Spielberichte

„Wir sind alle super happy“: Wolf nach Platz 3 – punktegleich mit Rang zwei

USV Niederleis

Der USV Niederleis hat in der 1. Klasse Nordwest eine Saison über den Erwartungen gespielt: Platz drei mit 57 Punkten, punktegleich mit Rang zwei. Nach einer sehr starken Hinrunde und einer dezimierten Rückrunde zieht Trainer Markus Wolf ein positives Fazit. Höhepunkt war das Derby gegen Ernstbrunn, das in der Hinrunde 3:2 gewonnen wurde. „Wir sind alle super happy“, sagt Wolf – und skizziert zugleich, wo im Sommer die Schrauben anzusetzen sind.

Tormann beim Abstoß

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Starker Herbst, schmale Bank im Frühjahr – aber jede Woche eine Einheit

Auf die Rückfrage, wie er die Saisonhälfte einordnet, kommt Markus Wolf gleich zum Punkt: „Es war sehr positiv. Die Hinrunde war überragend.“ Danach wurde es zäher, weil Ausfälle die Rotation einschränkten. „In der Rückrunde hatten wir viele Ausfälle und auch ein paar Niederlagen, aber wir haben jede Woche eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt“, betont der Coach. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Dritter Rang mit 57 Zählern, punktegleich mit Platz zwei – für Niederleis ein Meilenstein. „Ich bin sehr glücklich und zufrieden mit Mannschaft und Platzierung – für Niederleis ist das einmalig überragend“, sagt Wolf und erinnert daran, dass die letzten drei, vier Partien mit einem stark dezimierten Kader absolviert wurden. An Arbeitsthemen mangelt es trotzdem nicht: „Wir müssen in allen Belangen einen Schritt machen: hinten die unnötigen Tore verhindern, gegen den Ball noch aktiver sein und mit dem Ball das Einfache machen.“ Die Stimmung bleibt trotz allem hervorragend. „Wir sind über den Erwartungen, jeder ist super happy“, fasst Wolf zusammen.

Kader im Wandel: Weiskirchner hört auf, Ulbinger tritt kürzer – Fokus auf Jugend

Personell wird sich in Niederleis etwas bewegen. „Unser Tormann Michael Weiskirchner wird seine Karriere beenden“, erklärt Wolf. Auch in der Abwehr steht eine Veränderung an: „Alexander Ulbinger wird kürzertreten – beruflich und privat geht es sich nicht mehr aus.“ Größere Umbauten im Umfeld gebe es aktuell nicht, die weitere Kaderplanung sei aber noch offen. „Welche Richtung wir jetzt gehen, ist noch in Arbeit. Natürlich wollen wir den Fokus noch stärker auf junge Spieler legen“, sagt der Trainer. Positiv: Die Verletztenliste leert sich. „Es gibt keine Langzeitverletzungen. Alle, die zuletzt angeschlagen waren, sollten gesund in die Vorbereitung einsteigen“, blickt Wolf zuversichtlich voraus. Genau diese Mischung – etablierte Stützen, die bleiben, und hungrige Junge, die nachrücken – soll den Konkurrenzkampf schärfen. Denn klar ist: Nach diesem dritten Platz will sich Niederleis nicht zurücklehnen, sondern auf dieser Grundlage mit einem stabilen Kader in den Herbst gehen.

Derby-Highlight und Sommerfahrplan: „Kompakt, kämpferisch, topfit“

Sportlich bleibt ein Spiel besonders hängen. „Ernstbrunn natürlich – das Derby war unser Highlight. In der Hinrunde haben wir 3:2 gewonnen“, erinnert Wolf an den emotionalen Moment der Saison. Der Blick geht aber längst nach vorne. „In der kurzen Sommerpause gilt es, die Mannschaft wieder zu einer Einheit zu formen und meine Spielidee zu übermitteln“, sagt er. Der Takt ist vorgegeben: „Der Vorbereitungsplan steht, alle Testspiele sind fixiert.“ Inhaltlich ist die Marschroute klar: „Wir wollen wieder kompakt, kämpferisch und fitnessmäßig auf einem Top-Level sein.“ Zur Trainersituation ließ sich Wolf noch nicht festnageln, ohne Unruhe zu erzeugen: „Wir schauen in den nächsten Tagen, wie es personell weitergeht. Ich gehe davon aus, dass wir eine Lösung finden und ein cooles nächstes Jahr zusammen haben.“ Mit dieser Mischung aus Zufriedenheit und klaren Zielen startet Niederleis in den Sommer – und will den nächsten Schritt fest anpeilen.