Spielberichte

„Wir wollen oben angreifen“ – Strugalioski baut bei Spitz auf junge Truppe und eine festere Abwehr

SV Spitz

In der 1. Klasse Nordwest-Mitte hat sich der SV Spitz/Donau nach einer wechselhaften Runde auf Rang sieben eingependelt. Trainer Alija Strugalioski blickt dennoch zuversichtlich nach vorne: Die Mannschaft sei stabil, der Kurs klar – hinten sicherer werden, vorne fitter bleiben und den Kader verjüngen. „Wir haben uns in der 1. Klasse stabilisiert“, sagt er und nennt als Ziel einen Platz im vorderen Drittel. Verletzungen – vor allem auf der Tormann- und Stürmerposition – prägten die letzten Monate, nun soll der Neustart im Sommer Schwung bringen.

Duell zweier Spieler in grünen und weißen Trikots

Foto von Ian Taylor auf Unsplash

Stabilisiert – und doch mit klarer Baustelle hinten

Der Rückblick des Trainers fällt nüchtern und gleichzeitig optimistisch aus. „Wir haben uns in der 1. Klasse stabilisiert. Die letzten zweieinhalb Jahre waren wir im Mittelfeld, auf Platz fünf oder sechs“, ordnet Alija Strugalioski ein. Das passt zum Bild der abgelaufenen Spielzeit: Spitz stand zwischendurch sogar ganz vorne, am Ende wurde es mit 39 Punkten Rang sieben. Was gefehlt hat, benennt der Coach ohne Umschweife: „Wir müssen uns unbedingt im Defensivbereich verbessern, dann passieren weniger Fehler.“ Die Ausfälle taten weh – „der Torwart war länger verletzt, zeitweise hatten wir gar keinen. Auch vorne hat uns mit drei, vier Ausfällen viel gefehlt. Da kassierst du schnelle, billige Tore.“ Für die neue Saison will Strugalioski an zwei Schrauben drehen: sauberer Spielaufbau und weniger Fehler gegen den Ball. „Dann belohnen wir uns auch öfter für den Aufwand.“

Abgänge, Neuzugänge und der klare Verjüngungskurs

Im Kader hat sich bereits einiges bewegt – mit Blick auf mehr Breite und mehr Tempo. „Fix weg sind Dominik Rester und Martin Jez“, erklärt der Trainer. Auf der anderen Seite stehen gezielte Zugänge. „Wir haben einen jungen Tormann dazubekommen, dazu einen Stürmer und noch einen weiteren Spieler.“ Zwei weitere junge Akteure könnten noch folgen. Der Tenor ist eindeutig: „Wir verjüngen den Kader, um die Jungs zu motivieren. Wir erwarten eine ganz junge Truppe – die Richtung geht nach oben.“ Als wichtiges Vorbild im Alltag nennt Strugalioski einen Routinier: „Christoph Fertl ist eine Legende bei uns, sehr positiv und er kann die Jungen motivieren.“ Der Mix soll tragen – hungrige Neuzugänge, gestandene Stützen und ein klares Gerüst für die Vorbereitung.

Gute Stimmung, fester Staff und Respekt für die Konkurrenz

In der Kabine passt die Achse, betont der Trainer – ohne laute Töne, dafür mit viel Miteinander. „Die Stimmung ist sehr gut zwischen Trainer und Spielern. Wir arbeiten ruhig, klären Dinge in Ruhe – ohne Streit. Wichtig ist, dass wir besser werden“, sagt Strugalioski. Auch im Betreuerteam bleibt alles wie gehabt: „Co-Trainer, U23-Trainer und Torwarttrainer bleiben. Das wird nicht verändert.“ In der Vorbereitung soll hart gearbeitet werden – mit klarem Plan: „Die Spieler bekommen Laufprogramme, damit alle top zurückkommen. Wir wollen mehr Spielaufbau und weniger Fehler hinten.“ Wertschätzung gibt es für die Liga-Konkurrenz: „Atzenbrugg war sehr gut, kompakt, mit starkem Kader. Und Kirchberg hat viele eigene Junge – breiter Kader. Die zwei waren top und spielen verdient oben.“ Und ein Zusatz liegt dem Coach am Herzen: „Hollenburg macht richtig gute Nachwuchsarbeit – das gehört gesagt.“ Der Blick nach vorne ist entsprechend ambitioniert. „Wir wollen uns zwischen Platz eins und sechs bewegen“, formuliert Strugalioski das Ziel deutlich. Die Basis dafür sieht er im täglichen Training und in der neuen, jüngeren Achse – samt neuem Schlussmann und mehr Optionen vorne. „Wenn wir hinten weniger zulassen und konsequenter aufbauen, ist viel drinnen.“ Die Stimmung stimmt, der Staff steht, und die Ansage ist klar: Spitz will im Sommer den nächsten Schritt machen – ruhig, fleißig und mit einer Mannschaft, die Lust auf oben hat.