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„Wir werden wieder kleinere Brötchen backen müssen“ – Droß-Coach Skaloud blickt nach dem Abstieg nach vorne

SV Droß

Mit dem 1:1 gegen SV Zellerndorf hat der SV Droß die Saison in der 1. Klasse Nordwest-Mitte abgeschlossen, die Bilanz fällt nach Platz 14 und nur neun Punkten aber schonungslos aus. Trainer Thomas Skaloud spricht offen von einem „verdienten Abstieg“, will die Pause nun dennoch nutzen, um Kraft zu tanken und den Neustart in der 2. Klasse vorzubereiten.

Spieler holt zum Eckball aus

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Schonungslose Bilanz nach einer schwierigen Saison

Skaloud redet die abgelaufene Saison nicht schön, im Gegenteil. Der Trainer fand im Gespräch klare Worte und ließ keinen Zweifel daran, wie er die letzten Monate einordnet. „Wirklich gut hat leider nichts funktioniert. Wir sind leider gar nicht in Fahrt gekommen“, sagte er. Genau dieses Bild spiegelt sich auch in der Tabelle wider. Nach einem kurzen Zwischenhoch zu Beginn rutschte SV Droß schon früh ans Ende des Feldes und blieb ab Runde fünf durchgehend auf Rang 14. Für den Coach war deshalb auch die Gesamtwertung eindeutig: „Nach jedem kleinen Aufbäumen ist wieder ein Rückschlag gekommen. Das ist auch der verdiente Abstieg.“ Dass die Mannschaft die Saison mit einem 2:1 bei Retz II und dem 1:1 gegen SV Zellerndorf zumindest etwas freundlicher beendete, ändert aus seiner Sicht nichts mehr am Gesamtbild.

Trotz des sportlichen Rückschlags ist die Stimmung intakt

Bemerkenswert ist aber, dass die Lage intern offenbar deutlich ruhiger ist, als es der Tabellenstand vermuten lässt. Skaloud betonte, dass die Stimmung in der Mannschaft trotz des Abstiegs gut geblieben sei. „Obwohl das Sportliche sehr negativ war, ist die Stimmung sehr, sehr gut“, sagte der Droß-Trainer. Dazu kommt, dass der Kader aktuell keine zusätzlichen Verletzungssorgen mit sich herumschleppt. „Wir haben alle Spieler fit“, erklärte Skaloud. Die anstehende Pause soll deshalb nicht zum Reparieren genutzt werden, sondern zum Durchschnaufen. „Jetzt haben wir Pause. Die werden wir nutzen, um unsere Akkus wieder aufzuladen, um nächstes Jahr eine gute Rolle in der zweiten Klasse zu spielen.“ 

Der Kader wird umgebaut, die Richtung ist aber klar

Dass der Neustart nicht mit derselben Gruppe erfolgen wird, ist dabei längst klar. Skaloud sprach von mehreren Abgängen, wollte aber noch keine Namen nennen. Gleichzeitig läuft die Arbeit am neuen Kader schon auf Hochtouren. „Wir sind am Basteln für den neuen Kader für die kommende Saison. Das schaut derweil nicht so schlecht aus“, sagte er. Der Coach weiß aber auch, dass der Verein nach dem Abstieg einen realistischen Zugang braucht. „Wir werden wieder kleinere Brötchen backen müssen, aber ich denke, dass wir eine konkurrenzfähige Mannschaft zusammenbekommen.“ Besonders wichtig ist für ihn, dass jene Spieler, die bleiben, den Weg mitgehen. „Die Burschen, die bleiben, sind alle motiviert fürs nächste Jahr“, meinte Skaloud. Dazu kommen laut Trainer bereits einige Neuzugänge und junge Spieler, die nachrücken und Potenzial mitbringen. Genau daraus soll nun eine neue Mannschaft entstehen.

Skaloud sieht bei anderen Klubs, was Droß wieder erreichen will

Interessant war auch, wohin Skaloud in der Liga mit Blick auf die Entwicklung anderer Vereine schaut. Besonders angetan zeigte er sich von SV Rust und USC Kirchberg/Altenwörth. Über SV Rust sagte er: „Der Weg, den Rust einschlägt, ist gewaltig. Da kommt riesengroßes Potenzial nach. Die werden sicherlich nächstes Jahr um die Meisterschaft mitspielen, wenn sie so zusammenbleiben.“ Auch USC Kirchberg/Altenwörth hob er hervor und lobte die Konstanz sowie die spielerische Qualität. Für Droß ist das kein neidischer Blick nach oben, sondern eher ein Hinweis darauf, was mit Ruhe, Entwicklung und einer funktionierenden Mannschaft möglich ist. Der eigene Weg wird in der kommenden Saison ein anderer sein, aber die Richtung ist klar: ehrlicher Neuaufbau, realistische Ziele und der Versuch, in der 2. Klasse wieder stabiler aufzutreten als zuletzt.