In der 1. Klasse Nord kam ATSV W.E.B Auersthal gegen den SK Spannberg trotz starker erster Hälfte nicht über ein 2:2 hinaus. Auersthal führte früh und komfortabel, kassierte vor der Pause den Anschluss und in der Schlussphase den Ausgleich. Co-Trainer Karl Pikal haderte mit zwei eigenen Fehlern und einer verpassten Vorentscheidung. Ein Innenstangenschuss und ein aus seiner Sicht klarer Elfmeterpfiff blieben aus – am Ende stand ein Remis, das sich für die Heimischen nach vergebenen Chancen bitter anfühlte.

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Auersthal legte los wie die Feuerwehr und hatte in der Anfangsphase klar mehr vom Spiel. Früh stellte Halil Günay in Minute acht auf 1:0, Ivan Popovic legte nach 28 Minuten das 2:0 nach – ein Start nach Maß. Co-Trainer Karl Pikal schilderte die ersten 45 Minuten so: "Wir waren in der ersten Halbzeit klar besser. Spannberg ist überhaupt nicht ins Spiel gekommen, die haben alles verschlafen. Wir gehen 1:0 in Führung und legen gleich das 2:0 nach." Doch anstatt die Führung souverän in die Kabine zu bringen, fiel der Anschlusstreffer: Philipp Tonner verkürzte in der 34. Minute auf 2:1. Pikal ärgerte sich: "Leider bekommen wir vor der Pause nach einem blöden Fehler das 2:1. Damit haben wir einen Toten wieder zum Leben erweckt." Genau dieses 2:1 gab den Gästen Auftrieb – Auersthal musste nach dem Seitenwechsel wieder enger stehen und sauberer spielen.
Nach der Pause gestaltete sich die Partie wesentlich ausgeglichener. Spannberg kam besser in die Zweikämpfe, nahm Auersthal viel vom Tempo und ließ weniger klare Möglichkeiten zu. "In der zweiten Halbzeit war es ziemlich ausgeglichen", ordnete Pikal ein. Dennoch roch es für die Hausherren nach der Vorentscheidung: Ein satter Abschluss prallte an die Innenstange und sprang wieder heraus. "Wir hatten noch eine dicke Chance – Innenstange, und der Ball springt vom Tor raus", haderte der Co-Trainer. Für Diskussionen sorgte zudem eine Szene im Strafraum der Gäste, die Pikal klar bewertet: "Der Schiedsrichter hätte uns einen Elfer geben müssen. Es war ein Pass in die Tiefe, unser Außenspieler war im Strafraum, der Verteidiger grätscht rein – für mich ein klares Foul, aber es kam kein Pfiff." Er blieb dabei respektvoll, machte aber seine Sicht deutlich: "Allgemein war die Schiedsrichterleistung sehr schwach." Den Gegner sah er nach der Pause robuster und cleverer: "Spannberg ist viel stärker rausgekommen, sehr robust, mit versteckten Fouls. Nicht unfair, aber sie haben's gescheit gemacht."
Je länger das Spiel dauerte, desto mehr wog jede Standardsituation. Zehn Minuten vor Schluss kam dann der Nackenschlag für Auersthal: Nach einem hohen Freistoß schaltete Christian Thüringer am schnellsten und traf in der 80. Minute zum 2:2. Pikal nahm seine Elf in die Pflicht: "Knapp vor Schluss bekommen wir den Ausgleich – wieder ein dummer Fehler von uns. Der Freistoß kommt hoch rein, wir passen hinten nicht auf, und er schießt volley zum 2:2 ein." Wer näher am Sieg war? "Eigentlich wir – wegen der Innenstange und dem nicht gegebenen Elfer", meinte der Co-Trainer. Auf die Frage, was gefehlt hat, blieb er knapp: "Das Tor." In der Tabelle bleibt Auersthal mit 29 Punkten auf Rang acht im breiten Mittelfeld, Spannberg hält bei 35 Zählern. Pikal blickt dennoch positiv auf die letzten beiden Runden: "Wir sind gut drauf und schauen mal, was in den letzten zwei Runden passiert." Für Auersthal gilt es nun, an die starke erste Halbzeit anzuknüpfen, die einfachen Fehler abzustellen und sich für den Aufwand wieder zu belohnen – idealerweise mit drei Punkten.