Spielberichte

7:1 und trotzdem nicht zufrieden: Würzler kritisiert Ernstbrunns Chancenverwertung

SK Ernstbrunn
ATSV Hollabrunn

Kantersieg mit klarer Botschaft: In der 1. Klasse Nordwest fertigte der SK Sparkasse Ernstbrunn den ATSV Hollabrunn mit 7:1 ab – und lag schon zur Pause 6:1 voran. Trotz der offensichtlichen Überlegenheit fand Trainer Werner Würzler deutliche Worte: Er sprach von einem Pflichtsieg, haderte aber mit der Effizienz und mahnte mehr Konsequenz im letzten Drittel ein. Nach dem Wechsel bekamen zahlreiche junge Spieler Einsatzminuten – ein spätes Tor setzte den Schlusspunkt unter einen insgesamt einseitigen Abend.

Bällesack

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Frühe Kontrolle und ein halbes Dutzend vor der Pause

Ernstbrunn legte los wie die Feuerwehr und stellte die Weichen früh. Thomas Spieß eröffnete in Minute 9, wenig später erhöhte Kevin Sostarits (18.). Jan Malik legte das 3:0 nach (27.), ehe Emir Dilic erstmals traf (32.). Als David Handl nur zwei Minuten später auf 5:0 stellte (34.) und Dilic in der 38. Minute seinen Doppelpack schnürte, war das halbe Dutzend voll. Hollabrunn kam kurz vor der Pause durch Yakubu Shaibu zum 6:1 (42.), am klaren Pausenstand änderte das nichts. „Wir hatten klare Chancen und ein deutliches Plus. Wir haben dem Gegner die eine oder andere Chance erlaubt und dadurch ein Tor kassiert, das nicht nötig war. Wir hätten in der ersten Halbzeit schon viel höher führen müssen“, ordnete Werner Würzler die wilden ersten 45 Minuten ein.

„Pflichtsieg“ mit Beigeschmack: Würzler mahnt Effizienz und Balance ein

In seiner Analyse blieb der Ernstbrunn-Coach bei aller Dominanz kritisch. „Es war von den ersten Minuten klar, dass das eher ein einseitiges Spiel wird“, sagte Würzler. „Sie kamen nur über Konter raus und standen meistens sehr tief, oft mit neun, zehn Mann.“ Zufrieden klang er dennoch nicht: „Wir haben den Pflichtsieg geholt. Mit der Chancenauswertung bin ich aber definitiv nicht zufrieden.“ Auch die Hausaufgaben benannte er klar: „Wir müssen in der Chancenauswertung zulegen, in der Defensive beim Umschaltspiel gegen Konter sauberer werden und vorne beim letzten Pass sowie bei der Kaltschnäuzigkeit zulegen.“ Auf Nachfrage zum Gegner blieb er respektvoll: „Schwer zu sagen, aber bemüht waren sie.“ Das passte zum Bild eines Abends, an dem Ernstbrunn über weite Strecken das aktivere Team war, sich aber nach eigener Ansicht noch deutlicher hätte absetzen können.

Junge Minuten, spätes 7:1 und ein unauffälliges Schiri-Team

Nach dem Seitenwechsel nahm Ernstbrunn etwas Tempo aus der Partie und Würzler nutzte die komfortable Führung, um frische Beine zu bringen. „In der zweiten Halbzeit haben wir die komplette Bank gebracht und viele junge Spieler eingesetzt. Ein Tor ist da noch gefallen. Wir waren damit nicht gefährlicher, aber die Jungs haben das Spiel auch nicht geschwächt. Ich freue mich, dass sie Minuten bekommen haben“, erklärte der Trainer. Das eine Tor setzte erneut Emir Dilic – er schnürte mit seinem späten Treffer zum 7:1 in Minute 84 sogar den Dreierpack. Zum Schiedsrichterteam fand Würzler ruhige Worte: „Es gab keine strittigen Szenen, das Team war in Ordnung und hat das solide runtergepfiffen. Zwei, drei knappe Entscheidungen haben wohl gepasst.“ Unterm Strich stand ein deutliches Ergebnis, aber auch eine klare Arbeitsliste: Ernstbrunn will beim Umschalten sauberer werden und vor dem Tor konsequenter sein – Aufgaben, die man im Schlussspurt der Saison mitnehmen will.

1. Klasse Nordwest: Ernstbrunn : Hollabrunn - 7:1 (6:1)

  • 84
    Emir Dilic 7:1
  • 42
    Yakubu Shaibu 6:1
  • 38
    Emir Dilic 6:0
  • 34
    David Handl 5:0
  • 32
    Emir Dilic 4:0
  • 27
    Jan Malik 3:0
  • 18
    Kevin Sostarits 2:0
  • 9
    Thomas Spieß 1:0