Nach dem Duell zwischen USV Atzenbrugg/H. und SC Getzersdorf ordnete Mario Pemmer die Lage nüchtern ein: Er sah einen verdienten Sieger und hob die Qualität des Gegners hervor. In der 1. Klasse Nordwest-Mitte sprach er von einem Knackpunkt nach einer Freistoßflanke, lobte die faire Atmosphäre und richtete den Blick nach vorn – mit erhobenem Kopf und Respekt vor der Leistung des Gegners.

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Das Spiel begann offen und mit sofortigen Nadelstichen beider Teams: In der 2. Minute traf Atzenbrugg die Latte, in der 8. Minute setzte Getzersdorf einen Ball an den Pfosten. Danach entwickelte sich ein Hin und Her mit leichtem Chancenplus für die Hausherren. Getzersdorf agierte engagiert und konzentriert, verteidigte griffig und setzte über Umschaltsituationen Nadelstiche – ohne jedoch in den entscheidenden Momenten das nötige Quäntchen Glück zu haben. So prägten wenige, dafür markante Szenen eine erste Halbzeit, die lange offen wirkte.
Besonders prägend war aus Pemmers Sicht eine ruhende Situation: In der 17. Minute traf Jürgen Sprengnagel nach einer Freistoßflanke zum 0:1 aus Getzersdorfer Sicht – ein Moment, den seine Elf nicht sauber verteidigte und den der Coach als „klaren Knackpunkt“ einordnete. Mit diesem 0:1-Rückstand ging es in die Pause, was die Herangehensweise der Gäste für den zweiten Durchgang zwangsläufig veränderte. Pemmer würdigte die Konsequenz des Gegners und betonte mehrfach, Atzenbrugg sei die beste Mannschaft der Liga und nutze solche Momente eiskalt.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Muster ähnlich: wenige klare Möglichkeiten, viel Zweikampfarbeit – bis Niklas Sulzer in der 60. Minute auf 0:2 stellte und damit den Endstand herstellte. Ansonsten registrierte Pemmer „wenige Halbschancen“ und blieb in seiner Analyse sachlich. Die Rahmenbedingungen hob er ausdrücklich positiv hervor: „Platz war in Ordnung, Zuschauer war in Ordnung. Nichts Hitziges, alles sehr, sehr freundlich und harmonisch.“ Auch die Unparteiischen bekamen Lob: „Der Schiedsrichter machte eine gute Partie.“ In der Einzelkritik nannte Pemmer einen prägenden Akteur der Heimelf: Für ihn war Maximilian Müllner, der aktuell stärkste Spieler der Liga. Sein Fazit blieb konstruktiv: Kopf hoch – heute habe man gegen die aus seiner Sicht beste Mannschaft der Liga gespielt. Zudem dankte er Atzenbrugg für die Gastfreundschaft und richtete den Blick auf die nächsten Aufgaben.