In der 1. Klasse Nord trennten sich der SC mapo Marchegg und der SC Orth/Donau mit 1:1. Auf Orths Führung fand Marchegg rasch die Antwort, danach blieb die Partie lange ohne klare Momente. Nach der Pause besaß Orth/Donau die besseren Möglichkeiten, doch Goalie Milan Pastucha hielt dem Druck stand. Trainer Horst Winkler zeigte sich angesichts mehrerer Ausfälle zufrieden: „Von den Umständen her bin ich mit dem Punkt sehr zufrieden.“

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Die Partie brauchte lange, um Fahrt aufzunehmen, und selbst dann blieb es zäh. Horst Winkler brachte es auf den Punkt: „Es war von beiden Seiten in der ersten Halbzeit kein gutes Spiel, wenige Torchancen.“ In Minute 22 nutzte Orth/Donau eine der raren Möglichkeiten und ging durch Sebastian Damböck mit 0:1 in Führung. Aus Winklers Sicht fiel der Treffer nach einem groben Schnitzer im eigenen Strafraum: „Das Tor war ein Geschenk.“ Marchegg ließ sich davon aber nicht beirren und schlug nur drei Minuten später zurück. Johannes Furthlehner besorgte in Minute 25 das 1:1, so schildert es Winkler: „Ein hoher Ball in den Strafraum, Orth hat nicht gut geklärt, wir haben über die Seite nachgesetzt, und Furthlehner hat ins lange Eck geschossen.“ Mehr tat sich bis zum Seitenwechsel nicht – die Konsequenz: „Die ersten 45 waren nichts Besonderes. Das X war gerecht.“
Nach Wiederbeginn kippte die Chancenverteilung spürbar in Richtung Orth/Donau. Marcheggs Trainer sah seine Elf in mehreren Situationen gefordert – und vor allem den eigenen Keeper im Fokus: „Orth hatte in der zweiten Halbzeit die besseren Chancen. Unser Tormann hat zweimal super im Eins-gegen-eins geklärt.“ Gemeint ist Milan Pastucha, der die Null nach der Pause festhielt und so das Remis absicherte. Offensiv fehlte Marchegg an diesem Tag das letzte Quäntchen. Winkler ärgerte sich nicht laut, aber deutlich: „Uns hat die Durchschlagskraft gefehlt. Gegen Ende hatten wir die eine oder andere Chance, aber das Visier war nicht gut eingestellt – immer genau auf die Mitte vom Tormann geschossen. Das war zu wenig.“ Auch die Personallage spielte eine Rolle: „Wir waren nicht komplett, wir hatten fünf Ausfälle.“ Entsprechend sein Fazit: „Ich bin mit dem Punkt zufrieden.“
Trotz des Punktes nahm Winkler den Gegner positiv wahr: „Orth ist für mich eine der spielstärksten Mannschaften dieser Liga.“ Seine Einschätzung blieb dennoch ehrlich: „Sie waren wohl auch nicht komplett. Und ihr Problem ist, dass vorne ein Stürmer fehlt, der vollendet. Sie hatten zwei, drei gute Chancen, die sie nicht genützt haben. Wenn du die Tore nicht machst, ist es für uns gut.“ Zum Schiedsrichter fand er ruhige Worte: „Der Schiri war in Ordnung. Es hat kaum strittige Szenen gegeben, es war ein faires Spiel und kein hohes Tempo – für den Schiri ganz einfach.“
In der Tabelle ordnet sich Marchegg mit 29 Punkten solide im Mittelfeld ein, Orth/Donau hält ebenso bei 29 Zählern. Für die kommenden Einheiten bleibt vor allem ein Thema auf dem Zettel: mehr Zielstrebigkeit im letzten Drittel. Der Grundstock passt, betont Winkler: „Die, die gespielt haben, haben ihr Bestes gegeben. Wir haben bis zum Schluss gekämpft – das war in Ordnung.“