Spielberichte

SC Getzersdorf-Trainer Mario Pemmer: „Offener Schlagabtausch“ – bitteres 2:6 nach starkem Start

USC Kirchberg/Altenwörth
SC Getzersdorf

Zwischen dem USC Kirchberg/Altenwörth und dem SC Getzersdorf entwickelte sich in der 1. Klasse Nordwest-Mitte ein intensives Duell, das Mario Pemmer als offenen Schlagabtausch einordnete. Der Coach sprach von Ausgeglichenheit über 90 Minuten und davon, dass frühe sowie halbzeitbedingte Verletzungswechsel den Plan durcheinanderbrachten. Der Ton blieb konstruktiv: Für die nächsten Tage sieht er den Fokus auf Regeneration – und darauf, wieder die beste Elf auf den Platz zu bringen.

Zwei Fußballe in Weiß-Orange-Grün

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Früher Vorsprung, rasche Antworten und ein Pausenstand mit Zug

Getzersdorf setzte zunächst das erste Ausrufezeichen: Florim Gashi traf in der 20. Minute zur 1:0-Führung. Kirchberg/Altenwörth fand jedoch schnell zurück ins Spiel – Tomislav Kovacevic glich in der 24. Minute zum 1:1 aus, und Hans Gerbeth drehte die Partie in Minute 31 auf 1:2. Zur Halbzeit stand es 1:2, was den Eindruck vom wechselnden Momentum unterstrich. Pemmer sah die Anfangsphase seiner Mannschaft positiv: „Wir hatten in den ersten 20 Minuten mehr Torchancen, gehen verdient 1:0 in Führung und können sogar 2:0 vorne sein.“ Gleichzeitig benannte er die Gründe für die Wende in den ersten 45 Minuten mit Blick auf Standards: „Dann bekommen wir das 1:1 per Elfmeter und das 1:2 nach einer Standardsituation – da waren wir nachlässig.“ Nach dem Seitenwechsel meldete sich Getzersdorf nochmals zurück: Erneut Gashi stellte in der 66. Minute auf 2:2.

Nach der Pause kippt das Momentum – Chancen, Nackenschläge und ein wilder Schlusspart

Kirchberg kam schwungvoll aus der Kabine, was Pemmer bestätigte. Trotzdem blieb die Partie offen – bis der Schlagabtausch seinen Knotenpunkt fand: Unmittelbar nach dem 2:2-Ausgleich durch Gashi brachte Michael Halmer die Gastgeber postwendend in der 66. Minute mit 2:3 in Front. Getzersdorf antwortete mit Druck und hatte die große Gelegenheit auf das 3:3, bevor die Hausherren die Partie entschieden. Tobias Fiedler erhöhte in der 72. Minute auf 2:4 und legte in der 90. Minute das 2:5 nach, ehe Paul Wohak ebenfalls in der 90. Minute mit dem 2:6 den Schlusspunkt setzte.

Der Nachmittag erzählte damit von Phasen, in denen beide Seiten die Oberhand hatten – mit dem Unterschied, dass Kirchberg in den entscheidenden Momenten konsequenter vollstreckte.

Trainerblick: Intensität, Verletzungen und der Blick nach vorn

Pemmer fasste die Dramaturgie nüchtern zusammen: „Es war ein gutes Spiel für die Zuschauer, ein offener Schlagabtausch mit vielen Situationen auf beiden Seiten – aus neutraler Sicht sehr attraktiv.“ Dass sein Team im Verlauf zweimal verletzungsbedingt umbauen musste, verheimlichte er nicht: „Wir mussten in der ersten Halbzeit relativ früh wechseln, weil sich ein Spieler verletzt hat, und in der Pause wegen einer weiteren Blessur noch einmal. Das hat unseren taktischen Plan etwas durcheinandergebracht.“

Die Marschroute ist klar: „Wir müssen unsere verletzten Spieler schnellstmöglich fit bekommen, damit wir nächste Woche wieder die beste Mannschaft auf den Platz bringen.“

1. Klasse Nordwest-Mitte: Kirchberg/Altenwörth : Getzersdorf - 6:2 (2:1)

  • 91
    Paul Wohak 6:2
  • 90
    Tobias Fiedler 5:2
  • 72
    Tobias Fiedler 4:2
  • 66
    Michael Halmer 3:2
  • 66
    Florim Gashi 2:2
  • 31
    Hans Gerbeth 2:1
  • 24
    Tomislav Kovacevic 1:1
  • 20
    Florim Gashi 0:1