Beim SC Stronsdorf endet die Saison in der 1. Klasse Nordwest auf Rang sieben – und mit klaren Worten des scheidenden Trainers. Bernd Zinser zieht eine ehrliche Bilanz, spricht über Gründe für das Verpassen der eigenen Ziele und blickt auf einen Sommer mit vielen Veränderungen. Abgänge, Neuzugänge und ein neuer Coach sind bereits Thema, dazu kommt sein eigener Abschied. Die Stimmung in der Mannschaft bleibt dennoch intakt, die Weichen für die Vorbereitung werden gestellt.

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Sportlich hatte sich Stronsdorf mehr vorgenommen. Der Plan, in die Top fünf zu stoßen, ging nicht auf. Bernd Zinser formuliert es ohne Umschweife: "Rückblickend sind wir hinter unseren Erwartungen geblieben. Der Plan war die Top fünf, aber wir haben unsere Leistung nicht immer auf den Platz gebracht." Er nennt mehrere Faktoren: "Wir hatten längerfristige Verletzungen, und die Transfers im Sommer haben nicht so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt hatten." In der Tabelle steht am Ende Platz sieben und ein Polster im gesicherten Mittelfeld – immerhin ein Fundament, auf dem es weiterzugehen gilt. Dabei betont Zinser, dass die Chemie in der Gruppe gestimmt hat: "Die Stimmung ist trotzdem gut. Der Zusammenhalt passt, und im Sommer wird sich auf der Trainerposition und im Kader einiges tun." Seine Sätze zeigen: Es war nicht alles schlecht, aber es gab zu viele Phasen, in denen die eigene Qualität zu selten konstant abrufbar war.
Personell bewegt sich in Stronsdorf bereits einiges. Zinser zählt offen auf, wer den Verein verlässt und wer dazukommt: "Auf der Abgangsseite sind Denis Frimmel und Matej Snepfenberg, bei beiden ist das Ziel noch offen. Dominik Urbancok geht nach Laa." Gleichzeitig stehen Zugänge fest: "Zugänge haben wir Philipp Kostic aus Bisamberg, Harun Uzun von Eintracht Pulkautal sowie Felix Winkelmayr von Prottes, und ein neuer Trainer wurde auch installiert." Den Namen liefert er gleich mit: "Der neue Trainer ist Klaus Reinhard, er war zuletzt in der U16-Landesliga in Leobendorf. Er kann mit jungen Spielern gut umgehen, ich wünsche ihm das Beste." Sein eigener Weg ist ebenso entschieden: "Ich als Trainer verlasse den Verein. Mein Abschied steht seit drei Wochen fest, ich gehe in die Gebietsliga zu Poysdorf." Dass er den Staffelstab geordnet übergeben will, ist klar, auch wenn noch Details offen sind: "Kontakt mit Reinhard hatte ich noch keinen. Vielleicht ergibt sich das noch." Für Stronsdorf bedeutet das alles: frisches Personal, ein neues Gesicht an der Linie – und damit die Chance, an einigen Stellschrauben zu drehen.
Sportlich blickt Zinser mit Respekt auf die Konkurrenz – und mit Zuversicht auf die eigene Basis. "Großrußbach ist verdient und überlegen Meister geworden", sagt er, und hebt daneben Gegner wie Niederleis und Leobendorf II hervor: "Niederleis mit seinem Top-Torschützen, ich glaube 37 Tore, spricht für sich. Leobendorf II mit der jungen Garde – da waren einige gute Mannschaften dabei." Im eigenen Kader musste die Jugend einspringen. "Die Jungen haben sich sehr in den Vordergrund gestellt, weil wir viele Verletzte hatten. Die Jugend ist die Zukunft von Stronsdorf." Auch die medizinische Lage hellt sich auf: "Die angeschlagenen Spieler sind am Weg zurück. Ich hoffe, dass Mark Liskowetz zur Vorbereitung wieder fit ist." Für die nächsten Wochen gibt es einen simplen Plan: "Jetzt sollen die Spieler ihre Akkus aufladen, komplett vom Fußball abschalten und dann wieder fit und fokussiert in die Vorbereitung starten." Zum Abschied findet Zinser persönliche Worte: "Ich wünsche dem Verein alles Gute. Er ist mir ans Herz gewachsen, ich habe mich immer wohlgefühlt. Wer weiß, was im Fußball alles passiert. Man sieht sich sprichwörtlich 2. Mal im Leben. Ich werde sicher öfter zuschauen kommen – und ich hoffe, dass der neue Trainer den gleichen Zugang zur Mannschaft findet. Dann steht einer erfolgreichen Saison nichts im Wege."