In der 1. Klasse Nordwest-Mitte feierte der USC Kirchberg/Altenwörth gegen den SV Rust einen knappen 2:1-Heimsieg. Die Hausherren legten früh vor, nahmen eine 1:0-Führung mit in die Pause, mussten in der Schlussphase aber den Ausgleich hinnehmen – und schlugen kurz darauf aus einer Ecke zum entscheidenden 2:1 zurück. Trainer Oliver Oberhammer hob nach dem Schlusspfiff zwei Punkte hervor: starke Paraden seines Torhüters in Hälfte eins und die Kaltschnäuzigkeit bei der späten Standardsituation.

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Kirchberg erwischte den besseren Start, legte Ruhe in die eigenen Aktionen und fand schnell die passende Balance. „Wir hatten einen guten Start, haben das Spiel kontrolliert, sind 1:0 in Führung gegangen“, fasste Oliver Oberhammer den Auftakt zusammen. Nach rund einer Viertelstunde war es so weit: Philipp Klimpfinger traf zum 1:0 (16.). Der Trainer zeichnete die Entstehung nach: „Das 1:0 war ein Angriff über mehrere Stationen, fertig gespielt über die rechte Seite. Passinitiative von David Reisinger, Schörg hat quergelegt auf Klimpfinger – das war das 1:0.“ In einer Phase, in der Rust gefährlich lauerte, hielten die Gastgeber hinten dicht – auch dank ihres Keepers. „Dann hatten wir zweimal Glück, dass unser Tormann den Ausgleich verhindert hat“, sagte Oberhammer. Besonders hob er eine Szene hervor: „Unser Tormann hat im Eins-gegen-eins die Führung festgehalten.“ Mit diesem 1:0 ging es in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel veränderte sich das Bild etwas. Im Ballbesitzspiel fehlte Kirchberg die letzte Genauigkeit, doch die Mannschaft hielt gegen den Ball diszipliniert dagegen. „Erste Halbzeit war das Spiel mit dem Ball bis auf einige Szenen zum Großteil gut. Zweite Halbzeit ist uns das leider nicht mehr so gelungen. Dafür haben wir gegen den Ball ganz gut gearbeitet und leider wieder mal einige Konterchancen vor und nach dem Ausgleich schlecht fertig gespielt“, ordnete der Coach ein. In Minute 76 schlug Rust zu: Felix Lederhofer besorgte das 1:1. Oberhammer ärgerte die Entstehung: „Beim 1:1 haben wir einen langen Ball schlecht verteidigt, schlecht abgesichert, und der gegnerische Stürmer hat dann das 1:1 geschossen.“ Kirchberg schüttelte sich kurz – und fand prompt die Antwort. Nur wenige Minuten später nutzten die Hausherren eine Standardsituation eiskalt. „Das 2:1 entstand aus einem Eckball für uns, eine Standardsituation“, beschrieb Oberhammer. Den goldenen Treffer fixierte Alexander Kurzbauer (79.) und stellte damit den Heimsieg sicher.
In der Analyse verteilte Oliver Oberhammer faire Worte an den Gegner: „Es war der erwartet schwere Gegner. Nicht umsonst waren wir punktegleich vor dem Spiel in der Tabelle. Es ist eine gute Mannschaft und spielt eine gute Rolle in der Liga.“ Aktuell rangiert Kirchberg nach 19 Runden laut Tabelle mit 36 Punkten auf Platz zwei, Rust hält bei 33 Zählern und liegt damit im vorderen Feld. Auch der Unparteiische bekam ein positives Zeugnis: „Der Schiedsrichter war gut.“ Inhaltlich nahm der Coach mit, dass sein Team die Partie lange im Griff hatte, sich aber in Durchgang zwei stärker über die Defensivarbeit definieren musste – und genau daraus Stabilität gewann. Vorne reichte dann eine gut getretene Ecke, um den Sack zuzumachen. Leider konnten die 3 Konterchancen nicht verwertet werden. Für die kommenden Wochen heißt das: an die Ballsicherheit der ersten 45 Minuten anknüpfen, die Kompaktheit aus Hälfte zwei mitnehmen – und weiter konsequent punkten.