Zum Abschluss der 1. Klasse Nordwest feierte der SV Leobendorf II einen 2:1-Auswärtssieg beim SC Stronsdorf. Nach einem turbulenten Start mit Treffern auf beiden Seiten entschied ein früher Stich nach der Pause die Partie. Co-Trainer Gerhard Sturm sprach von einem nervösen, aber hochklassigen Spiel und betonte: „Vielleicht hatten wir eine Spur mehr Wollen.“ Mit dem Dreier fixierten die jungen Leobendorfer die Teilnahme an den Relegationsduellen – die Erleichterung danach war spürbar.

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Leobendorf II erwischte einen Traumstart: Bereits in Minute 2 traf Luca Marschler aus der Distanz zum 0:1. Gerhard Sturm beschrieb den Auftakt so: „Ein schöner Weitschuss, leicht abgefälscht – ein richtig feines Tor.“ Stronsdorf schlug jedoch umgehend zurück: Nur zwei Minuten später glich Fabian Petzina mit einem ebenso sehenswerten Schuss zum 1:1 aus. „Das waren zwei richtig schöne Treffer gleich zu Beginn“, meinte Sturm. Danach wogte das Spiel hin und her, Leobendorf blieb trotz eigener Nervosität präsent. Zur Pause stand es 1:1, ein Zwischenstand, der den offenen Charakter gut abbildete und beiden Seiten Hoffnung für den zweiten Durchgang ließ.
Kaum war die zweite Hälfte angepfiffen, setzte Leobendorf den nächsten Akzent. In Minute 50 stellte Lorenz Hafner auf 1:2 und setzte damit den entscheidenden Stich. „Das war die entscheidende Szene“, sagte Sturm. Entscheidend war danach auch die Haltung. „Das 1:1 haben wir schnell weggesteckt und kurz nach der Halbzeit das 2:1 gemacht. Dann haben wir die Nervosität weggesteckt und den Vorsprung mit Kampf über die Zeit gebracht.“ Obwohl das Spiel laut Sturm „auf Messers Schneide“ blieb, hielt Leobendorf stand. „Gut funktioniert hat wie in den letzten Wochen unser Zusammenspiel, unsere Geduld und die spielerische Stärke“, erklärte er.
Für den Co-Trainer lag der Unterschied nicht in einer dominanten Phase, sondern im Detail. „Vielleicht hatten wir eine Spur mehr Wollen, unbedingt den Sieg holen – auch mit dem Ziel, Erster in der Frühjahrstabelle zu bleiben und in die Relegationsspiele zu kommen. Das war wahrscheinlich entscheidend.“ Gleichzeitig sah Sturm Lernfelder: „Nach dem 2:1 hat man gemerkt, dass die Nervosität größer wird. An der Cleverness müssen wir noch arbeiten. Das kommt mit der Zeit und mit solchen Entscheidungsspielen.“ Für Stronsdorf fand er anerkennende Worte: „Stronsdorf hat Qualität in den Reihen. Sie kommen über den Kampf, wollen aber auch Fußball spielen. Zu Hause muss man sie erst einmal schlagen.“ Lob gab es auch für den Unparteiischen: „Der Schiedsrichter hat die Partie ruhig runtergepfiffen.“
Mit dem Schlusspfiff wich spürbar die Anspannung. „Uns ist ein Stein vom Herzen gefallen. In der letzten Runde haben wir die Chance genutzt und uns die zwei Relegationsspiele gegen Kreuttal am Dienstag und am Freitag gesichert“, so Sturm. Für seine junge Truppe ist es mehr als nur ein Bonus. „Das wäre die Kirsche auf der Torte. Wir können den Burschen in der Gebietsliga eine Plattform geben.“ Druck will er keinen aufbauen: „Wenn wir es schaffen, ist es schön. Wenn nicht, geht die Welt nicht unter. Wir haben ein super Frühjahr gespielt – darauf können wir aufbauen.“ Für den Moment zählt der Auswärtssieg in Stronsdorf, der aus Sicht der Leobendorfer vor allem eines zeigte: eine Mannschaft, die sich auch unter Nervosität nicht aus der Bahn bringen ließ und rechtzeitig antwortete.