Spielberichte

Armin Wodiczka (Trainer SC Sitzenberg-Reidling): „Ein gerechtes Remis nach irrer Aufholjagd“

SC Sitzenberg/R.
SV Spitz

Achterbahnfahrt in der 1. Klasse Nordwest-Mitte: Der SC Sitzenberg-Reidling und der SV Spitz/Donau trennten sich nach wilden 90 Minuten 4:4. Die Gastgeber lagen gleich dreimal mit zwei Toren zurück und kamen jedes Mal zurück ins Spiel. Trainer Armin Wodiczka sprach von großer Moral und einem verdienten Punkt: „Wenn man dreimal einen Zwei-Tore-Rückstand aufholt, muss man mit dem Unentschieden zufrieden sein.“ 

Jugendliche Spieler mit Bällen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Sitzenberg kommt dreimal zurück – Garagic krönt die Aufholjagd

Spitz erwischte den besseren Start und nutzte die ersten Gelegenheiten eiskalt: In Minute 13 stellte Luca Söllner auf 0:1, nur drei Minuten später erhöhte Christoph Fertl auf 0:2. Sitzenberg blieb dran, suchte die Tiefe und kam durch Haris Garagic in der 30. Minute zum 1:2. Der Jubel währte kurz, denn praktisch im Gegenzug traf Martin Jez zum 1:3 (31.). Kurz vor dem Pausenpfiff lag der Anschlusstreffer in der Luft, doch Trainer Armin Wodiczka haderte: „Eine Minute vor der Pause hatte Adam Beno die Riesenchance, schoss aber leider neben das Tor.“ Mit 1:3 ging es in die Kabinen. Gleich nach Wiederbeginn legten die Hausherren zu: Manuel Nagelseder verkürzte in der 47. auf 2:3. Spitz antwortete durch den abschlussstarken Jez und stellte in Minute 60 wieder auf plus zwei (2:4). Sitzenberg blieb am Drücker und wurde belohnt: Dominik Wieseneder traf in der 68. zum 3:4, ehe Haris Garagic in der 75. das 4:4 besorgte. In der Schlussphase gab es auf beiden Seiten noch Möglichkeiten, doch am Ende blieb es beim leistungsgerechten Remis.

Wodiczka lobt Moral, ärgert sich aber über vier Gegentore

Nach Abpfiff fasste Armin Wodiczka das Gefühlschaos recht simpel zusammen: „Es war ein Auf und Ab. Wir waren 0:2, 1:3 und 2:4 hinten und haben dreimal einen Zwei-Tore-Rückstand aufgeholt – gegen eine sehr gute Mannschaft.“ Besonders freute ihn, dass sein Team trotz Ausfällen nicht abreißen ließ: „Mit dieser Besetzung – uns haben einige Stammspieler gefehlt – war das eine moralische, läuferische und kämpferische Topleistung.“ Was ihn zugleich wurmt: die Art der Gegentore. „Natürlich: Man darf keine vier Tore bekommen. Das erste war ein individueller Fehler in der Verteidigung, beim zweiten ein schrecklicher Fehlpass im Mittelfeld und dann ein haltbarer Heber aus großer Distanz. Ein weiteres Tor war ein Fernschuss von 25 Metern genau neben die Stange, das letzte ein Freistoß.“ Der Trainer gibt die Richtung vor: „Wir müssen die Defensive stabilisieren und wieder, so wie im Herbst, weniger Tore bekommen.“

Gerechter Punkt gegen den Zweiten – Gegner stark, Sitzenberg mit Rückenwind

Auch den Gegner ordnete Wodiczka klar ein: „Spitz hat sehr gute, schnelle Einzelspieler. In der ersten Halbzeit waren sie aggressiv und lauffreudig, in der zweiten haben sie fürs Spiel weniger beigetragen.“ Genau da packte Sitzenberg zu, legte nach der Pause zu und holte sich mit viel Moral den Zähler. Dass Spitz als Tabellenzweiter angereist war, unterstreicht den Wert dieses 4:4 – zumal beide Teams am Ende noch Siegchancen hatten. „Vielleicht hätten wir am Schluss sogar noch gewinnen können, aber auch Spitz hatte Möglichkeiten – somit ist es ein gerechtes Remis“, sagte Wodiczka. Der Fokus liegt auf dem Weiterarbeiten. Der Trainer bleibt bei seiner klaren Hausaufgabe: kompakter stehen und individuelle Fehler abstellen.

1. Klasse Nordwest-Mitte: Sitzenberg : Spitz - 4:4 (1:3)

  • 75
    Haris Garagic 4:4
  • 68
    Dominik Wieseneder 3:4
  • 60
    Martin Jez 2:4
  • 47
    Manuel Nagelseder 2:3
  • 31
    Martin Jez 1:3
  • 30
    Haris Garagic 1:2
  • 16
    Christoph Fertl 0:2
  • 13
    Luca Söllner 0:1