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SV Droß-Trainer Thomas Skaloud: "Wir werden wieder aufstehen" – 4:4 gegen SV Heldenberg

SV Droß
SV Heldenberg

Nach dem 4:4 im Duell zwischen SV Droß und SV Heldenberg in der 1. Klasse Nordwest-Mitte ordnet Thomas Skaloud eine Partie ein, die von Wucht, Umschaltmomenten und vielen Unterbrechungen geprägt war. „Na ja, vor allem viel Tempo“, beschreibt er die Intensität und sieht zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten: „In der ersten Halbzeit eher der SV Droß, in der zweiten dann der SV Heldenberg.“ Der Coach spricht von einem positiven, aber schmerzhaften Zwischenfazit – die Enttäuschung über verpasste Gelegenheiten und strittige Momente überwog, zugleich ist der Wille groß, das Mitgenommene in Punkte umzumünzen. Seine Mannschaft startete furios, musste später aber Nackenschläge verkraften; am Ende stand dennoch ein Zähler, der in der aktuellen Lage Gewicht hat.

Zwei Fußballe in Weiß-Orange-Grün

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Ein früher Doppelschlag – und dann fehlte der Flow

Droß erwischte den Traumstart: Schon in der Anfangsphase fiel das 1:0 (Torschütze: Lukas Cemba), kurz darauf das 2:0 (Torschütze: Patrick Klaffl). Nach dem unglücklichen 2:1‑Anschluss per Eigentor (durch Dominic Sinek) kam Heldenberg zurück, ehe Droß wieder vorlegte (zum 3:1 durch Patrick Klaffl). Der Eindruck des Trainers: „Danach waren klare Aktionen Mangelware, wobei der SV Droß aus meiner Sicht die besseren Möglichkeiten hatte.“ Maßgeblich waren auch ruhende Bälle. „Wir haben aus zwei Standardsituationen gute Aktionen herausgearbeitet – leider haben wir auch nach einer Standardsituation ein Gegentor bekommen.“ Nach der frühen Führung geriet der Spielfluss zunehmend ins Stocken – die gefährlicheren Momente verortete Skaloud dennoch auf Droßer Seite.

Aufreger im Sechzehner und die späte Antwort

Besonders hängengeblieben ist eine Szene beim Stand von 3:1 aus Droßer Sicht. Skaloud präzisiert: „Es war ein Laufduell, und unser Stürmer ist im Sechzehner zurückgehalten beziehungsweise niedergerissen worden. Der Pfiff blieb leider aus. Das wäre die Möglichkeit zum 4:1 gewesen – und das Spiel hätte wohl eine andere Richtung genommen.“ Statt der Vorentscheidung kippte die Dynamik: Erst ein Eigentor zum 4:3 (durch Valentin Majercak), dann der Ausgleich zum 4:4 (Torschütze: Matthias Arnold) nach einem Distanzversuch, den der Keeper nicht festhielt. „Leider haben wir vor dem 4:3 ein unnötiges Foul im Mittelfeld gemacht, und beim 4:4 war es ein Weitschuss, den unser Tormann unglücklich abprallen ließ“, so Skaloud selbstkritisch.

Zerfahrene Atmosphäre – und der Blick nach vorn

Zur Gesamtstimmung sagt der Coach: „Es war kein gehässiges Spiel, aber es gab wenig Spielfluss auf beiden Seiten – oft unterbrochen durch Kleinigkeiten und kleine Fouls im Mittelfeld. Zuschauertechnisch war es schwierig.“ Sportlich bleibt er trotz des bitteren Verlaufs konstruktiv: „Fakt ist: Wir haben jetzt in der zweiten Runde nicht verloren. Wir müssen jeden Punkt mitnehmen, an das Positive glauben. Und auch wenn es heute sehr, sehr bitter ist – wir werden wieder aufstehen und weitermachen.“

1. Klasse Nordwest-Mitte: SV Droß : Heldenberg - 4:4 (3:2)

  • 80
    Matthias Arnold 4:4
  • 78
    Eigentor durch Valentin Majercak 4:3
  • 52
    Bernhard Soucek 4:2
  • 44
    Matthias Arnold 3:2
  • 29
    Patrick Klaffl 3:1
  • 17
    Eigentor durch Dominic Sinek 2:1
  • 12
    Patrick Klaffl 2:0
  • 2
    Lukas Cemba 1:0