Spielberichte

SV Droß-Trainer Thomas Skaloud: „Taktik zu 100 Prozent erfüllt“ – 0:2 in Atzenbrugg

USV Atzenbrugg/H.
SV Droß

Nach der Partie in der 1. Klasse Nordwest-Mitte zwischen dem USV Atzenbrugg/H. und dem SV Droß ordnete Thomas Skaloud das Geschehen mit klaren Worten ein. Er hob die stabile Defensivarbeit, etwas Aluminiumglück sowie einen parierten Elfmeter vor der Pause hervor, verwies auf schwierige Windverhältnisse und attestierte Atzenbrugg nach dem Seitenwechsel deutliche Vorteile. Als spürbaren Impuls nannte er die Einwechslung des Kapitäns der Gastgeber. Gleichzeitig ärgerte er sich über eine aus seiner Sicht überzogene Gelb-Rote Karte gegen Stürmer Marek Cemba.

Fußbälle und Trainingshütchen auf Rasen

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Erste Halbzeit: Kompakt stehen, Chancen über Standards und der Wind als Mitspieler

Skalouds Rückblick auf die ersten 45 Minuten war von Disziplin und Pragmatismus geprägt. Seine Mannschaft habe „defensiv sehr gut gestanden“, zudem halfen in brenzligen Momenten Latte und Stange, und ein Elfmeter gegen Droß wurde gehalten. All das führte zu einem 0:0 zur Pause. Offensiv meldete sich Droß vor allem über ruhende Bälle an: Aus einer Standardsituation resultierte nach Skalouds Schilderung eine Topchance, die jedoch ungenutzt blieb. Entscheidend für den Charakter der Halbzeit waren zudem die Windverhältnisse, die das Timing beeinflussten, lange Bälle unberechenbar machten und präzise Kombinationen erschwerten. In Summe sah er sein Team im Plan: taktisch diszipliniert, wach in der Boxverteidigung und mit einzelnen Nadelstichen – ein Ansatz, der das Spiel bis zum Seitenwechsel offen hielt, obwohl die Gastgeber mehr Spielanteile hatten.

Nach der Pause kippt die Statik – Atzenbrugg erhöht den Druck und trifft

Auf die Frage nach den Spielanteilen bilanzierte Skaloud die zweite Halbzeit klar zugunsten von Atzenbrugg. Die Einwechslung des Kapitäns habe den Hausherren zusätzliche Präsenz verliehen. Seine generelle Einschätzung des Gegners blieb eindeutig: „Das Ballbesitzspiel und das ständige Leerlaufenlassen des Gegners waren hervorragend.“ Aus der zunehmenden Dominanz der Heimischen erwuchsen die entscheidenden Aktionen: In der 74. Minute stellte Dominic Rauscher auf 0:1, zehn Minuten später, in der 84. Minute, legte Jürgen Sprengnagel zum 0:2 nach. Droß hielt phasenweise „sehr gut dagegen“, wie Skaloud betonte, doch der Kräfteverschleiß und die Feldüberlegenheit der Gastgeber setzten sich am Ende durch. Dass die Partie bis in die Schlussphase hinein offen schien, führte der Droß-Coach nicht zuletzt auf die robuste Arbeit gegen den Ball und die Torwartparade beim Strafstoß in Halbzeit eins zurück.

Strittige Szene, „Dreifachbestrafung“ und bittere Konsequenzen

Besonders hängengeblieben ist Skaloud eine Sequenz, die er als „Dreifachbestrafung“ bezeichnete – ein Eigenfehler mit Kettenreaktion unmittelbar vor einem Knackpunkt. „Wir hatten einen Abstoß, den wir direkt in einen Corner gegen uns verwandelt haben. Der wurde zunächst geklärt, im Nachsetzen gab es dann unglücklich einen Elfmeter gegen uns“, schilderte er. In derselben Abfolge sah Stürmer Marek Cemba wegen Reklamierens Gelb; später folgte Gelb-Rot – aus Skalouds Sicht überzogen, auch wenn er die erste Verwarnung akzeptierte. Cemba fehlt damit gesperrt. Trotz der Enttäuschung über diese Szene und den 0:2-Endstand hielt Skaloud an einer zentralen Bewertung fest: Seine Mannschaft habe „kaum etwas zugelassen“, die Vorgaben „zu 100 Prozent“ erfüllt und sich den internen Applaus für die Defensivleistung verdient. Die Mischung aus Widerstandskraft, Aluminiumglück und einem gehaltenen Elfmeter trug das Team lange – ehe Atzenbruggs Ballzirkulation und Effizienz in der Schlussphase den Unterschied machten.

1. Klasse Nordwest-Mitte: Atzenbrugg : SV Droß - 2:0 (0:0)

  • 84
    Jürgen Sprengnagel 2:0
  • 74
    Dominic Rauscher 1:0