In der 1. Klasse Nordwest-Mitte lieferte sich der SV Rust mit dem SV Hollenburg ein intensives Duell, das vor allem von Spannung und Rhythmus lebte. SL Andreas Egelseer spricht von einer körperbetonten, zugleich sehr fair geführten Partie mit ausgeglichenem Ballbesitz – für ihn war es im Grunde „50 zu 50“. Entscheidend, so seine Einordnung, war letztlich der Spielverlauf mit der Torfolge.

Foto von Ian Taylor auf Unsplash
Große Gelegenheiten waren auf beiden Seiten rar, die Partie lebte von ihrer Dramaturgie. Beim Ballbesitz sah Egelseer kein Übergewicht. Die Zweikämpfe blieben trotz aller Intensität im Rahmen – ein packendes, gleichzeitig faires Duell, das das Publikum über 90 Minuten fesselte.
Rust erwischte den besseren Start: Felix Lederhofer traf in Minute 5 zur frühen Führung der Hausherren – aus Hollenburger Sicht 0:1. Die Gäste antworteten prompt: Amel Koldzic glich in der 18. Minute zum 1:1 aus. Nach dem Seitenwechsel drehte Hollenburg die Partie, als Marco Rabl in der 57. Minute auf 2:1 stellte. Rust egalisierte durch Patrick Novak in der 69. Minute zum 2:2, doch Tobias Kiener besorgte in der 78. Minute den 3:2-Siegtreffer für Hollenburg. Egelseers Fazit bleibt entsprechend abgewogen: Der Erfolg sei nicht unverdient gewesen – in einer insgesamt ausgeglichenen und fair geführten Begegnung. Umso schöner, diesen Auswärtssieg am Freitagabend mitzunehmen.
Taktisch fühlte sich das Trainerteam voll bestätigt: „zu 100 Prozent“. Auch physisch sah Egelseer beide Seiten auf Augenhöhe, deckungsgleich mit seiner Einschätzung zur Kontrolle am Ball. Mehrere Offensivakteure setzten mit ihren Treffern wichtige Akzente – ein weiterer Baustein für den eingeschlagenen Weg mit jungen, eigenen Spielern. Für die nächsten Wochen überwiegt vorsichtiger Optimismus, gespeist aus Einsatz und Leistung: In dieser Liga kann jeder jeden schlagen, oft entscheidet die Tagesform. Präsentiert sich Hollenburg weiter so wie in Rust, blickt man zuversichtlich nach vorne.