterschied gesehen. Das Ergebnis hat den Unterschied gemacht – weil wir eben nur zu zehnt gespielt haben.“ Unterm Strich nimmt Auersthal auswärts viel Positives mit, auch wenn es gegen den Zweiten der Liga keine Punkte gab. Kreuttal festigt oben mit nun 49 Zählern die starke Position, Auersthal bleibt mit 28 Punkten im gesicherten Mittelfeld und will die gezeigte Kompaktheit in die nächsten Runden mitnehmen.