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"Mit dieser Saison können wir zufrieden sein" – Sitzenberg-Reidling blickt trotz verpasster Top fünf positiv zurück

SC Sitzenberg/R.

In der 1. Klasse Nordwest-Mitte hat SC Sitzenberg-Reidling die Saison auf Rang sechs beendet und das vereinsinterne Ziel Top fünf damit knapp verpasst. Dass die Stimmung trotzdem nicht kippt, liegt für Armin Wodiczka vor allem am starken Herbst und an einer langen Phase ganz vorne. "Alles in allem können wir mit dieser Saison zufrieden sein", sagt er trotz eines schwächeren Frühjahrs.

Ersatzbank mit Sportplatz im Hintergrund

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Lange vorne dabei, dann kam der Rückfall

Wer nur auf die Abschlusstabelle schaut, sieht bei Sitzenberg-Reidling einen sechsten Platz mit 42 Punkten. Wer den Verlauf der 26 Runden dazunimmt, versteht aber schnell, warum Wodiczka die Spielzeit nicht einfach als Enttäuschung abtut. Die Mannschaft war vom Start weg voll da, stand schon früh ganz oben und hielt sich über Wochen im Spitzenfeld. Zwischen Runde eins und Runde 15 bewegte sich das Team fast durchgehend unter den ersten drei, zeitweise sogar an der Spitze. Wodiczka bringt diese Phase knapp, aber deutlich auf den Punkt: "Der Herbst war spitze. Wir waren bekanntlich am zweiten Tabellenplatz hinter dem späteren Meister Atzenbrugg." Erst danach veränderte sich die Saison spürbar. Aus dem langen Mitmischen ganz vorne wurde Schritt für Schritt ein Hinterherlaufen hinter den eigenen Ansprüchen, und genau an diesem Punkt verweist Wodiczka auf die personelle Lage: "Wir hatten einige Langzeitausfälle zu verzeichnen."

Der Endspurt brachte Rang sechs

Im Frühjahr wurde die Ausgangslage dann schwieriger. Nach Runde 15 war Sitzenberg-Reidling noch Dritter, kurz darauf fiel die Mannschaft auf Platz fünf zurück und rutschte in weiterer Folge sogar bis auf Rang acht ab. Das erklärt auch, warum sich der sechste Endrang etwas zwiespältig anfühlt. Einerseits fehlte am Ende nur ein Punkt auf Platz fünf, andererseits musste sich die Mannschaft diese Position erst wieder mühsam zurückholen. In den letzten fünf Spielen gelang das mit einem 2:2 gegen SC Mautern, einem klaren 5:0 gegen SV Droß, einer knappen Niederlage gegen SV Rust sowie Siegen gegen SC Getzersdorf und Retz II. Der Schlussspurt war also ordentlich, nur kam er für die ganz große Korrektur nicht früh genug. Wodiczka formuliert es nüchtern: "Aus diesem Grund und auch wahrscheinlich, weil wir ein schwächeres Halbjahr hatten, sind wir weiter zurückgefallen und haben das vom Verein gesetzte Ziel Top fünf knapp nicht geschafft." Gerade deshalb wirkt sein Fazit auch nicht schöngefärbt, sondern nachvollziehbar.

Im Sommer wird nicht nur pausiert, sondern auch umgebaut

Stillstand gibt es in Sitzenberg-Reidling in diesen Wochen ohnehin nicht. Im Trainerstab hat sich bereits einiges getan. Wodiczka selbst wechselt in die Funktion des sportlichen Leiters, sein Nachfolger auf der Trainerbank ist Daniel Karner. Auch darunter gab es Änderungen: Michael Wurzer hat den Verein als Co-Trainer verlassen und wird durch Christoph Petter ersetzt. Dazu kommt ein Wechsel auf der Position des Tormanntrainers, weil Fabian Keiblinger nach Oberndorf zieht und Sebastian Stern übernimmt. Im Kader stehen mit Haris Garagic, Andreas Zottl und Adam Nedorost drei Abgänge fest. Bei möglichen Neuzugängen bleibt der Verein dagegen noch bewusst vorsichtig. Wodiczka sagt dazu klar: "Über die Neuzugänge möchte ich erst sprechen, wenn sie wirklich fixiert sind und für den SC Sitzenberg-Reidling spielberechtigt sind." 

Teamgeist statt Einzelkritik oder Einzellob

Zum Trainingsstart am 8. Juli soll die Mannschaft jedenfalls ohne größere Sorgen antreten. "Ich glaube, dass derzeit alle Spieler fit sind, über die kurze Sommerpause Kraft tanken und fit ins Training einsteigen werden", sagt Wodiczka. Auffällig ist dabei, worauf er in seinem Rückblick den größten Wert legt. Einen einzelnen Spieler wollte er aus den vergangenen Monaten ausdrücklich nicht hervorheben. "Wir haben eine sehr gute, intakte Mannschaft mit einem sehr guten Teamgeist. Dieser Teamspirit ist wichtiger, als einzelne Spieler hervorzuheben", sagt er. Genau dieser Zugang zieht sich durch seine gesamte Einordnung. Sitzenberg-Reidling hat das selbst gesetzte Ziel knapp verpasst, nimmt aus dem starken Herbst aber genug Positives mit, um die Saison nicht kleinzureden. Anerkennende Worte fand Wodiczka zum Schluss auch für Meister Atzenbrugg und für Kirchberg/Altenwörth, das nach einem starken Frühjahr noch auf Rang zwei gelandet ist.