Nach einer schwierigen Hinrunde in der 1. Klasse Nordwest-Mitte zieht Franz Prechtl, Sektionsleiter des SV Zellerndorf, Bilanz und spricht über neue Energie im Team. Nach mehreren Niederlagen und einem erlösenden Erfolg zuletzt gegen den SV Droß steht seine Mannschaft wieder etwas stabiler da. Die Begegnung zeigte, dass die Moral trotz Rückschlägen intakt ist – ein Befreiungsschlag, der Hoffnung für die Rückrunde gibt. Zellerndorf liegt derzeit auf Rang zwölf und kämpft, angeführt von Trainer Patrick Thürmer und Kapitän Gabriel Neumeister, um den Klassenerhalt.

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Die Zwischenbilanz des Herbstes fiel gemischt aus. Nach vier aufeinanderfolgenden Niederlagen – gegen SV Spitz, SV Hollenburg, USC Ruppersthal und SC Mautern – jubelte Zellerndorf am 7. November erstmals über einen Sieg. „Dieser Sieg hat uns in die Nichtabstiegszone gehoben“, erklärte Franz Prechtl. Der Erfolg gegen den SV Droß war nicht nur tabellarisch, sondern auch emotional von Bedeutung. „Man sieht jetzt wieder, dass beim Trainingsstart die ganze Mannschaft voll dabei ist“, so Franz Prechtl weiter. Dieses Aufleben kommt zur rechten Zeit, schließlich war das Glück im Herbst öfter aufseiten der Gegner.
Im Winter hat sich der Verein gezielt verstärkt: Ein offensiver Neuzugang soll dem Spiel mehr Durchschlagskraft verleihen. „Er wird wahrscheinlich am Flügel oder als Zehner zum Einsatz kommen, je nachdem, wo ihn der Trainer aufstellt“, berichtete Franz Prechtl.
Trainer Patrick Thürmer, der nach vielen Jahren als Coach der Reserve nun die Kampfmannschaft übernommen hat, setzt damit weiter auf Entwicklung innerhalb des bestehenden Kaders. „Bis auf den Neuzugang bleibt die Mannschaft unverändert“, bestätigte der Sektionsleiter – ein Plus an Kontinuität und Stabilität für die Rückrunde.
Positiv stimmt den Verein insbesondere die Genesung wichtiger Spieler. Vinzenz Bussek, lange verletzt, ist ebenso zurück im Training wie Sebastian Reithofer. Franz Prechtl: „Momentan sind alle Spieler Gott sei Dank wieder fit geworden.“ Ein weiteres Merkmal des Teams ist der entschlossene Einsatz seines Kapitäns Gabriel Neumeister. „Er hat in der Winterpause seine Laufleistungen online gestellt und dadurch das Signal gegeben, dass jeder versuchen sollte, so viel wie möglich zu tun, um fit zu bleiben.“
Solches Engagement färbt auf die gesamte Mannschaft ab und wird in den nächsten Wochen entscheidend sein. Franz Prechtl zeigt sich zuversichtlich: „Mit unserem Neuzugang hoffen wir, den Klassenerhalt schnell fixieren zu können.“ Gegen die Topteams der Liga wartet dennoch harte Arbeit. Dennoch herrscht Aufbruchsstimmung im Weinviertel – Zellerndorf hat den Glauben an sich zurückgewonnen und will diesen Schwung in der Rückrunde nutzen.