In der 1. Klasse Nordwest-Mitte hat SV Zellerndorf eine schwierige Saison auf Rang 13 beendet. Trainer Ferdinand Riedl zieht nach einer unruhigen Phase mit Trainerwechsel dennoch kein vernichtendes Fazit. Die Rückrunde sei ordentlich gewesen, auch wenn vorne oft die Durchschlagskraft fehlte. Im Sommer soll sich personell etwas tun, dazu übernimmt mit Oleksiy Chereda ein Mann aus den eigenen Reihen.

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Der Blick zurück fällt in Zellerndorf nicht euphorisch aus, aber er ist auch weit weg von einer Generalabrechnung. Riedl spricht offen an, dass die Mannschaft erst einmal mit einer veränderten Situation zurechtkommen musste. „Nachdem der Trainer aufgehört hat und wir einen Trainerwechsel gehabt haben, hat das ganz gut funktioniert“, sagt er. Dazu passt auch seine Einschätzung zur zweiten Saisonhälfte: „Die Rückrunde war nicht so schlecht.“ Dass der SV Zellerndorf am Ende mit 19 Punkten auf Platz 13 landete und diesen Rang über weite Strecken der Saison innehatte, zeigt zwar, wie schwierig das Jahr insgesamt war. In den letzten fünf Partien war aber noch einmal zu sehen, dass die Mannschaft sich nicht aufgegeben hat: Dem 5:2 bei SV Spitz folgten ein 0:0 gegen SV Hollenburg, Niederlagen gegen USC Ruppersthal und SC Mautern sowie zum Abschluss ein 1:1 gegen SV Droß.
In seiner sportlichen Analyse kommt Riedl schnell zu jenem Punkt, der aus seiner Sicht vieles erklärt. „Offensiv sind wir ein bisschen schwach gewesen“, sagt er, und genau dieser Satz zieht sich wie ein roter Faden durch seine Bilanz. Zellerndorf hatte laut dem Trainer nicht in allen Bereichen Probleme, aber im Angriff fehlte zu oft der letzte Ertrag. Gleichzeitig will Riedl das Positive nicht unter den Tisch fallen lassen. „Im Großen und Ganzen kann man zufrieden sein“, sagt er, und verweist darauf, dass sich innerhalb der Mannschaft doch etwas entwickelt hat. Besonders nennt er Markus Reilinger und Alexander Graf, die sich in den vergangenen Monaten hervorgetan haben. Darüber hinaus hebt er die gesamte Gruppe hervor: „Eigentlich hat sich die ganze Mannschaft wieder ein bisschen weiterentwickelt.“ Auch abseits des Platzes stimmt für ihn der Rahmen, denn den Zusammenhalt im Kader beschreibt er klar und ohne Einschränkung.
Im Sommer wird sich der Kader verändern, auch wenn bei den Neuzugängen noch nichts unterschriftsreif ist. „Es gibt noch keine, wir sind noch in Verhandlungen“, sagt Riedl. Fix sind dagegen zwei Abgänge: David Preisler und Lukas Zavodny werden den Verein verlassen. Gerade bei diesem Thema wird deutlich, dass Zellerndorf die Trennung sauber und ohne Nebengeräusche lösen will. „Da sind wir sehr dankbar, dass sie uns die letzten zwei Jahre unterstützt haben und brav gespielt haben. Jetzt haben wir uns im Guten getrennt“, sagt Riedl. Gleichzeitig ist auch auf der Trainerbank die nächste Lösung bereits vorbereitet. „Oleksiy Chereda wird ab Sommer Trainer bei uns“, erklärt Riedl. Dass mit Chereda ein Mann aus den eigenen Reihen übernimmt, passt zur Linie des Vereins, intern weiterzuarbeiten und auf Vertrautes zu setzen.
Bevor in Zellerndorf der Blick endgültig nach vorne geht, steht zunächst noch ein fixes Vereinswochenende am Programm. Riedl verweist auf das anstehende Sportfest mit School’s-Out-Party am Freitag, Seniorenturnier am Samstag und einem Mittagstisch am Sonntag, ehe es in die Sommerpause geht. Lange wird die allerdings nicht dauern. „Danach gehen wir in die wohlverdiente Sommerpause für eine Woche. Dann ist Vorbereitungsstart“, sagt er. Wichtig ist für ihn, dass die Mannschaft personell ohne Altlasten in diese Phase gehen kann. „Zum Glück gibt es keine verletzten Spieler, und ich hoffe, dass beim Vorbereitungsstart wieder alle da sind, damit wir angreifen können.“ Beeindruckt haben ihn in der Liga zuletzt vor allem USV Atzenbrugg/H. mit einer starken frühen Saisonphase und USC Kirchberg/Altenwörth. In Zellerndorf selbst ist der Ton für den Sommer jedenfalls klar: ruhig bleiben, nachbessern und den nächsten Schritt machen.