Im Duell der 1. Klasse Nord teilten sich der USC Kronberg und der SV Bad Pirawarth mit 2:2 die Punkte. Kronberg legte früh durch Marcin Szmidt vor, Bad Pirawarth drehte die Partie noch vor der Pause durch Jiri Svrcek und Sascha Bucher, ehe Drago Durcevic in Minute 90+5 ausglich. Trainer Felix Wallner sprach von einer klaren Überlegenheit nach dem Seitenwechsel – und haderte vor allem mit der Chancenverwertung, die seiner Mannschaft an diesem Tag den möglichen Sieg kostete.

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Der Plan von Kronberg griff sofort: Nach nur vier Minuten stellte Marcin Szmidt auf 1:0, der Auftakt war druckvoll und zielstrebig. „Wir sind schnell und verdient 1:0 in Führung gegangen, hätten bis zum Ausgleich eigentlich schon 3:0 führen müssen“, sagte Felix Wallner rückblickend. Weil die Hausherren mehrere Möglichkeiten liegen ließen, kam Bad Pirawarth zurück: In Minute 38 traf Jiri Svrcek zum 1:1, nur vier Minuten später legte Sascha Bucher das 1:2 nach – Pausenstand. „Dann brauchst du dich nicht wundern, wenn es schnell 1:1 steht und aus der nächsten Standardsituation das 1:2 fällt. Da haben wir kurz den Faden verloren“, so Wallner. Kronberg rannte lange an, musste aber bis tief in die Nachspielzeit zittern. Erst in Minute 90+5 kam die späte Erlösung: Drago Durcevic staubte zum 2:2 ab und rettete wenigstens einen Zähler.
Nach dem Seitenwechsel gab praktisch nur mehr Kronberg den Ton an. „In der zweiten Halbzeit waren wir mindestens um eine Klasse besser, wir haben enormen Druck aufgebaut“, bilanzierte Wallner. Der Lohn blieb jedoch aus – zu oft fehlte im Abschluss die letzte Konsequenz, dazu legte der Gäste-Torhüter einen sehr guten Tag hin. „Wir hatten heute Chancen für fünf Spiele“, ärgerte sich der Kronberg-Coach. „Einerseits hat sich der gegnerische Tormann mit mehreren Paraden ausgezeichnet, andererseits haben wir unsere Möglichkeiten in der Offensive einfach nicht genutzt.“ Dass am Ende „nur“ ein Punkt blieb, ordnete Wallner deshalb nüchtern ein: „Das Unentschieden ist für Bad Pirawarth sehr schmeichelhaft. Aber wenn du deine Chancen nicht machst, geht der Punkt in Summe für mich in Ordnung – auch wenn wir die klar bessere Mannschaft waren.“
Für zusätzlichen Zündstoff sorgten zwei strittige Entscheidungen, die Wallner klar benannte. „Ein klares Tor wurde nicht gegeben – auf Abseits entschieden. Fabian Zeilinger spielt den Ball von der Grundlinie in den Rückraum, dadurch kann Rabo nicht im Abseits stehen“, erklärte der Trainer. Spät im Spiel sah er zudem ein elfmeterreifes Foul übersehen: „In etwa der 85. Minute war es für mich ein glasklarer Elfer.“ Unabhängig davon erkannte Wallner eigene Hausaufgaben: „Gegen den Ball waren wir bei Standards heute anfällig, vorne haben wir es verabsäumt, den Sack zuzumachen.“ Respekt hatte er vor dem Gegner allemal: „Bad Pirawarth hat eine starke Serie hingelegt, trotz Ausfällen nie aufgegeben und immer an sich geglaubt.“ In der Tabelle rangiert Kronberg weiter im Spitzenfeld (Rang 4), der Anspruch bleibt klar: „Wenn du vorne mitspielen willst, musst du solche Spiele für dich entscheiden.“