In der 1. Klasse Nordwest-Mitte blickt Mario Pemmer, Trainer des SC Getzersdorf, auf eine starke erste Saisonhälfte zurück. Nach 13 Runden hält sein Team bei 26 Punkten, rangiert auf Platz drei und hat nur zwei Zähler Rückstand auf Rang zwei. Eine Serie von vier Siegen und einem Remis in den letzten fünf Partien unterstreicht die Stabilität, die Pemmer gefordert hatte. Mit ruhiger, aber spürbar zufriedener Stimme erklärt er, wie sich Kontinuität, konzentrierte Arbeit und klare Strukturen im Verein auszahlen.

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Der SC Getzersdorf hat sich in den vergangenen Wochen schrittweise in die Spitzengruppe der Liga gespielt. Siege gegen USC Ruppersthal, SC Mautern, SV Droß und SC Sitzenberg/R. legten die Basis für diese Position, ehe das jüngste 0:0 gegen SV Rust die Serie ohne Niederlage verlängerte.
Dass die Mannschaft in entscheidenden Momenten die Ruhe bewahrt, ist für Pemmer ein Zeichen gewachsener Reife. Der Trainer betont, dass besonders die eingespielte Struktur im Team und im Betreuerumfeld eine wichtige Rolle für den Erfolg spielt: „Alles ist unverändert geblieben – das sorgt für Stabilität.“ Diese Beständigkeit scheint sich direkt in den Leistungen auf dem Platz widerzuspiegeln.
In der Offensive hat Pemmer vor der Rückrunde gezielte Anpassungen vorgenommen. Der Abgang des tschechischen Angreifers Petr Galuska wurde durch Florim Gashi aufgefangen. „Wir haben im Offensivbereich noch Potenzial“, sagt Pemmer, ohne in Details zu gehen.
Ein weiterer Pluspunkt: Alle Spieler sind fit – ein Vorteil, den in dieser Phase der Saison nicht viele Teams für sich beanspruchen können. Nach einer Hinrunde ohne größere Verletzungssorgen kann Getzersdorf personell aus dem Vollen schöpfen, was angesichts der bevorstehenden intensiven Rückrunde von Bedeutung ist.
Mit dem dritten Tabellenplatz befindet sich Getzersdorf in einer komfortablen Ausgangslage, um im Frühjahr weiter nach oben zu schielen. Der Rückstand auf den Tabellenzweiten SC Sitzenberg/R. ist gering, und mit nur acht Punkten Abstand auf Tabellenführer USV Atzenbrugg/H. bleibt auch die Tabellenspitze rechnerisch in Reichweite.
Pemmer bleibt dennoch vorsichtig: Er will die guten Leistungen aus der Herbstsaison bestätigen, ohne unnötigen Druck aufzubauen. Auf Nachfrage, ob ihn ein Team besonders beeindruckt habe, antwortet er schlicht: „Nein.“ Mit vier Siegen und einem 0:0 gegen starke Konkurrenz hat Getzersdorf im Herbst bewiesen, dass das Fundament steht. Wenn die Mannschaft weiter so geschlossen auftritt, könnte sie in der Rückrunde den nächsten Schritt hin zu den Spitzenplätzen machen und die Liga weiter aufmischen.