Spielberichte

„Geschlossenheit war der Schlüssel“: Niederleis verabschiedet sich mit 9:2

USV Niederleis
Obritz / Hadres-M.

Krönender Abschluss in der 1. Klasse Nordwest: Der USV Niederleis feierte zu Hause ein klares 9:2 gegen die SG Obritz / Hadres-M.. Schon früh lief alles in Richtung Heimsieg, zur Pause stand es 5:1, am Ende legte Niederleis noch einmal nach. Trainer Markus Wolf sprach von einem „Saisonfinale mit Plan“ und hob neben der Spielfreude vor allem den Zusammenhalt hervor: „Geschlossenheit war der Schlüssel.“ Fünffachtorschütze Frantisek Lörinczi setzte dem Abend die Krone auf.

Fußball auf Stadionrasen

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

Früher Dosenöffner und Torlaune bis zur Pause

Niederleis legte los wie die Feuerwehr. In Minute 2 traf Frantisek Lörinczi zum 1:0 und gab den Ton vor. „Das frühe 1:0 war der Dosenöffner – mit so einem Start wird vieles leichter“, meinte Trainer Markus Wolf. Rene Kafka erhöhte nach einer Viertelstunde auf 2:0, ehe Lörinczi nur drei Minuten später den nächsten Streich folgen ließ. Spätestens beim 4:0 durch Florian Weichselbaum in der 33. Minute war klar, dass die Hausherren am Drücker blieben und sich für ihren mutigen Auftritt belohnen wollten. Obritz/Hadres-M. meldete sich durch Anton Weinwurm zwar mit dem 4:1 (39.) zurück, doch noch vor dem Pausenpfiff stellte Lörinczi mit seinem dritten Treffer des Abends auf 5:1 (41.). „Wir wollten das Saisonfinale unbedingt mit drei Punkten abschließen – zu Hause, mit viel Freude. Das hat man von Beginn an gesehen“, erklärte Wolf.

Nach dem Wechsel legt Niederleis nach – Lörinczi macht die Fünf voll

Auch nach dem Seitenwechsel ließ Niederleis nicht locker. Jordan Akande schraubte das Ergebnis in der 66. Minute auf 6:1, ehe Lörinczi in Minute 71 seinen vierten Treffer nachlegte und den Abend aus Sicht der Heimischen endgültig zum Fest machte. Spät trugen sich noch Gerald Hans (81.) und erneut Lörinczi (88.) in die Schützenliste ein – damit der Fünferpack für den Torjäger. Der späte Treffer von Jiri Hrusovsky zum 9:2 (90+1) änderte am klaren Bild nichts. Wolf blieb trotz der Offensiv-Gala geerdet: „Die Spielfreude war heute groß, wir haben uns noch einmal selbst belohnt – trotz Ausfällen und mit einer jungen Mannschaft. Ja, es waren auch zwei Gegentore dabei. Auf dem nassen Platz passieren Fehler, das ist okay. Luft nach oben gibt’s immer, aber heute braucht niemand groß kritisieren.“

Wolfs Einblicke: Tiefe Läufe, Tempo über außen und Big Saves

Wie fielen die Tore? Der Trainer lieferte klare Bilder: „Lörinczi hat die Bälle in die Tiefe stark verarbeitet, dazu ein Kopfball nach einer Ecke. Rene Kafka bekam immer wieder Pässe in die Tiefe und ist mit seiner Schnelligkeit dem Verteidiger davongezogen – eiskalt vor dem Tor.“ Ein Sahneangriff blieb Wolf besonders in Erinnerung: „Jordan Akande und Pavel Valent haben einen Doppelpass gespielt, dann kam der Stanglpass, Akande hat ins kurze Eck abgeschlossen.“ Der Coach betonte zudem die Arbeit gegen den Ball: „Obritz hatte ein, zwei, drei richtig gute Chancen, aber Michael Weiskirchner hat heute Big Saves rausgeholt.“ Am Ende überwog bei ihm aber der Gesamteindruck: „Wir haben nicht aufgehört zu spielen und wollten vor dem Publikum einfach das Beste herausholen.“

Respekt für den Gegner, Lob für den Unparteiischen – Verabschiedungen, Torschützenkönig und Dank an die Fans

Respekt hatte Wolf auch für den Gegner übrig: „Obritz ist heute mit einer starken Startelf gekommen und wollte alles rausholen. Bei 9:2 fair zu bleiben, ist nicht selbstverständlich – großes Kompliment.“ Zur Schiedsrichterleistung fiel sein Fazit nüchtern aus: „Alles okay. Er hat seine Linie gepfiffen und früh Gelb gezeigt. So ist das Spiel gar nicht erst hart geworden.“

Emotional wurde es beim Blick auf einzelne Akteure: „Gratulation an Frantisek Lörinczi zum Torschützenkönig – überragende Saison von ihm.“ Außerdem bedankte sich Wolf bei zwei Routiniers: „Michael Weiskirchner im Tor und Alexander Ulbinger haben heute ihr letztes Spiel gemacht. Es war eine Ehre, mit ihnen zu arbeiten.“ Auch die Fans bekamen ihren Applaus: „Unsere Leute in Niederleis stehen immer hinter uns. Wir haben ihnen heute etwas zurückgegeben – gemeinsam haben wir das Saisonziel weit übertroffen.“

Und der Trainer blickte schon nach vorne: „Der Zusammenhalt ist überragend, die Jungen entwickeln sich – das macht Lust auf mehr.“

1. Klasse Nordwest: Niederleis : Obritz / Hadres-M. - 9:2 (5:1)

  • 91
    Jiri Hrusovsky 9:2
  • 88
    Frantisek Lörinczi 9:1
  • 81
    Gerald Hans 8:1
  • 71
    Frantisek Lörinczi 7:1
  • 66
    Jordan Akande 6:1
  • 41
    Frantisek Lörinczi 5:1
  • 39
    Anton Weinwurm 4:1
  • 33
    Florian Weichselbaum 4:0
  • 18
    Frantisek Lörinczi 3:0
  • 15
    Rene Kafka 2:0
  • 2
    Frantisek Lörinczi 1:0